Tuesday 18. June 2019

Interview mit Josef Ratzberger

Aus dem Pfarrblatt 3/ 2019

"Für mich ist es selbstverständlich, dass man sich gegenseitig hilft, sonst wäre das Leben im Ort doch für keinen wirklich lebenswert."

Wenn’s in der Kirche ein Problem mit der Elektrik gibt oder es woanders anzupacken gilt, heißt es schnell: „Fragen wir den Pepi.“ Wie bist du zu unserem „praktischen Problemlöser“ geworden?

Das hat mit Altpfarrer Pachinger angefangen. Zuerst waren es kleinere Reparaturen im Kindergarten, aber bald kam auch die Kirche dazu. Mir macht das nichts aus, ich melde mich eh, wenn’s zu viel wird. Für mich ist es selbstverständlich, dass man sich gegenseitig hilft, sonst wäre das Leben im Ort doch für keinen wirklich lebenswert. Wenn jeder heimlich im Kopf mitrechnen würde: „Was habe ich dort und da an Zeit investiert? Was kriege ich dafür zurück?“ Das wäre doch furchtbar! Außerdem habe ich eine ganze Reihe „stiller Helfer“, die schnell und unkompliziert zur Stelle sind, wenn es nötig ist. Jeder trägt im Rahmen seiner Fähigkeiten und Möglichkeiten etwas bei, das hat sich bewährt.

 

War das Zusammenhelfen für dich schon immer selbstverständlich?

Mein Großvater war ein sehr gläubiger Mensch, mit dem bin ich als Kind praktisch jeden Tag in die Kirche gekommen. Da liegt es nahe, dass man auch bei den Ministranten und der katholischen Jugend dabei ist. Mein Vater hat uns Kinder zudem mitgenommen, wenn er irgendwo beim Hausbauen oder Holzarbeiten geholfen hat. Und so hängt dann irgendwann alles zusammen: Familie, Freunde, Mitgliedschaft in der Kirche, bei der Freiwilligen Feuerwehr, bei der Volkstanzgruppe … Man kennt sich, man trifft sich, man unterstützt sich.

 

Und das gibst du jetzt an die nächste Generation weiter?

Klar, bei uns in der Familie hat Zusammenhalt eine hohe Wertigkeit. Und es macht einfach Spaß, mit den Jungen etwas zu machen. Im Rahmen der Firmvorbereitung heuer haben sich fünf Burschen gemeldet, die mich bei den anfallenden Arbeiten rund um die Kirche unterstützen wollten. Die hatten eine Riesengaudi, den Fahnenmast vor dem Pfarrbüro aufzustellen, auch wenn es keine leichte Arbeit war. Beim Entrümpeln des Dachbodens über der Sakristei haben sie auch geholfen und danach ausgesehen wie eingestaubt. Ich finde es super, dass sich die Jungen so für die Pfarre engagieren!

 

Gespräch mit Magdalena Welsch

Namenstage
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