Sunday 18. April 2021
Pfarre Linz-Marcel Callo (Auwiesen)

Feierablauf

Beginn in der Kirche:

  • Begrüßung
  • Worte der Eltern und Paten
  • Bezeichnung mit dem Kreuzzeichen
  • Lesung
  • Ansprache
  • Fürbitten


Prozession in die Taufgrotte

  • Segnung des Taufwassers
  • Taufbekenntnis
  • Taufe und ausdeutende Riten

Wieder in der Kirche

  • Vater Unser
  • Segen der Eltern
  • Allgemeiner Segen

 

Worte der Eltern und Paten

Vorschläge

Vorschlag 1

Mutter: Ihr seid gekommen, um mit uns die Taufe unseres kleinen (unserer kleinen) ... zu feiern. Wir freuen uns über Euer Kommen. Aus unserem Glauben haben wir die Zusage, dass heute mit unserem Kind etwas ganz Besonderes geschieht. Wir bitten um das Sakrament der Taufe für unser Kind. Wir möchten unserem Kind den Namen ... geben, (weil ...).

Vater: Hier in diesem Gotteshaus möchten wir es Dir sagen, ..., unser liebes Kind: Du bist ein Geschenk Gottes an uns! Wir halten Dich in den Armen und sind glücklich, dass es Dich gibt. Noch wissen wir nicht, was das Leben für Dich bereithält an Freude und Schmerz. Aber wir geben Dich heute getrost in die Hände dessen, der auch unser eigenes Leben bis hierher geführt hat. Gott, der uns beide immer umsorgt hat, wird auch Dich halten und tragen. Wir möchten uns mühen, dass unser Kind den Weg zu Gott findet. Wir möchten es im Geiste des Evangeliums formen und prägen.

Mutter: Wir werden uns mühen, unserem Kind eine liebevolle Mutter und ein zärtlicher Vater zu sein.

Vater: Wir sind bereit, unserem Kind die Liebe zu bewahren, auch wenn es später einmal unsere Erwartungen nicht erfüllen sollte.

Mutter: Wir haben ... gebeten, die Patenschaft für unser Kind ... zu übernehmen. Er (Sie) soll der FreundIn des Kindes sein und mithelfen, dass aus ... ein wertvoller Mensch und wirklich ein Christ wird.

 

Übergabe des Kindes an die Paten

 

Pate (Patin): Ich bin bereit, das Patenamt für ... zu übernehmen. Ich bitte Dich, naher und guter Gott: Segne dieses Kind und begleites es auf allen Wegen. Hilf mir, dass ich ... ein guter, ehrlicher Freund werde - und dass ich etwas von meinem Glauben an Dich ihm (ihr) weitergeben kann.

 

 

Vorschlag 2

Mutter: Schon vor mehreren Monaten sagten wir JA zu Dir - JA zu Deinem Leben.

Vater: Deine Geburt löste in uns große Freude aus und tiefe Dankbarkeit.

Mutter: Wir sagen JA zu Dir als Geschöpf Gottes, das uns anvertraut ist.

Vater: Du bist einzigartig und sollst den Namen ... erhalten.

Mutter: Du bist ein Geheimnis und wir wissen, dass wir das Eigentliche Deines Lebens nicht selber in Händen halten.

Vater: So erbitten wir die Taufe für Dich, um Dich von Gottes Liebe begleitet zu wissen.

 

Übergabe des Kindes an die Paten

 

Mutter oder Vater: ..., wir bitten Dich, als Pate (Patin) Mitverantwortung für das Leben dieses Menschen zu übernehmen.

Pate (Patin): Als Pate darf ich mithelfen, dass ... ein wertvoller Mensch und ein gläubiger Christ wird. Ich will versuchen, .. ein guter Freund (eine gute Freundin) zu sein, zu dem/der er/sie immer kommen kann. Naher, guter Gott: Dazu brauche ich Deine Kraft, Deine Hilfe. So bitte ich Dich für uns alle um Deinen Segen.

 

 

Vorschlag 3

Mutter: Dein Vater, deine Mutter sagten bereits vor Monaten ein JA zu dir ..., ein JA zu deinem Leben, deiner Zukunft. Auch heute wollen wir JA sagen, aber nicht nur wir, auch die Paten, die Großeltern, alle, die heute mitfeiern und mitdanken.

