Tuesday 20. October 2020
Pfarre Wilhering

Im Gedenken an Kurt Azesberger

Pfarrkirchenchor Wilhering        Im Gedenken an Kurt Azesberger

 

 

 

„In Gedanken bin ih bei dir, ah wann du soweit fort bist von mir, mei Herzle tuat wanan, ih kann nichts dafir, in Gedanken bin ih bei dir.“ (Kärntner Volkslied)

 

Tief betroffen sind wir vom plötzlichen Ableben Kurt Azesbergers, dem Ehegatten unserer lieben Chorleiterin Gabi. Sein viel zu früher Tod macht uns fassungslos und sehr traurig. Nicht nur als Stiftskapellmeister hinterlässt er eine große Lücke, sondern auch als Freund und wertvolles Mitglied unseres Pfarrkirchenchores werden wir ihn schmerzlich vermissen.

Bei vielen Aufführungen verstärkte Kurt die Tenorriege mit seiner unverwechselbar strahlenden Stimme. Es war ein außerordentlicher Glücksfall, dass durch unsere Chorleiterin auch dieser profunde, weithin bekannte und hoch geschätzte Sänger, zu unserer Chorgemeinschaft stieß und diese in jeder Hinsicht bereicherte. Trotz seiner internationalen Engagements blieb Kurt immer geerdet, der „Schober“ von Arnreit eben. Er fühlte sich in unserem Kreis wohl, vielleicht auch deshalb, weil er die Wilheringer- Mühlviertler- Kärntner – Mixtur aus Zielstrebigkeit, Gemütlichkeit und Humor schätzte und mochte.

 

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Was wir in lieber Erinnerung behalten werden:

Bei Proben, vor Gottesdiensten am frühen Morgen, versuchte Kurt uns Sängerinnen und Sänger mit seiner überaus textdeutlichen Aussprache zu animieren, es ihm gleich zu tun. Wenn er meinte, er könne gesanglich, interpretatorisch und sprechtechnisch noch mehr aus uns „herauskitzeln “, führte dies zu heiteren, manchmal auch sehr lebhaften „familiären Geplänkeln“- mit gewissem „Show- Charakter“- mit seiner chorleitenden Gabi. Aber ein im Sternbild „Widder Geborener“, wie Kurt, hatte eben eine feste Vorstellung und keine Zweifel daran, dass unsere Sängerschar durchaus – auch in letzter Minute- noch „lernfähig“ ist. Auch erschloss es sich ihm nie, wieso der Chor selbst Sessel benötigt, wenn dieser ein Adventkonzert aufführt; wir konnten ihn, auch mit den besten Argumenten, von unserer Sichtweise nie wirklich überzeugen.

Gerne denken wir auch an die großzügigen Choreinladungen in Familie Azesbergers idyllischen Garten „am Hagen“ zurück, bei der Kurt seine feinen Qualitäten als Mundschenk offenbarte und Interessierte in seinen einzigartigen, bestens bestückten Weinkeller „entführte“. Gelebte Gastfreundschaft waren diese Abende bei Gabi und Kurt. Und für den „harten Kern“ der „Chortruppe“ endeten diese Einladungen meist auf der Terrasse unterm Sternenhimmel mit mehreren „Reise-Achterln“ und hingebungsvoll gesungenen Volks- und Kärntnerliedern. Nicht nur die „Hochkultur“ schlug in Kurts Brust, auch an dem Bodenständigen, wenn es vom Herzen kam, hatte er seine Freude.

Viele Wilheringer und Gäste haben Kurt Azesberger in unserer Stiftskirche bei Hochämtern als Tenorsolist in unzähligen Messen gehört. Ganz besonders wird uns Kurts ausdrucksstarker und doch stets gefühlvoller Gesang in Erinnerung bleiben. Vor allem seine ergreifenden und zu Herzen gehenden Interpretationen der Gesänge in der Karwoche und in der Osternacht werden uns sehr fehlen. Das „Lumen Christi“ und das „Exsultet“, das feierliche Osterlob, sang Kurt mit Stolz und besonderer Hingabe. Es blieb für ihn immer eine Ehre und erfüllte ihn mit Freude, dies tun zu dürfen, zum Lobpreis Gottes.

Trotz aller Traurigkeit sind wir froh, Kurt als Mentor unseres Pfarrkirchenchores in unserer Mitte gehabt zu haben. Wenn wir wieder mit Gabi singen, wird auch Kurt immer mit und bei uns sein…. und wer weiß, vielleicht musiziert er schon mit Balduin in himmlischen Gefilden.

Deine nach Höhe strebenden Soprane, die pflegeleichten Alte, deine heldenhaften Tenöre und die allzeit bereiten Bässe sagen DANKE und Pfiat di, lieber Kurt!  Des wird a Freid, waunn wir uns wiederseg´n!

 

                                                                                                                        

Diejenigen, die uns verlassen haben, gehören zu den Unsichtbaren, nicht zu den Abwesenden.  (Johannes XXIII.)

Unser tiefes Mitgefühl gilt Gabi, Stephanie mit Martin, und Matthias.

 

                                                 Für den Pfarrkirchenchor Angelika Mühlbacher

                                                          

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KonsR Mag. P. Johannes Mülleder
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Gertrude Schachner
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 Günther Erbl
Günther Erbl
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 Angelika Mühlbacher
Angelika Mühlbacher
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