Samstag 23. September 2017

Priester

Dompfarrer Maximilian Strasser spricht den Lopreis über Brot und Wein. © Isabella Unfried

Aufgaben des Priesters, Hintergründe zur Priesterausbildung und zur Priesterweihe.

Priester

Priester werden in der Weihe als Mitarbeiter des Bischofs in das Presbyterium* aufgenommen. Sie übernehmen Verantwortung für die Liturgie, die Verkündigung und caritative Tätigkeiten in der Diözese. Sie werden vom Bischof in eine Ortsgemeinde eingesetzt. Die Priesterweihe darf nur der empfangen, der nach dem Urteil des Bischofs für den kirchlichen Dienst geeignet ist.

 

Priesterweihe

Zunächst werden die Priesteramtskandidaten aufgerufen. Mit den Worten „hier bin ich”, erklären sie ihre Bereitschaft zur Weihe. Nach der Predigt bekunden die Kandidaten gegenüber dem Bischof die Bereitschaft zum Dienst, legen das Gehorsamsversprechen ab und singen gemeinsam die Herabrufung des Heiligen Geistes im „Heilig-Geist-Hymnus”*. Es folgt das Gebet der Heiligenlitanei *, bei dem die Kandidaten lang ausgestreckt mit dem Gesicht zum Boden liegen. Symbolisch wird mit dieser Handlung ausgedrückt, dass der Weihekandidat sich in Gottes Hände begibt.

 

Die folgenden beiden Rituale machen den Kern der Priesterweihe aus:

Zunächst spendet der Bischof mit der Handauflegung das Weihesakrament. Es folgt das Weihegebet. Daraufhin legen auch alle mitfeiernden Priester den Neugeweihten die Hände auf, um sie in die Gemeinschaft der Priester aufzunehmen.

Im zweiten Teil werden die sogenannten "ausdeutenden Riten" vollzogen: In der Regel zieht ihnen der jeweilige Heimatpfarrer Priestergewand und Stola an, der Bischof salbt ihnen die Hände mit Chrisam, die Gefäße wie Hostienschale und Kelch werden überreicht.

Nach dem Weiheritus zelebrieren die Neupriester gemeinsam mit dem Bischof die Messe.

 

Da die Priesterweihe nach katholischem Glauben ein Sakrament ist, also ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit mit Gott, kann sie vom Menschen nicht rückgängig gemacht werden. Einige Tage nach der Priesterweihe feiert der Neugeweihte seine erste Eucharistiefeier im Priesterseminar, die sogenannte Primiz.* Kurz darauf erfolgt die zweite Primiz in seiner Heimatgemeinde.

 

Bevor man jedoch von einem Bischof (nur ein solcher darf weihen) geweiht wird, muss in einer mehrjährigen Ausbildung geprüft werden, ob ein Kandidat auch fähig ist, das entsprechende Amt zu übernehmen.

Für Priester ist normalerweise das Studium der Theologie Voraussetzung. Vor dem Studium wird in der Regel ein Jahr im sogenannten Propädeutikum verbracht, um in Gemeinschaft mit anderen Interessenten die eigene Berufung zu klären.

Neben dem folgenden Studium wird in der Begleitung auch noch Wert auf die menschliche Reife allgemein, auf pastorale Geschicklichkeit und die persönliche Spiritualität gelegt. Hauptverantwortlich für die Begleitung der angehenden Priester ist der Regens des Priesterseminares.

 

Informationen zum Amt des Priesters und zur Ausbildung: www.priester-werden.at

 

 

Quellenangabe:

Katholische Kirche in Deutschland: Die Weihe. URL: http://www.katholisch.de/de/katholisch/glaube/unser_glaube/weihe/weihe_uebersicht.php [Stand: 06/2014]

Ich fühle einen Ruf, eine Be-RUF-ung. Ich bin gesendet, um Segen für andere zu sein. Ich gebe mich Gott ganz hin. 

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