Sonntag 26. Februar 2017

Abschied, Trauer und Hoffnung

Kirchturmkreuz. © Eva Vogl

In der kirchlichen Begräbnisfeier begegnen wir dem Tod als dem, was er ist: eine schmerzlichen Wirklichkeit. 

Der Schmerz nicht verdrängt, die Trauer nicht überspielt. Sondern die Wirklichkeit „Tod“ wird in Relation gesetzt zu der aus dem Glauben kommenden Hoffnung.

 

Abschied nehmen

Zur Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit des Menschen, der eigenen Sterblichkeit und der Wirklichkeit des Todes gehört auch die Verabschiedung vom toten Körper: das Ankleiden des Toten, das liebevolle Berühren und der Anblick des Leichnams, das bis zu drei Tage gehende Abschiednehmen am Sarg, das offene Grab, das Einsenken des Sarges in die Erde.

 

Tränen und Trauer

Für den Trauerprozess ist die Zulassung solcher Erfahrungen heilsam und notwendig. Es ist gut den Schmerz des Verlustes und des Abschied zuzulassen, zu spüren. Groß ist die Gefahr "weiterzumachen wie immer";  die Trauer, die Tränen und den Schmerz zu verdrängen; sich mit Arbeit und Alltag zu betäuben.  Trauer braucht Raum, Schutz und Zeit. Angehörige und mit dem/der Verstorbenen Verbundene haben ein Recht darauf, würdig und angemessen Abschied nehmen zu können.

 

Hoffnung

In der kirchlichen Begräbnisfeier begegnen wir dem Tod als dem, was er ist: eine schmerzlichen Wirklichkeit. Dabei wird der Schmerz nicht verdrängt und die Trauer nicht überspielt, sondern diese schreckliche Wirklichkeit „Tod“ wird in Relation gesetzt zu der aus dem Glauben kommenden Hoffnung. Das kirchliche Begräbnis ist getragen von der christlichen Hoffnung auf Auferstehung und ewiges Leben. Christen erinnern sich der Toten, nicht damit sie leben, sondern weil sie leben. Sie hoffen auf Leben und Gemeinschaft mit den Verstorbenen über den irdischen Tod hinaus.

 

Quellenangabe:

Liturgiereferate Österreichs: Christliche Begräbniskultur. URL: http://www.liturgie.cc/bildung.htm#Begraebnis [Stand: 06.2014]

Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe;
denn von ihm kommt meine Hoffnung.

Ps 62,6

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