Freitag 28. Juli 2017

Ein sommerliches Stück Paradies

Ein sommerliches Stück Paradies

Der Sommer lädt noch mehr als die anderen Jahreszeiten zum Leben in und mit der Natur ein und lässt uns die Schönheit der Schöpfung erleben.

Ob wir wandern oder bergsteigen, an einem See oder am Meer ausspannen, im eigenen Garten die Pracht der Blumen und Bäume genießen und uns auf die ersten Früchte der fleißigen Arbeit freuen, wir erleben die Schönheit der Schöpfung. Es ist, als ob uns ein Stück vom Paradies erhalten geblieben wäre. Gläubige Menschen empfinden dabei Dankbarkeit dem Schöpfer gegenüber, sie spüren die Nähe Gottes noch mehr als sonst.

 

Gärten sind neben der Landwirtschaft der am intensivsten von Menschen gestaltete Lebensraum außerhalb der Städte. Sie dienen der Freude und der Erholung, in den meisten Gärten wachsen Obst und Gemüse. Sie drücken auch die Art und Weise aus, wie Menschen mit der Natur umgehen: In manchen Gärten kann sich die Natur noch selbst entfalten, in anderen darf nichts wachsen, was nicht von den Gartenbesitzern gewollt ist und deren Vorstellung von einer „geordneten Natur“ entspricht.

 

Gartenfreunde können heuer ganz in unserer Nähe, in Kremsmünster, in der Landesgartenschau interessante Anregungen und Zugänge zum Thema Garten finden.

Dort kann man auch die Bedeutung des Gartens in den alten Klöstern erkennen. Der Garten ist nicht nur Lieferant für Gemüse und Früchte, er stellt nicht nur Nahrungsmittel zur Verfügung, die mit Mühe und Arbeit gewonnen werden, sondern ist auch Ort der Meditation, des Gebets, auch der Erholung und oft auch der Freude an seltenen Züchtungen.

 

Natur zwischen Paradies und Sintflut

 

In der jüdisch-christlichen Bibel und auch im Islam haben Gärten eine besondere Bedeutung. Das Paradies der Schöpfungsgeschichte ist ein Garten, aus dem die Menschen als Konsequenz ihres Handelns vertrieben wurden. In den heißen Wüstengebieten, in denen die monotheistischen Religionen entstanden sind, sind Gärten ein Symbol der Sehnsucht, ein Ort der Erholung von Hitze und Staub.

So sind Gärten eine wunderbare Möglichkeit des Zugangs zur Natur, zur Schöpfung, die uns anvertraut ist.

 

Gerade im Sommer können wir die Natur aber auch von ihrer bedrohlichen Seite erleben. Unwetter, Stürme und Überflutungen, Hochwasser als Folge langer Starkregen, extreme Hitze und Dürre haben die Menschen zu allen Zeiten gefürchtet, sie haben auch für uns ihren Schrecken noch nicht verloren. Die Sintflut ist in der Bibel das Gegenteil zum Paradies.

Zur Beschäftigung mit der Natur gehört auch die Bedrohung unserer Umwelt. Der Freude an der Wäldern, Bäumen, Seen, Wiesen, Blumen und Tieren steht die fortschreitende Zerstörung der natürlichen Umwelt gegenüber, die zum globalen Problem geworden ist.

 

Ökumenische Sommerakademie im Stift Kremsmünster

 

Aus Anlass der Landesgartenschau beschäftigt sich heuer die Ökumenische Sommerakademie im Stift Kremsmünster mit dem Umgang der Menschen mit der Natur. Die Verantwortung für die Erhaltung von Natur und Umwelt ist ja ein Schwerpunkt in der ökumenischen Zusammenarbeit der christlichen Kirchen. Sowohl in Österreich als auch international engagieren sich seit langer Zeit Mitglieder und führende Persönlichkeiten der Kirchen für ökologische Fragen.

„Gärten in der Wüste - Schöpfungsethik zwischen Wunsch und Wirklichkeit“ ist der Titel der Veranstaltung, die vom 12. bis 14. Juli stattfindet. Prominente Theologinnen und Theologen, Wirtschaftswissenschafter, eine Islam- und eine Klimawissenschaftlerin beleuchten die Dramatik der Entwicklung und die spirituellen Aspekte der Umweltentwicklung zwischen Angst und Hoffnung.

Zwei Diskussionsrunden ergänzen die Vorträge. Einerseits werden Vertreterinnen und Vertreter ökologischer Projekte über ihre Erfahrungen berichten, andererseits informieren Kirchenvertreter über die Beiträge der Kirchen zur Ökologischen Umkehr.

Nähere Informationen finden sich im Internet zum Beispiel unter www.ku-linz.at, www.stift-kremsmuenster.net, www.kirchenzeitung.at.

 

Die Ökumenische Sommerakademie ist öffentlich zugängig.

Anmeldung bis 4. Juli 2016 an der Katholischen Privat-Universität Linz, Bethlehemstraße 20, 4020 Linz. Tel.: +43 (0)732 784293. E-Mail: sommerakademie@ku-linz.at .

 

 

Helmut Obermayr

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