Vater: Wir sagen ein JA zu dir - zu dir ... als Geschöpf Gottes, das er uns anvertraut. Wir sagen aber auch für dich ein JA zu Gott. Er möge dich liebend in die Arme schließen. Unser Leben für dich soll dir seine Liebe erlebbar machen.

Pate (Patin): Wir sagen ein JA zur Kirche, in der du Freunde und Gemeinschaft finden sollst. Wir sagen ein JA zu einer Zukunft mit Gott. Auf seinen Namen, seine Lehre, möchten wir dich ... taufen lassen, taufen auf den Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes, damit du in seine Hand geschrieben bist.

 

 

Vorschlag 4

Vater: Wir bitten, Kind getauft wird. Mit der Taufe beginnt ein Leben in der Gemeinschaft mit Jesus Christus, also eine Lebensgemeinschaft mit Gott.

Mutter: Wir möchten, dass unser Kind den Namen ... trägt. Wir haben ... so genannt, weil .... Wir möchten Gott danken für dieses Kind. Wir freuen uns über dich. Wir wissen noch nicht,w as das Leben für dich bringen wird. Aber wir haben die Gewissheit, dass Christus für dich sorgen wird. Wir als Eltern werden uns bemühen, dir dirsen Glauben zu vermitteln.

Vater: Wir sind bereit, unser Kind im Glauben an Jesus Christus und im Geiste des Evangeliums zu erziehen.

Mutter: Wir sind bereit, stets die Hand über ... zu halten und ihm (ihr) eine liebevolle Mutter und zärtlicher vater zu sein.

Vater: Wir sind bereit, unserem Kind die Liebe zu bewahren, auch wenn es später einmal unsere Erwartungen nicht erfüllen sollte oder kann.

Übergabe des Kindes an die Paten

Pate (Patin): Ich bin bereit, das Patenamt für ... zu übernehmen. Ich bitte dich, treuer Gott, bleibe du bei meinem Patenkind und begleite es auf dem Weg zu dir. Hilf mir, dass ich ... ein guter, ehrlicher Freund werde.

 

 

Vorschlag 5

Wie Vorschlag 1 oder 2 dann

Pate (Patin): Ich möchte das Patenamt für ... übernehmen und die Eltern bei der Formung ihres Kindes unterstützen. Ich möchte meinem Patenkind Verständnis und Hilfe schenken und ihm helfen mit Rat und tat. Ich möchte ihm auch nach Kräften durch meine eigene Lebensführung ein Vorbild sein. Ich möchte dafür sorgen, dass mein Patenkind den christlichen Glauben zu leben lernt und etwas erfährt von seiner Zugehörigkeit zur Gemeinde Jesu. Dazu helfe mir Gott.

Schrifttexte

zur Auswahl

Lesung aus dem Buch Jesaja:

Fürchte dich nicht, ich habe dich befreit! Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du gehörst mir! Musst du durchs Wasser gehen, so bin ich bei dir; auch in reißenden Strömen wirst du nicht ertrinken. Musst du durchs Feuer gehen, so bleibst du unversehrt; keine Flamme wird dir etwas anhaben können. Denn ich bin der HERR, dein Gott; ich, der heilige Gott Israels, bin dein Retter. Ich gebe Ägypten für dich als Lösegeld, den Sudan und Äthiopien noch dazu. Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir! Von dort, wo die Sonne aufgeht, hole ich dich zurück; von dort, wo sie untergeht, bringe ich die Zerstreuten meines Volkes zusammen.
(Jes 43,1-3.5)

 

Aus dem Evangelium nach Markus:

Einige Leute wollten ihre Kinder zu Jesus bringen, damit er sie berühre; aber seine Jünger fuhren sie an und wollten sie wegschicken. Als Jesus es bemerkte, wurde er zornig und sagte zu den Jüngern: „Lasst die Kinder doch zu mir kommen und hindert sie nicht daran; denn für Menschen wie sie steht Gottes neue Welt offen. Ich versichere euch: Wer sich Gottes neue Welt nicht schenken lässt wie ein Kind, wird niemals hineinkommen.“ Dann nahm er die Kinder in die Arme, legte ihnen die Hände auf und segnete sie.
(Mk 10,13-16)

 

Lesung aus der Offenbarung des Johannes:

Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Der erste Himmel und die erste Erde waren verschwunden und das Meer war nicht mehr da. Ich sah, wie die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam. Sie war festlich geschmückt wie eine Braut für ihren Bräutigam. Und vom Thron her hörte ich eine starke Stimme rufen: „Dies ist die Wohnstätte Gottes bei den Menschen! Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein. Gott selbst wird als ihr Gott bei ihnen sein. Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben und keine Traurigkeit, keine Klage und keine Quälerei mehr. Was einmal war, ist für immer vorbei.“ Dann sagte der, der auf dem Thron saß: „Gebt Acht, jetzt mache ich alles neu!« Zu mir sagte er: »Schreib dieses Wort auf, denn es ist wahr und zuverlässig.“ Und er fuhr fort: „Es ist bereits in Erfüllung gegangen! Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende. Wer durstig ist, dem gebe ich umsonst zu trinken. Ich gebe ihm Wasser aus der Quelle des Lebens.“
(Offb 21,1-6)

 

Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther:

Brüder und Schwestern! Wie der Leib eine Einheit ist, doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obgleich es viele sind, einen einzigen Leib bilden: So ist es auch mit Christus. Durch den einen Geist wurden wir in der Taufe alle in einen einzigen Leib aufgenommen, Juden und Griechen, Sklaven und Freie; und alle wurden wir mit dem einen Geist getränkt.
(1 Kor 12,12-13)

Fürbitten

Vorschläge zur eigenen Gestaltung

aus: Frank Maibaum, Das Taufbuch, J.F. Steinkopf Verlag, 5.Auflage 2013

http://taufe-texte.de/Fuerbitten_Taufe.htm

 

Fürbitten sind, wie der Name sagt, Bitten für Menschen, die uns besonders am Herzen liegen. Die Fürbitten bei der Tauffeier stellen in erster Linie das Kind in den Mittelpunkt. Von hier zieht man Kreise: Wir beten für die Eltern, Geschwister, Großeltern, für die Stadt und das Land.

Stellen Sie aus der folgenden Sammlung Ihr Fürbittengebet zur Taufe zusammen. Wählen Sie aus oder lassen Sie sich dadurch zu eigenen Formulierungen anregen.

Umrahmt werden die ausgesuchten Bitten mit einer Anrede wie z. B. Großer Gott, Herr im Himmel, allmächtiger Gott, Vater im Himmel und dem „Amen“ als Abschluss.

 

Wir bitten dich, liebender Gott, für dieses Kind,

  • dass es deine Liebe stets spürt,
  • dass es viel Liebe durch die Menschen empfängt,
  • dass es auch in schweren Zeiten immer wieder Hoffnung findet,
  • dass immer Menschen an seiner Seite sind,
  • dass es niemals sagen muss, keiner ist da, der mich versteht,
  • dass es nie Angst haben muss, von allen lieben Menschen verlassen zu werden,
  • dass stets Menschen da sind, die zuhören können,
  • dass Menschen da sind, die seinen Glauben stärken,
  • dass es offen ist für deine frohe Botschaft und darin Hilfe für sein Leben findet,
  • dass es deinen Segen spürt und ein Segen für andere Menschen sein kann.


Wir bitten dich, sanfter Gott, für die Eltern und Paten,

  • dass sie sich der Verantwortung für ihr Kind stets bewusst bleiben,
  • dass sie immer wieder Kraft finden, ihr Kind auf seinen Wegen zu begleiten,
  • dass sie ihm im Glauben und Leben ein gutes Vorbild sind,
  • dass sie ihm so viel Halt geben wie nötig und soviel Ermutigung wie möglich,
  • dass sie ihm nötige Grenzen aufzeigen und genug Freiheit ermöglichen,
  • dass sie stets genug Kraft, Mut und Phantasie für eine gute Erziehung finden,
  • dass sie Rat und Ermutigung durch deine Liebe finden,
  • dass sie sich bei schwierigen Entscheidungen durch deine frohe Botschaft ermutigen lassen,
  • dass ihr Verhältnis zueinander geprägt ist von deinem Geist der Liebe.


