Friday 23. April 2021
Pfarre Wilhering

Pfarrer P. Johannes zum Osterlicht

Liebe österliche Gemeinschaft!

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In Christus geht das Osterlicht auf, ein Licht, das diese irdische Welt eigentlich nicht kennt, nach dem sich aber jeder Mensch im tiefsten sehnt. Die täuschenden, gleißenden Irrlichter, die von der Werbung entzündet werden, die in der politischen Propaganda versprochen werden oder auch in menschlichen Höchstleistungen vorgespiegelt werden, vermögen das Dunkel der Welt nicht zu erhellen. Ein neues Licht erstrahlt im Auferstandenen, das unauslöschbar bleibt und neben dem alles andere verblasst.

    

Licht der liebenden Zuwendung:

 

Kinder haben oft Angst vor dem Dunkel. Wenn sie aber die Stimme der Mama oder des Papa hören, der ihnen die Sicherheit liebender Zuwendung gibt, verschwindet die Angst. Auch das Wort eines guten Freundes lässt das Bedrückende, Ängstigende, Deprimierende gleich viel harmloser erscheinen. Der Auferstandene aber verwandelt das Leben der verzweifelten Maria von Magdala allein schon durch die Anrede „Maria“, er erlaubt dem ungläubigen Thomas eine Berührung, die ihn verwandelt, er bricht den bedrückten Emmausjüngern das Brot, er lädt die Fischer am See von Tiberias zum Mahl ein, und er sichert den Aposteln auf dem Berg in Galiläa zu: „Seid gewiss, ich bin bei euch bis zum Ende der Welt.“

 

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Osterlicht, anders als die irdischen Lichter:

 

Dieses Licht kann auch erschrecken. Mit dem österlichen Geheimnis kann niemand vertraut sein. Wenn Jesus Tote erweckt, ist das äußerst überraschend, aber die Tochter des Jairus, der Jüngling von Nain und auch der Freund Jesu in Bethanien werden später trotzdem sterben müssen. Deshalb können die Hohepriester auch beschließen, den auferweckten Lazarus zu töten, damit das Gerede von der Auferweckung ein Ende hat (Joh 12,10). Die Herrlichkeit des Auferstandenen ist anders. In ihm hat der Tod seine Macht verloren. Jesus zerbröselt damit aber auch alle irdischen Kalkulationen von Macht, Gewinn und Triumph! Es darf nicht verwundern, wenn gemäß Markusevangelium die Frauen zunächst vom Grab Jesu in Panik fliehen (Mk 16,8), oder die Apostel die Rede von der Auferstehung für Geschwätz halten (Lk 24,11) und dieses Gerede die Emmausjünger nur noch trauriger macht (Lk 24,23). Schließlich werden sie im Licht des Heiligen Geistes fähig werden, zu begreifen, was das alles bedeutet, und wie sehr die Welt dadurch verwandelt wird und mit österlichen Augen gesehen werden muss.

 

Das Osterlicht ist ein Angebot!

 

Das Osterlicht wird nie mehr verlöschen. Der Tag, der keinen Abend kennt, ist schon angebrochen. Diesem Licht kann man aber auch ausweichen. Man kann es für sich abdämpfen. Man kann dafür blind sein. Es ist trotzdem da.

 

 

Es leuchtet, indem man es weitergibt und indem man es von anderen annimmt. Das wird auch in der Osternacht dargestellt, wenn sich das Licht der Osterkerze in der Runde verteilt und das Lichtermeer in der Kirche für uns heller leuchtet, als wenn alle elektrischen Lichter eingeschaltet sind. Das Osterlicht muss weitergegeben werden.

 

 

Das passiert dann, wenn man sich versöhnt, wenn man Zuwendung und Trost schenkt, wenn man den Versuchungen der Welt so wie Jesus standhält und sich nicht vom Streben nach Macht, Geld, Einfluss und Ruhm die Menschlichkeit rauben lässt. Jesus lebt, mit ihm auch ich. Dieses Leben kann durch nichts in dieser Welt ersetzt werden, braucht aber die irdischen Mittel, um beim Mitmenschen anzukommen. Wir können mitten am Tag ein Fest der Auferstehung feiern, nicht nur in der Kirche! Ein freundlicher Blick, ein liebevolles Wort, eine herzliche Geste können die Umgebung verwandeln und in österliches Licht tauchen. Kann es denn einen Menschen geben, der dafür nicht empfänglich wäre?

 

Bitte lesen Sie auch die Gedanken von P. Johannes allgemein zu den Osterfesttagen!

 

Der Text wird auch im PDF-Format angeboten, mit der Bitte, ihn auszudrucken und an die Nächsten und Näheren weiterzugeben, die kein Internet haben.

 

 

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KonsR Mag. P. Johannes Mülleder
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