Sunday 28. November 2021
Pfarre Wilhering

Pfarrer P. Johannes zum 33. Sonntag im Jahreskreis

14. Nov. 2021

Liebe Mitchristen!

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 Bibeltexte 141121

 

 

 

Wir hören am vorletzten Sonntag des Kirchenjahres einen Ausschnitt aus der Rede Jesu über das Ende der Welt. Nun geht der Naturwissenschaftler zwar davon aus, dass der Kosmos ein Ablaufdatum hat, das noch in weiter Ferne liegt, aber sogar die Sonne und alle Sterne werden einst erkalten und ein finsteres, totes All wie Asche einer langen Episode des Lebens wird zurückbleiben. Als Theologe darf man aber davon ausgehen, dass die Botschaft Jesu etwas ganz anderes anspricht.

 

 

  1. Die Sonne wird sich verfinstern,….. die Sterne werden vom Himmel fallen.

Die gesamte Endzeitrede Jesu (Mk 13) wird wohl von Markus angesichts der politischen Situation seiner Zeit gedeutet worden sein. Im Jahr 70 haben die Römer nicht nur Jerusalem zerstört, sondern am ganzen Land Israel ihre ganze grausame Macht gezeigt. Der Heerführer und spätere Kaiser Titus hat furchtbare Rache für die Auflehnung der Juden gegen die römische Besatzungsmacht geübt. Ihm zu Ehren ist dafür in Rom ein Triumphbogen errichtet worden.

Man darf Jesus so verstehen, dass er die Lächerlichkeit aller irdischen Macht anspricht. Alle die Sonnenkönige werden vom Thron gestürzt, (Cäsar, Napoleon, Hitler und zahllose andere Diktatoren, die geradezu göttliche Macht beanspruchten), die Sterne – Superstars – werden ihres Glanzes beraubt werden, sie werden vergessen werden, werden „vom Himmel fallen“.

  1. Dann wird man den Menschensohn mit großer Macht und Herrlichkeit auf den Wolken kommen sehen.

Es gibt nur eine Macht, die unzerstörbar ist. Diese ist unauffällig und zeigt sich gerade in ihrer Niedrigkeit. Es ist die göttliche Macht der Liebe. Sie zeigt sich in der Geburt des Kindes im Stall von Bethlehem, in der Heilung der Kranken, in der Vergebung der Sünden und schließlich im Tod Jesu am Kreuz. Dieses Geheimnis werden wir am Christkönigssonntag besonders feiern. Alle angemaßte irdische Macht wird untergehen, sie entspricht nicht dem Menschen in seiner Würde und kann keinen Bestand haben. Sie steht selbst unter der Macht des Todes, ist todbringend und hat selber ein Ablaufdatum. Die Liebe allein bleibt in Ewigkeit. Der Tod hat über die Liebe keine Macht.

  1. Elisabeth, Botin der Liebe

Der 33. Sonntag im Jahreskreis ist heuer auch der Elisabethsonntag. Elisabeth war eine ungarische Königstochter, die bereits mit vier Jahren nach Thüringen kam und mit dem ältesten Landgrafensohn verlobt wurde. Als dieser früh starb, wurde der jüngere, Ludwig, 1218 Landgraf von Thüringen. Er heiratete 1221 die damals 14 Jahre (!) zählende Elisabeth, die drei Kindern das Leben schenkte. Sie lernte bald die franziskanische Spiritualität kennen und wurde sensibel für die Not der Armen und Kranken, denen sie großzügig auch mit persönlichem Einsatz beistand. Ihr Ehemann Ludwig unterstützte sie in ihrem Einsatz, die restliche Familie aber war mehr als skeptisch, ja, man versuchte sie mit allen Mitteln daran zu hindern. Aus dieser Zeit gibt es mehrere Legenden, zum Beispiel das Rosenwunder.

Als ihr Mann starb, war sie erst 19 Jahre alt. Die Verwandtschaft versuchte, Elisabeth zu enterben. Schließlich musste ihr das Witwengut doch herausgegeben werden. 1229 errichtete sie aus diesen Mitteln in Marburg ein Spital und arbeitete dort als Pflegerin bis zu ihrem Tod 1231. Sie wurde 24 Jahre alt! Elisabeth ist eine der ganz großen Heiligen der Nächstenliebe. Die Liebe ist die einzige Macht, die unsterblich ist.

 

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