Samstag 21. Oktober 2017

Totengebet - Totenwache

Kerze. © dee/morguefile.com

Die Zeit zwischen Tod und Begräbnis eines Menschen ist die Zeit christlicher Trauer und des Abschieds vom Verstorbenen. In diesen Tagen gedenken nicht nur die Angehörigen und Freunde, sondern auch die Pfarrgemeinde des Verstorbenen im Gebet.
 

Gemeinsam beten

Bei der Totenwache kommen Angehörige, Freunde und die Pfarrgemeinde der/des Verstorbenen zusammen um gemeinsam Abschied zu nehmen. Diese Tradition bietet Angehörigen die Möglichkeit der/dem Verstorbenen die "letzte Ehre zu erweisen", ihr/ihm im Gebet zu gedenken und im meist kleinen und stillem Kreis Abschied zu nehmen.

 

Stärker als der Tod

Im Sinne Jesu ist es ein Auftrag an die Kirche - an uns – für Menschen in Not und Trauer die Botschaft der Auferstehung lebendig zu halten. Das gelingt beim gemeinschaftlichen Beten oft besser als durch eine Ansprache. Die Totenwache ist eine Form, mit der wir die Sorge Jesu für die Menschen durch die Zeit hindurch fortsetzen. Das gemeinsame Gebet bei den Angehörigen ist eine Erfahrung der Gemeinschaft mit Christus und es ist eine Erfahrung menschlicher Gemeinschaft die stärker ist als der Tod.

 

Ablauf einer Totenwache

Eröffnung:

persönliche Worte zur Situation, zur Person der/des Verstorbenen Eröffnungsgebet und/oder Eröffnungslied
Psalm
Lesung aus der Heiligen Schrift

Andachtsteil:

wahlweise Rosenkranz, Andacht oder Meditation,persönliche Gebete, …
Fürbitten oder Litanei
Vater Unser
Segensgebet

 


Eine Totenwache vorbereiten

In der Liturgiebörse der Diözese Linz finden Sie verschiedene Gestaltungsvorschläge wie etwa:

   
Weitere Gestaltungsvorschläge:



Gotteslob:

  • Totenvesper (Nr. 655)
  • schmerzhafter Rosenkranz (Nr. 4,6)
  • der glorreiche Rosenkranz (Nr. 4,7)
  • Hausgebet für Verstorbene (z.b.: Nr. 28)
  • Litanei vom Leiden Jesu (Nr. 563)
  • Andachtsabschnitte zu Totengedenken (z.b.: Nr. 680,7-8)
  • Andachtsabschnitte zur Passion (z.B.: Nr. 675,3 und 676,3)
  • einzelne Stationen des Kreuzweges (Nr. 683)
  • Psalmen (z.B.: Ps 139 und 103, Nr. 657,1-4)
  • Lieder aus dem Abschnitt "Tod und Vollendung" (Nr. 500-518)
  • Passionslieder (z.b.: Nr. 2898-297)

Liturgische Bücher:

Weitere inhaltliche Aspekte bei Totenwachen und den Gottesdienstablauf haben die Liturgiereferenten Österreichs zusammengefasst.

 

Ansprechpersonen

Weitere Informationen erhalten Sie auch bei dem/der SeelsorgerIn Ihrer Pfarre sowie bei den TrauerbegleiterInnen der Diözese Linz.

 

Literatur und Behelfe

Auch der Behelfsdienst der Diözese Linz bietet Behelfe und Literatur zum Thema. z.B.: "Sterben ist wie geboren werden". Diese umfangreiche Arbeitshilfe enthält 11 Vorschläge für die Gestaltung der Totenwache. Der Behelf beinhaltet fast ausschließlich neue Texte des Pfarrassistenten der Pfarre Treffling, Franz Küllinger, ist sprachlich besonders sorgfältig erarbeitet und ist gut eingebunden in pfarrliche Möglichkeiten des Betens.

 

 

Quellenangabe:

Liturgiereferate Österreichs: Christliche Abschieds- Sterbe- und Trauerrituale. URL: http://www.liturgie.cc/bildung/Totenwachen.htm [Stand: 06.2014]

(Erz-)Bischöfe Deutschlands und Österreichs und dem Bischof von Bozen-Brixen (Hg.): Gotteslob. Katholisches Gebet- und Gesangsbuch Ausgabe für die (Erz-) Diözesen Österreichs. Verlag katholisches Bibelwerk-Stuttgart, Wiener Dom-Verlag

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