Wednesday 21. April 2021
Pfarre Linz-Marcel Callo (Auwiesen)

Die 7 letzten Worte

 

 

7 objekte auf metall zu den letzten worten des erlösers am kreuz

– kommen aus dem mitleben des künstlers christoph fuchs in der pfarrgemeinde marcel callo und aus dem bewussten wahrnehmen und regelmässigen erleben unseres speziellen kirchenraumes.

die arbeiten wurden im rahmen einer österlichen bussfeier am 30. märz 2007 erstmals präsentiert.

und diese arbeiten werden uns auch in zukunft dazu anregen, unsere lebenserfahrungen im licht der letzten worte zu deuten und uns mit gott versöhnen zu lassen. (Christian Öhler)

 

Künstlerische Umsetzung: Christoph Fuchs

Der Künstler schreibt dazu:

„Die 7 letzten Worte waren ein Anfang für mich, ein Anfang einer Kommunikation, die sich während dieser Arbeit entwickelte und noch immer andauert. Über den Kreuzweg kam es zum Vorschlag der 7 letzten Worte. Ich hatte vor einigen Jahren in Schweden während eines Winteraufenthalts Krebsnetze gefunden. Es ging von ihnen eine Faszination auf mich aus.

Mir kam der Gedanke zum Kreuzweg – das sich Verfangen in einem Netz. Das Netz nicht nur als etwas Bedrohliches, Gewalttätiges, sondern auch als etwas Besänftigendes, etwas, das einen auffängt und trägt. Ich tauschte in den darauffolgenden Monaten einige Gedanken mit dem damaligen Pfarrer Christian Öhler aus, gab wage Bilder weiter. Doch die Last des Kreuzes, des Kreuzwegs begann zu drücken. Wenn ein Kreuzweg, dann mit möglichst wenig Kreuzen. Die Kreuze waren mir einfach zu direkt in diesem Falle, obwohl ich einige sehr berührende Kreuzdarstellungen kenne. Schau dir mal die 7 letzten Worte an. Die 7 letzten Worte?, dachte ich mir. Ja, ja, antwortete ich, noch immer nachdenkend. Als ich mich intensiver mit diesen auseinandersetzte, formte sich schon öfter Gehörtes zu einem ersten Bild. Weniger Kreuze waren zu sehen, sondern ein von Hoffnung durchsetzter Text, mit einem Hauch von Freiheit und Befreiung. Die Idee mit den Netzen kam mir gelegener denn je, aber auch das Kreuz tat sich wieder auf. Es entstand die Idee des Kreuzes, das aus der Wand herauswächst und das Bild trägt. So sollten die Arbeiten angelegt sein, dachte ich mir und trug vieles mit mir herum, wälzte Gedanken, tauschte Bilder aus und tastete mich langsam an meine eigene Bildsprache heran.

Manches entstand und wurde wieder verworfen. Ein Gefühl der Ohnmacht, des nicht gerecht Werdens tat sich auf. Wie lassen sich Worte, gesprochen kurz vor dem Tod darstellen? Ich weiß es noch immer nicht, ob man einer derartigen Herausforderung überhaupt je gerecht werden kann. Und trotzdem hat mich etwas weitergetrieben. In diesem Atemzug möchte ich mich bei all jenen Menschen bedanken, die mich ermutigt, kritisiert und betroffen gemacht haben.“

 

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