Wednesday 25. November 2020

Restaurierungsarbeiten

in der zweiten Etappe

 

Die Restaurierungsarbeiten an den Seitenaltären und der Orgel schreiten zügig voran. Unglaublich, welch frische Farben unter der 140-jährigen Schmutzschicht zum Vorschein kommen. Manche Besucher denken, dass die Kunstwerke neu gefasst wurden, dabei sind sie nur fachgerecht gereinigt.

 

 

Die Sanierungsarbeiten an der Welser Stadtpfarrkirche gehen in die nächste Runde. Nachdem im Vorjahr der Kirchturm erneuert wurde, sind heuer die Innenarbeiten an der Reihe. Seit Februar werkt das Team des Wolfsegger Restaurators Wolfgang Hebenstreit im Auftrag der Stadtpfarre. 'Unsere erste Arbeit war, den heiligen Antonius von den Holzwürmern zu befreien', schildert Hebenstreit. In der Corona-Krise kümmerte sich der Restaurator um die Figuren der drei Seitenaltäre. Diese wurden noch vor dem Lockdown abmontiert und nach Wolfsegg transportiert, um sie in der Werkstatt von Ungeziefer und Schmutz zu befreien. 'Den Wurmbefall bekommt man in den Griff. Unsere Hauptaufgabe liegt darin, Verunreinigungen und nachträglich aufgetragene Farbschichten zu beseitigen.'

 

 

 

Restaurierungsbedarf hat auch die Kanzel. Das kirchliche Inventar stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts: 'Damals setzte eine besondere Wertschätzung für die gotischen Kirchenfenster ein', erklärt Hebenstreit. Diese sind auf rund 1450 datiert. Der barocke Hauptaltar, der den Blick auf das einmalige Kunstwerk verstellte, wurde zerschlagen und verbrannt. Die Einrichtung bekam neugotischen Charakter. Die Verunreinigungen stammen vom Weihrauch und dem bis zu 170 Jahre alten Ruß brennender Kerzen.

 

 

Eine umfassende Restauration erfährt auch die Orgel: 'Sie wird auseinandergenommen und von Grund auf gereinigt', sagt Pfarrer Niko Tomic. Auch die Fassung des 1958 eingeweihten Kircheninstruments mit 3158 Orgelpfeifen bedurfte einer Reinigung. Den Hochaltar, wie die Seitenaltäre neugotischen Ursprungs, hat Hebenstreit bereits 2012 wieder in Form gebracht. Er wurde 1856 errichtet und stammt aus der frühen Neugotik. Der Tiroler Bildhauer Michael Stolz hat ihn entworfen und gebaut. Die Heiligenfiguren gehen auf seinen Landsmann Engelbert Westreicher zurück.

 

 

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Text: OÖNachrichten, Niko Tomic / Fotos: Stadtpfarre, Dijana Rajic, OÖNachrichten

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