Tuesday 15. October 2019
Pfarre Vorchdorf

Eucharistie

"Das ist mein Leib. Das ist mein Blut. Das bin ich für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis."

„Eucharistie“ leitet sich vom Griechischen ab: Danksagung für die erwiesenen Heilstaten Gottes.

Unsere heutige Feier hat mehrere Wurzeln. Einerseits wurzelt sie im jüdischen Paschamahl, andererseits darin, dass Jesus in seinem öffentlichen Wirken oft mit den Menschen Mahl gehalten hat, zumal mit Zöllnern und Sündern. Höhepunkt dieses Wirkens Jesu ist das letzte Abendmahl mit den Jüngern. Jesus ordnet an, dass dieses Mahl weitergeführt werden soll, und er garantiert seine bleibende Gegenwart in den Gestalten von Brot und Wein. Die junge Kirche führt die Praxis der Gemeinschaftsmähler fort, sie erfährt, dass in dieser Gedächtnisfeier Christus gegenwärtig ist. So versammeln sich die Gläubigen der Urgemeinde jeden Sonntag zum Brotbrechen. Die Judenchristen nehmen aber zunächst auch am Gottesdienst der Synagoge teil. Nach der Vertreibung der Christen aus der Synagoge halten die Christen selbst einen Wortgottesdienst, wie er in der Synagoge am Sabbat gefeiert wird, und verbinden ihn mit dem Herrenmahl. In der Mitte des 2. Jahrhunderts begegnet uns die Eucharistiefeier, die am Morgen gehalten wird, in der der Vorsteher (Hausältester) die Texte frei spricht, wo Lieder frei improvisiert werden, und wo die Bibel als einziges liturgisches Buch diente. Auch wenn sich Manches in der Feier geändert hat, Mitte unseres Lebens als katholische Christen ist die Eucharistie, die wir bei der Erstkommunion zum ersten Mahl empfangen. In Brot und Wein ist Jesus wirklich gegenwärtig, real präsent. Es braucht eigentlich ein Leben lang, dieses Geheimnis zu verstehen.

 

Realpräsenz

 

am blühenden Baum

nicht entatmet vorüberhasten

einen Augenblick lang

stehen und staunen

 

den duftenden Kaffee

nicht gedankenlos hinunterstürzen

einen Schluck lang

schmecken und kosten

 

die Stimmen in mir

zum Schweigen bringen

um ganz Ohr zu sein

wenn du mir erzählst

 

nicht im Vergangenen verbleiben

nicht ins Künftige auswandern

ganz hin und weg sein

und darin ganz da

 

leben

in der reinen

Gegenwart

sie ist Gottes

(Andreas Knapp)

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