Wednesday 1. April 2020

Gedanken zum Evangelium

Tag für Tag - Mittwoch, 25. März

'Herr zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.' (Joh 6,68)

 

 

 

Gedanken zum Tagesevangelium:

 

'Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.'

 

Maria, Mutmacherin und Wegweiserin in der Angst.

 

Maria, einem jungen unscheinbaren Mädchen, geschieht Unglaubliches: Ein Engel tritt in ihre gewohnte Umgebung und redet von einer Zukunft, die ganz anders aussieht, als wie sie sich diese bis jetzt vielleicht erträumt hat. Die Reaktion von Maria ist ganz verständlich: Sie erschrickt.

 

Leben ist oft Erschrecken. Wenn jemand unheilbar erkrankt oder unerwartet einen geliebten Menschen verliert. Zurzeit macht dieser Schrecken vor niemanden Halt. Die gesamte Welt ist in einem Ausnahmezustand und das Aufkommen von Angst ist berechtigt.

 

Wie geht Maria mit diesem Erschrecken, mit dieser aufkommenden Angst um? Maria verfiel nicht in Schockstarre und Panik. Sie stellt Fragen: 'Wie soll das geschehen?' Maria versteht es mit dieser Situation umzugehen. Angst behindert das Leben, ist lebensfeindlich und wenn sie nicht erkannt und gebannt wird kann, kann sich nichts verändern. Der Weg zum Leben kann nicht bei der Angst stehen bleiben, geht auch nicht an der Angst vorbei, sondern mitten durch sie hindurch, bis wir wieder Halt finden und mentale Stärkung bekommen.

 

Auch Maria durchläuft diesen psychischen Prozess - nach Angst, Erschrecken und Widerstand sagt sie ihr 'Ja' und nimmt darauf ihr Leben mutig in die Hand, ohne dass sie wusste, welche Herausforderungen sie durch dieses 'Ja' noch durchzustehen hatte.

 

Diese biblische Erzählung kann eine große Ermutigung für uns und für unsere momentane Situation sein, weil darin die Angst überwunden und die Zusage deutlich wird, die für alle gilt: 'Fürchte dich nicht. Du hast Gnade gefunden bei Gott.' Es ist eine Aufforderung an uns nicht in Angst und Schrecken zu erstarren, sondern sich zu öffnen für neue Wege. Maria mag uns dafür Mutmacherin und Wegweiserin sein.

 


Tagesevangelium vom 25. März 2020:


'In jener Zeit wurde der Engel Gábriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazaret zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt,der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über diese Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn wirst du gebären; dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Heiliger Geist wird über dich kommen und Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Siehe, auch Elisabet, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar gilt, ist sie schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.' (Lk 1, 26 - 38)

 

Text:  Katharina Mayr-Jetzinger / Bild: Pixabay

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