Dienstag 19. Februar 2019

Warnung der Polizei vor dreisten Betrügern

Auf Ersuchen der Polizei möchten wir vor dreisten Betrügern warnen. In diesem Zusammenhang ersucht die Polizei auch die Bevölkerung, Angehörige oder ältere Bekannte über diese Art des Betruges in Kenntnis zu setzen.

Die Kriminalprävention des Landeskriminalamtes OÖ informiert:

 

Wie bereits mehrfach in den Medien und von der Polizei berichtet, kam es in den vergangenen Wochen vermehrt zu betrügerischen Anrufen von unbekannten Tätergruppierungen. Hierbei handelt es sich um eine Facette des bereits lange bekannten „Neffentricks“. Den potentiellen Opfern wird von einem Betrüger, der sich als Polizist ausgibt, eine Notlage vorgespielt, indem ihnen von einem angeblichen Verkehrsunfall eines nahen Angehörigen berichtet wird. Um eine Haftstrafe zu vermeiden, müsse eine hohe Kaution in bar an einen Polizisten übergeben werden.

 

Prävention

Allein in den letzten zwei Wochen wurde drei Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher Opfer dieser Betrüger. Erschwerend bei den Ermittlungen kommt hinzu, dass die Betrugshandlungen erst oft Stunden später polizeilich angezeigt werden. Da die Gesamtschadenssumme österreichweit bereits im hohen sechsstelligen Bereich liegt, wird im polizeilichen Vorgehen spezielles Augenmerk auf die Prävention gelegt. Banken und diverse öffentliche Einrichtungen wurden und werden sensibilisiert.

 

Klarstellung

Die Polizei ruft niemals bei Angehörigen an und fordert Geld, geschweige denn kommt sie zu Privatpersonen nach Hause, um Geld oder Wertgegenstände abzuholen.

In diesem Zusammenhang ersucht die Polizei auch die Bevölkerung, Angehörige oder ältere Bekannte über diese Art des Betruges in Kenntnis zu setzen und über die richtige Vorgehensweise zu informieren.

 

Tipps der Kriminalprävention:

• Brechen Sie Telefonate, bei denen von Ihnen Geldleistungen gefordert werden, sofort ab. Lassen Sie sich auf keine Diskussionen ein und machen Sie Ihrem Gegenüber entschieden klar, dass Sie auf keine der Forderungen/Angebote eingehen werden.

• Lassen Sie sich, auch von Polizisten, im Zweifelsfall immer Dienstausweise zeigen.

• Falls Verwandte ins Spiel gebracht werden, kontaktieren Sie diese, um die Echtheit eines vermeintlichen Vorfalls nachzuprüfen.

• Lassen Sie niemanden in Ihr Haus oder Ihre Wohnung, den Sie nicht kennen. Verwenden Sie zur Kontaktaufnahme die Gegensprechanlage oder verwenden Sie die Türsicherungskette oder den Sicherungsbügel.

• Falls es zu einem Betrug gekommen ist, sind alle Informationen zum Täter besonders wichtig: notieren Sie Aussehen, Kleidung, Sprache, Autokennzeichen, Autofarbe etc.

• Erstatten Sie umgehend Anzeige bei der nächsten Polizeidienststelle.

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