Thursday 26. November 2020
Pfarre Wels-St. Stephan

Christkönigssonntag 2020

 

Liebe Schwestern und Brüder!

 

Dieser Sonntag ist der letzte Sonntag im Kirchenjahr. Es geht etwas zu Ende. Das wäre ein guter Zeitpunkt für einen Rückblick. Was unseren Rückblick prägt oder auch überschattet ist die Coronapandemie. Damit verbunden müssen wir von vielen Ereignissen, Festen und angesagten Events sagen: wurde abgesagt, hat nicht stattgefunden, konnte nur sehr eingeschränkt gefeiert werden u.s.w.

 Es würde sich auch lohnen aufzuzeigen, was trotzdem alles möglich war, was wir, durch Corona geprägt, anders organisiert haben als geplant, was wir nun erlebt haben, das sonst so nicht gewesen wäre. Nicht nur Ausfälle prägen diesen Rückblick, sondern auch viele neue und kreative Einfälle.

Eine Zeitenwende ist aber immer auch Anlass, den Blick nach vorne zu richten, Pläne zu schmieden, Neues zu wagen. Mir ist schon bewusst, dass dies zur Zeit nur sehr eingeschränkt möglich ist. Was ich heute plane, kann ich vielleicht morgen schon nicht mehr in die Tat umsetzen. Nicht mehr zu planen, nicht mehr vorauszuschauen, keine Perspektiven mehr zu haben, würde das nicht bedeuten, dass ich resigniert habe? Der Aufbruch in ein neues Kirchenjahr bietet die Chance, ja fordert gerade dazu heraus, den Kopf nicht hängen zu lassen, die Chance zu nützen und Neues zu wagen. Diese Herausforderung anzunehmen braucht Mut. Mut bedeutet doch: darauf zu vertrauen, dass sich auch im Ungewissen neue Wege zeigen.

Das neue Kirchenjahr beginnt mit der Adventszeit, einer Zeit, die eher zur Besinnung und Besonnenheit einlädt. Einer Zeit, die oft geprägt ist vom Gebet, von der Suche nach einem tieferen Sinn, von der Sehnsucht nach innerer Erfüllung und Zufriedenheit. Es geht also nicht darum überstürzt loszurennen, Hals über Kopf in ein neues Abenteuer hinein. Aber es geht darum, im Vertrauen auf den, dessen Segen wir immer wieder erbitten, mutig weiterzugehen. Wir dürfen Gott unsere Wege anvertrauen So wie es im Buch Tobit heißt: „Zu jeder Zeit preise Gott und bitte ihn, dass deine Wege gerade seien und deine Pfade zum Erfolg führen!“ (Tob 4,19) oder in vertrauterer Version aus der alten Übersetzung: „bitte ihn, dass dein Weg geradeaus führt und dass alles, was du tust und planst, ein gutes Ende nimmt.“

 

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