Freitag 24. März 2017

8 Antworten zur Pfarrgemeinderatswahl 2017

Was kann man sich unter einer Pfarrgemeinderatswahl vorstellen? Und was wird da überhaupt gewählt? Sie haben sich das auch schon gefragt? Hier finden Sie Antworten, die Klarheit schaffen.

Muss ich wählen gehen?

Bei die Pfarrgemeinderatswahl gibt es keine Wahlpflicht. Jede abgegebene Stimme stärkt aber das

vielseitige Engagement in Ihrer Pfarre und motiviert jene Menschen, die sich ehrenamtlich um ein gelingendes Pfarrleben bemühen.

Bin ich wahlberechtigt?

Wahlberechtigt sind Sie, wenn Sie getaufte/r Katholik/in sind und

a) im Gebiet der Pfarre Ihren ordentlichen Wohnsitz haben oder sich dieser Pfarrgemeinde zugehörig fühlen, und

b) vor dem 1. Jänner 2017 das 16. Lebensjahr vollendet haben bzw.
 

In manchen Pfarren gibt darüber hinaus noch leicht abweichende Regelungen wie zum Beispiel:

c) nach dem 1. Jänner 2017 das 14. Lebensjahr vollendet haben, aber schon gefirmt sind.

 

Wenn Sie nicht genau wissen, welche Pfarre Ihre Wohnsitzpfarre ist, dann können Sie dies über das Digitale Oberösterreichische Raum-Informations-System (DORIS) des Landes Oberösterreich im Internet herausfinden.

In das Suchfeld die Wohnadresse eingeben und nach erfolgter Suche auf die Karte klicken. Mit einem Klick auf „röm.-kath. Pfarren“ erhalten sie dann Detailinformationen zu ihrer Wohnsitzpfarre.
Wann und wo wird gewählt?

Die Wahl findet in fast allen Pfarren Oberösterreichs am Sonntag, 19. März 2017 statt. Die genauen Orte der Wahllokale und Uhrzeiten für Stimmabgabe sind in den Aushängen und Verlautbarungen der Pfarren ersichtlich und oft auch auf den Internetseiten der einzelnen Pfarren abrufbar. In manchen Pfarren ist das Wahllokal zusätzlich bereits am Freitag, 17. März und/oder Samstag, 18. März geöffnet.

Wie wird gewählt?

Die Pfarren konnten sich im Vorfeld für eines von drei Wahlmodellen entscheiden. Gewählt wird etwa über das KandidatInnen-Modell, bei dem durch Ankreuzen der KandidatInnen am Stimmzettel zumindest die Hälfte der Mitglieder des Pfarrgemeinderates gewählt werden. 

 

Beim Urwahl-Modell ist der Stimmzettel so gestaltet, dass die Wählenden dazu aufgefordert werden, die Personen ihrer Wahl möglichst eindeutig zu benennen (z. B. Familienname, Vorname, Beruf, Geburtsjahr und Ortsteil). Es werden keine KandidatInnen vorgeschlagen. Nach der Wahl müssen die gewählten Personen noch befragt werden, ob sie die Wahl annehmen.

 

Beim Delegierten/KandidatInnen-Modell werden wichtige Gruppen in den Orten eingeladen, aus ihren Reihen Delegierte für den Pfarrgemeinderat zu wählen. Darüber hinaus ist mindestens ein Drittel der Mitglieder des Pfarrgemeinderates durch eine öffentliche KandidatInnen-Wahl oder Urwahl zu bestimmen.

 

 

Eine Wahl per Briefwahl ist möglich. Wer zu den angegebenen Wahlzeiten verhindert ist, hat die Möglichkeit mittels Briefwahl schon vorher seine Stimme abzugeben. Die Unterlagen müssen dazu vorab in der zuständigen Pfarre abgeholt werden und bis zum Wahlende wieder einlangen. 

Muss ich zur Wahl etwas mitbringen?
Falls Sie in der Pfarre nicht ohnehin bekannt sind, ist ein amtlicher Lichtbildausweis mitzubringen.
Wer und was wird konkret gewählt?

Gewählt werden die Mitglieder des Pfarrgemeinderates. Sie beraten als Leitungsgremium in regelmäßigen Sitzungen, was zu tun ist, legen Ziele und Prioritäten fest, planen und beschließen die dazu erforderlichen Maßnahmen, sorgen für deren Durchführung und überprüfen die Arbeit, ihre Zielsetzung und Entwicklung.

Der Pfarrgemeinderat sorgt sich um die personellen, räumlichen und finanziellen Voraussetzungen der Pfarrgemeinde, bemüht sich um Information, Meinungsbildung und Austausch von Erfahrungen, stimmt die Interessen der Einzelnen und Gruppen aufeinander ab, koordiniert deren Aktivitäten, gewährleistet die Vielfalt des pfarrlichen Lebens und vertritt die Pfarrgemeinde nach außen. Durch Weiterbildung stärken die Mitglieder des Pfarrgemeinderates die Kompetenz für ihre Aufgaben.

 

Der Pfarrgemeinderat ist ein Leitungsgremium, das für das Leben und die Entwicklung der Pfarrgemeinde Verantwortung trägt. Zusammen mit dem Pfarrer gestalten je nach Pfarre die PfarrassistentInnen, die Seelsorgeteams und gewählte Frauen und Männer gemeinsam mit den amtlichen Vertretern, den Delegierten und berufenen Mitgliedern das Pfarrleben als Ausdruck gemeinsamer Verantwortung aller Gläubigen. Ausgehend von der Situation der Menschen am Ort, dem sozialen und kulturellen Milieu, arbeitet der Pfarrgemeinderat an der Entwicklung der Gemeinde, damit sie als Lebensraum des Evangeliums glaubwürdig ist.
Wie erfahre ich das Wahlergebnis meiner Pfarre?

Das Ergebnis der Pfarrgemeinderatswahl in Ihrer Pfarre wird mittels Aushang bekannt gegeben. Dies geschieht meist noch am Wahltag selbst. Muss bei gewählten KandidatInnen (Urwahl-Modell) erst ein Einverständnis eingeholt werden, kann die Verlautbarung auch bis zu einer Woche in Anspruch nehmen.

Neben einem Aushang sind Informationen zum Ausgang der Wahl auch auf den Websites der Pfarren und in den Pfarrblättern ersichtlich.

Wird in allen Pfarren in Oberösterreich gewählt?

In fast allen Pfarren Oberösterreichs wird gewählt. In manchen Pfarren ist eine Wahl am 19. März 2017 nicht möglich, weil zum Beispiel gerade größere pfarrliche Bauvorhaben laufen und diese unterbrechungsfrei abgeschlossen werden sollen oder weil es durch verschiedene Umstände nicht möglich war, ausreichend KandidatInnen für eine Wahl zu gewinnen.

 

Die Wahlmodelle zur PGR-WahlDaten und Fakten zur PGR-Wahl

 

Pfarrgemeinderatswahl 2017 am 19. März 2017 in der Diözese Linz
Wichtige Informationen für Wahlvorstände
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Wenn Sie nicht wissen, zu welcher Pfarre Sie gehören, nutzen Sie die interaktive Pfarrkarte des Landes Oberösterreich. Öffnen Sie den Link und geben Sie rechts oben bei "Suche" Ihre Adresse ein.

Radiospots zur PGR-Wahl

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