Freitag 14. Dezember 2018

Rituale beim und nach dem Sterbeprozess

Hoffnungsvolle Abendstimmung am Simssee. © Stefanie Petelin

Abschiedsrituale, Rituale allgemein, entlasten, weil man auf Bewährtes zurückgreifen kann. Sie helfen, Emotionen zuzulassen. 

Rituale

In den klaren Formen und Strukturen, den vertrauten Gebeten  findet man Halt. Die als unaushaltbar empfunden Gefühle werden gelenkt und  sind so oft leichter zu tragen. Die kirchlichen Rituale sind ein Handeln der Gemeinschaft, in der sowohl die Trauernden als auch die Sterbenden mitgetragen sind. Rituale fügen dem Tun deutende Worte hinzu, sie geben Worte, wo oft Sprachlosigkeit herrscht. Worte, die einerseits den Gefühlen von Angst, Klage, Verzweiflung und Trauer Ausdruck verleihen, andererseits auch Hoffnung und Trost spenden.

 

 

  • Beim Sterbeprozess
  • Einen Segens- Kreis mit dem Sterbenden bilden, sich dabei die Hände reichen.
  • Ein „Vater unser“, oder „Gegrüßet seist du Maria“ beten oder persönliche Worte an Gott richten.
  • Eine Kerze anzünden (eine Sterbekerze oder die Taufkerze)
  • Einfach schweigend da sein
  • Körperkontakt mit dem Sterbenden halten
  • Persönliche Worte des Abschieds artikulieren, auch wenn der Sterbende nicht mehr sprechen kann.
  • Trauer / Tränen zulassen
  • Ein Kreuz als Zeichen der Hoffnung aufstellen
  • Ein Kreuz auf die Stirn zeichnen und den Sterbenden segnen
  • Bei Ansprechbarkeit die Wünsche des Sterbenden respektieren: Manche wollen alleine sterben.
  • Psalm 23 beten: Der Herr ist mein Hirte (GL: 37)
  • Sterbegebete sprechen (GL: 608 und folgende)
  • Nach Eintreten des Todes
  • Arzt verständigen
  • Sich Zeit lassen für den Abschied, der Verstorbene kann noch einen Tag im Haus bleiben (dies ist auch möglich, wenn jemand im Krankenhaus verstorben ist!)
  • Bestattung verständigen und den Sarg bestellen
  • Pfarrleitung verständigen
  • Die Armbanduhr abnehmen, das irdische Leben ist abgelaufen
  • Den Verstorbenen waschen und kämmen ist das Recht der Angehörigen
  • Kleinere Kinder mit einbeziehen und auch Abschied nehmen lassen, dabei mit ihnen in einem guten Kontakt bleiben („Wenn mein Kind nach dem Tod fragt”)
  • Den Verstorbenen bewusst berühren und den Tod begreif-bar machen, auch Kinder dürfen die kalte Hand oder Stirn spüren
  • Den Verstorbenen mit dem Lieblingsgewand kleiden
  • Den Verstorbenen mit wohlriechenden Ölen salben
  • Beim Verstorbenen die Hände falten und den Mund und die Augen schließen.
  • Den Verstorbenen mit Weihwasser besprengen oder mit Weihwasser ein Kreuz auf die Stirn machen (Wasser ist ein Symbol für das Leben – der Tod hat nicht das letzte Wort, sondern das Leben)

 

Gott ist bei mir. Er richtet mich auf. Mit ihm kann ich neue Kraft schöpfen. Bei ihm finde ich Trost und Halt.

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