Mittwoch 12. Dezember 2018

Wenn der Tod anklopft ...

Durchgang.

Manchmal überfällt er uns brutal, etwa wenn ein naher Mensch stirbt, oder wenn wir eine bedrohliche Diagnose erfahren. Manchmal huscht er sachte vorbei – in einem Traum, einem Gedicht, einem Gedanken.

Die Aufgaben, die er uns stellt, sind immer die gleichen, ob wir einen Schicksalsschlag durchmachen oder nur eine nachdenkliche Stunde. Wer sich darauf einlässt, erspart sich keine Schmerzen - wird aber im Leben Tiefe gewinnen.

 

Sei aufrichtig.

Aufgewühlt , traurig, wütend… - wie deine Gefühle auch seien, gestehe sie dir und anderen ein. Es geht nicht darum, etwas preiszugeben, was du für dich behalten möchtest. Aber nur, wenn die Menschen dir begegnen und nicht einer Fassade können sie dich verstehen.


Tu, was dir wichtig ist.

Möchtest du einem Sterbenden noch etwas sagen? Hast du erkannt, dass du in deinem Leben etwas noch unbedingt machen möchtest? Dann tu es.

 

Nimm Abschied

Ein endgültiges vorbei gibt es immer wieder im Leben – ob nun ein ganzer Lebensabschnitt zu Ende gegangen ist, oder einfach nur ein Tag. Blicke zurück, darauf, was gut und was schwer war, lege es bewusst aus der Hand.

 

Lass dir Zeit.

Der Tod macht uns klar, dass wir das Leben nicht auf später verschieben können. Aufgaben (auch Nachdenken ist eine solche!), die du jetzt nicht in Angriff nimmst, sind später oft viel schwerer zu bewältigen. Du brauchst nach einem erschütterndem Erlebnis nicht gleich zur Tagesordnung überzugehen. Es ist normal, wenn bei dir jetzt „Ausnahmezustand“ herrscht.

 

Schau nach vorn

Unser Leben währt nicht endlos. Einmal werden wir zurückschauen und uns fragen: Wie war mein Leben? Womit habe ich meine Zeit verbracht? Gestalte dein Leben vom Ende her. Entscheide dich für das, worüber du einmal froh sein wirst, es getan zu haben.

 

Lass dich aufrichten

Der Tod ist mächtig. Einen Ort, an dem er uns nicht erreichen kann, gibt es nicht. Aber wir glauben auch an einen lebendigen Gott, der auch dort ist, wo der Tod ist, der den Tod aber auch in die Schranken weist: Zuletzt steht nicht die Kapitulation vor einem Tod, der stärker geblieben ist. Zuletzt steht Gott, der uns liebt, heilt, vollendet.

Die schönste Erklärung ändert nichts daran, dass der Tod uns einen lieben Menschen genommen hat oder unser eigenes Leben bedroht. Unser Leben ist zerbrechlich, verletzlich. Gerade darin liegt aber auch seine Schönheit und Kraft: Heute lebst du, heute begegnest du deinen Empfindungen, heute hast du mit Menschen zu tun, die selber hoffen oder Angst haben, die froh sind oder trauern. Du lebst! Gemeinsam mit all jenen, die dir heute über den Weg laufen. Du lebst. Jetzt.

 


(Carmen Rolle, Begräbnisleiterin, Altenheimseelsorgerin im Haus Karl Borromäus und im Haus für Senioren Linz, Pastoralassistentin Linz Hl. Geist)

Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe;
denn von ihm kommt meine Hoffnung.

Ps 62,6

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