Wir bitten dich, sanfter Gott, für uns alle,

  • lass uns der Verantwortung bewusst sein, die wir für diese Welt haben,
  • lass uns den Kindern eine Welt übergeben, in der sie gut und gerne leben mögen,
  • lass uns Mut, Kraft und Phantasie für ein christliches Miteinander aus deinem Segen schöpfen,
  • dass wir Kindern deine Botschaft glaubwürdig vorleben,
  • dass wir uns einsetzen für Mitmenschlichkeit und aufschreien gegen Ungerechtigkeit,
  • hilf uns, überflüssige Grenzen niederzureißen, ohne Chaos entstehen zu lassen,
  • zeige uns, wie man nötige Grenzen aufzeigt, ohne andere Menschen zu entmutigen.


Wir sind mit unseren guten Gedanken bei Menschen,

  • die ein bedrückendes Schicksal zu tragen haben,
  • die allein gelassen sind mit ihren Sorgen und Nöten,
  • die einsam, heimatlos, obdachlos, mutlos sind,
  • die in Kriegsgebieten leben,
  • die schwere Krankheiten durchleben,
  • die Opfer von Gewalt, Katastrophen, Hass und Terror geworden sind,
  • die keine Hoffnung haben und der Zukunft nicht vertrauen,
  • die dich, Gott, aus den Augen verlieren,
  • die erfüllt sind von Trauer und Traurigkeit.


Überlegen Sie zudem, ob Ihnen bestimmte Anliegen für die Fürbitten zur Taufe besonders wichtig sind! Gibt es in der Familie Menschen, die Ihr Gebet besonders brauchen? Ist z. B. jemand fern der Heimat, krank, traurig oder in Trauer?

Die Fürbitten können von mehreren Personen im Wechsel gelesen werden. Taufeltern und Paten können sich beteiligen, wie auch Geschwister, Großeltern, andere Familienangehörige. 

Weitere Texte

Direkt vor der Taufe kann ein Pate lesen:
(Frank Maibaum)

Getauft wirst du nun, Menschenkind, getaucht in das Wasser, das Gott uns schenkt, in das frische Nass, das dich lebendig macht, das dich am Leben erhält, das dich durchzieht, das dich keimen lässt wie den Baum am frischen Wasser. Getauft wirst du nun, damit deine Wurzeln dich halten.

Getauft wirst du nun, Menschenkind übergossen mit dem Geist, den Gott dir schenkt, gesegnet mit dem kräftigen Hauch des Lebens, der dich in die Lüfte hebt, der dich lockt, wenn du dich nicht traust, der dich anstößt, wenn Angst dich lähmt, der dich trägt, wenn du müde wirst.  Getauft wirst du nun, Menschenkind, damit deine Flügel dich tragen wie den Vogel im Wind.

 

Das Taufgebet
(Huub Oosterhuis)

Herr, unser Gott, unser Vater,
du hast uns deinen Sohn Jesus Christus
als den guten Hirten gegeben,
der uns alle bei unserem Namen kennt.

Wir danken dir
für deine Gnade und deine Treue,
für das neue Leben, das du geschaffen hast,
für dieses Menschenkind,
das in unserer Mitte geboren wurde,
und das du uns anvertraut hast.

Du hast ihm Ohren gegeben, um zu hören
und Augen, um zu sehen;
segne auch den Mund dieses Kindes,
dass es lernen darf zu lachen
und die Sprache der Menschen zu sprechen;
segne die Hände und Füsse,
und es möge leibhaftig erfahren,
dass alles gut ist, was du gemacht hast.

Wir bitten dich für dieses Kind
um Sicherheit und Schutz
in dieser harten Welt.
Halte fern von ihm
alles, was böse und unmenschlich ist.

Vielmehr möge es geborgen sein
bei seinen Eltern;
und gib, dass wir, die wir erwachsen sind,
diesem Kind kein Ärgernis geben,
sondern es hineinführen in die Wahrheit
durch Jesus Christus, unsern Herrn.

Amen

 

Gebet der Eltern
(Franz Haidinger)

Du, den wir die Kraft des Lebens nennen,
bist helfend und bewahrend bei uns gewesen,
als unser Kind geboren wurde.

Du, den wir den Schutz des Lebens nennen,
sei bergend und behütend bei uns,
wenn es nun aufwächst und groß wird.

Du, den wir das Ziel des Lebens nennen,
zeige uns und unserem Kind den Weg,
der zum Glauben an dich führt.

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