Dienstag 12. Dezember 2017
Pfarre Wilhering

Frauen auf Wallfahrt

 

 

„Wir ziehen zur Mutter der Gnade“ -  Frauen auf Wallfahrt
Anfang Juni „zogen“ wir zwar nicht auf „Schusters Rappen“ , sondern bedienten uns vieler Pferdestärken, um in das schöne obere Mühlviertel zu gelangen. Eine große Gruppe Frauen bestieg voll Vorfreude und gut gelaunt den Bus von Tom Reisen und machte sich mit Pater Gottfried als geistlichen Begleiter auf den Weg zur Wallfahrtskirche „Maria Trost“ am Berg bei Rohrbach.

Nach flotter Fahrt und, auf den Tag eingestimmt mit gemeinsam gesungenen Marienliedern, erreichten wir unser Ziel. Dass es in dieser Gegend ziemlich hügelig ist, mussten wir gleich beim letzten Anstieg zur Kirche erfahren. Zu steil und zu schmal für unseren großen Bus, blieb uns nichts Anderes übrig, als zu Fuß und ziemlich „schnaufend“ die Anhöhe zu erklimmen. Beim Eintritt in das Gotteshaus berührte uns die wunderbare Darstellung der frühbarocken Madonna mit dem Jesuskind- beide in „pfingstlichem Rot“ gewandet.  

Mit Pater Gottfried feierten wir die Hl. Messe. Wir hörten Gedanken über Maria als Mutter, Schwester und Weggefährtin; als Vorbild und Rückhalt für jede Lebenssituation, als Licht und Hoffnung auf unseren Lebenswegen. Unseren Gesang begleitete Margarethe auf der „Breinbauer- Orgel“. In dieser Stunde des gemeinsamen Betens und Feierns entstand eine ganz eigene Atmosphäre, die allen zu Herzen ging. Die anerkennenden und lobenden Worte freuten uns wirklich sehr.
Nach dem Gottesdienst hielt uns der Mesner eine kurze Kirchenführung. Ihre Entstehung verdankt die Wallfahrtskirche einem Gelübde des Grafen Theodorich von Rödern, der gegen Ende des 30jährigen Krieges gelobte, auf dem Berggipfel eine Kirche zu errichten, wenn Rohrbach von den Raubzügen der Schweden verschont bleibe. Als die Feinde sich näherten, kam dichter Nebel auf und sie zogen der großen Mühl entlang an Rohrbach vorbei. Darin erblickte man die Hilfe Mariens und so wurde an Stelle der verfallenen Burg 1645/ 1655 die Maria Trost Kirche erbaut. Mitte des 16. Jh. wurde die Kirche so gründlich restauriert- fast neu gestaltet- so dass sie die heutige Form und Gestalt erhielt. Besonders beeindruckt das Maria- Trost- Gnadenbild. Dies ist eine 1,7 Meter hohe frühbarocke Madonna mit Jesuskind. Die kostbaren Gewänder der Madonna werden je nach kirchlichen Festtagen gewechselt. Der Strahlenkranz um die Madonna hat einen Durchmesser von 1,8 Metern. Das Gnadenbild wurde vom Bildhauer J. Worath geschaffen, der auch für das Stift Schlägl Werke schuf. Verschiedene Märtyrer- und Heiligenfiguren an den Seitenaltären und das barocke Deckenfresco, welches „Maria Himmelfahrt“ darstellt, schmücken ebenfalls den Kirchenraum. Auch die Legende von der Teufelskapelle, auf deren Stufen es seltsame Fußabrücke- einen Menschenfuß und einen Bockfuß- gibt, wurde uns erzählt.


Nachdem wir die Kameras zum Gruppenfoto gezückt hatten, wanderten wir eine kurze Strecke durch Wald und Wiesen - mit weitem Rundblick- zur „Mosthütte“, um uns bei Speis und Trank zu stärken.
Dann ging es weiter nach Haslach zur Ölmühle der Familie Koblmiller. Seit über 200 Jahren ist der Müllerbetrieb schon im Besitz dieser Familie und seit mehr als 600 Jahren wird hier Leinöl erzeugt.                                Frau Mayrhofer führte unsere Gruppe durch die Museumsmühle und erklärte dabei sehr eloquent die Funktion der alten Gerätschaften und den Vorgang des Ölpressens. Viel Erfahrung, weiches Wasser und feinste Saaten sind Voraussetzung für beste Qualität. Zur Erzeugung des warmgepressten Öls kommt ein Verfahren zur Anwendung, das über viele Generationen überliefert wurde. Dabei wird der Leinsamen zunächst zu einem Mehl gemahlen und mit Wasser vermengt.

                               Dann wird die Masse schonend geröstet, bevor das Öl aus der hydraulischen Presse gewonnen und in Flaschen abgefüllt werden kann. Leinöl- das flüssige Gold aus dem Mühlviertel- ist ein hochwertiges Speiseöl, welches überaus positiv auf den Körper wirkt. Bei einer Ölverkostung kamen wir auch in den Genuss anderer Öle (z.B. Mohn, Sesam, Hanf), die ebenfalls produziert werden. Mit einer kurzen Filmvorführung und einem Einkauf im Mühlenladen fand der informative Mühlenrundgang seinen Abschluss.
Durch die wunderbare mühlviertler Landschaft ging es zu unserem letzten Programmpunkt: Zur Konditorei Kastner nach Bad Leonfelden. Im Lebzelter-Café wurde unsere Sehnsucht nach der duftenden „braunen Brühe“ gestillt und dazu gab es feine Konditor Mehlspeisen. Alle Naschkatzen deckten sich noch mit köstlichen Lebkuchenvariationen für daheim ein, ehe wir mit vielen schönen Erinnerungen an diesen Wallfahrts-Tag, die Heimfahrt antraten.
Für das kfb- Team
Angelika Mühlbacher

 

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KonsR Mag. P.  Johannes Mülleder
KonsR Mag. P. Johannes Mülleder
Pfarrer
 Gertrude Schachner
Gertrude Schachner
Pfarrsekretärin
 Günther Erbl
Günther Erbl
1. Pfarrgemeinderatsobmann

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