Dienstag 22. Januar 2019

Weihnachten

Christinnen und Christen feiern die Geburt Jesu – mitten in der Welt, mitten im Leben. Nützliche Informationen rund um das Fest haben wir zusammengestellt.

Es sind im Moment keine Gottesdienste eingetragen.

 

Viele nützliche Informationen zu Weihnachten und für die Gestaltung des Heiligen Abends finden Sie unter www.heiligabend.at

 

 

Krippe

 

Dr. Helmut Obermayr hat zu allen kirchlichen Festtagen eine kompakte Übersicht zusammengestellt. So auch für Weihnachten.

 

Weihnachten: 24. – 26. Dezember

 

Weihnachten ist das beliebteste Fest. Es erinnert an die Geburt Jesu Christi im Stall von Betlehem. Jesus Christus ist der Erlöser, in dem Gott Mensch geworden ist. Mit der Geburt Jesu beginnt für die Christen eine neue Zeit. In der Bibel heißt es, dass damit das Licht in die Welt gekommen ist.

Am 24. Dezember ist Heiliger Abend als Auftakt und Höhepunkt der Familienfeiern. Der kirchliche Weihnachtsfeiertag ist der 25. Dezember, der auch Christtag genannt wird. Der zweite Feiertag ist der Stefanitag. Er wird noch als weihnachtlicher Festtag begangen, obwohl er kirchlich dem ersten Märtyrer, dem heiligen Stefan, gewidmet ist.

Das Fest hängt zeitlich mit der Wintersonnenwende zusammen, nach der die Tage wieder länger werden. Die Kirche hat es auf diesen Termin gelegt, in dem im alten Rom ein Lichterfest gefeiert wurde. Lichterfeste sind auch aus anderen europäischen Ländern überliefert. Daher spielt im Brauchtum zu Weihnachten das Licht eine ganz wichtige Rolle.

 

Das am meisten verbreitete Symbol ist der mit bunten Kugeln, Gold- und Silberfäden und Kerzen geschmückte Christbaum. Er wird auch Weihnachtsbaum oder in nicht christlichen Familien Lichterbaum genannt. Am Heiligen Abend werden die Kerzen entzündet, die Familie versammelt sich vor dem Christbaum. In religiösen Familien wird aus der Bibel das Kapitel von der Geburt Christi vorgelesen, es werden Weihnachtslieder gesungen oder gespielt, vor allem „Stille Nacht, heilige Nacht“. Der Brauch, in den Wohnungen einen Christbaum aufzustellen, ist noch gar nicht sehr alt. Er kommt aus dem evangelischen Bereich und wurde im Lauf des 19. Jahrhunderts auch bei uns allgemein verbreitet.

Die Kinder und auch Erwachsene bekommen Geschenke, auf die sie sich schon lange freuten. Diese Geschenke bringt nach Kinderglauben das Christkind, an das manche Kinder im Advent einen Brief mit ihren Wünschen geschrieben haben. Immer öfter tritt an die Stelle des Christkinds auch in unserer Region der Weihnachtsmann, der anderswo als Santa Claus der Gabenbringer ist. Das Beschenken knüpft an die volkstümliche Überlieferung an, dass die Hirten von Betlehem zur Krippe mit dem neugeborenen Kind Geschenke gebracht haben, weil die Familie arm war und nichts hatte.

 

Zu den sehr alten Überlieferungen gehören die Weihnachtskrippen, die in den Kirchen und sehr vielen Wohnungen aufgestellt werden. Sie stellen das Geschehen rund um die Geburt Jesu Christi dar. In einem Stall liegt in einem Futtertrog, der eigentlichen Krippe, das neugeborene Kind. Daneben sitzt seine Mutter Maria, der hl. Josef steht über beiden. Ein Engel schwebt über dem Stall. Er singt „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede den Menschen auf Erden.“ Hinten liegen ein Ochs und ein Esel. In der Nähe der Krippe schlafen Hirten, denen ein Engel verkündet, dass der Erlöser geboren wurde. Daher gehen die Hirten zur Krippe und bringen der armen Familie Geschenke. Oft ist das Weihnachtsgeschehen in eine heimatliche Landschaft versetzt, mit Bergen, Bauernhäusern, sogar Gasthäusern mit geizigen Wirten, die die heilige Familie nicht aufgenommen haben. Zu den Krippen gehören auch die Heiligen Drei Könige, die später dem Kind kostbare Geschenke, nämlich Gold, Weihrauch und Myrrhe bringen. In Krippenausstellungen kann man diese wunderbaren und vielfältigen Werke der Volkskunst bestaunen.

 

Ein neuer Weihnachtsbrauch ist das Friedenslicht aus Betlehem, das erst 1986 vom ORF Oberösterreich eingeführt wurde. Ein Kind entzündet am Beginn des Advents in der Geburtsgrotte in Betlehem eine Kerze. In einer speziellen Lampe wird dieses Licht nach Linz gebracht und von hier an Millionen Menschen in ganz Europa und darüber hinaus verteilt.

Kurz vor Weihnachten holen Gruppen aus verschiedenen Ländern, vor allem Pfadfinder, dieses Friedenslicht im ORF Oberösterreich und verteilen es weiter. In Oberösterreich wird das Friedenslicht mit den Zügen der ÖBB transportiert, es brennt in den Kirchen, vor allem aber bringen es auch Kinder und Jugendliche als Symbol des Weihnachtsfriedens zu den Menschen.

Dieses Licht erinnert daran, dass bei der Geburt Jesu die Engel den Menschen, die guten Willens sind, den Frieden versprochen haben. Da eine Kerze an der anderen entzündet wird, kann sich dieses Weihnachtssymbol in vielen Ländern ausbreiten. Das bedeutet, dass der Friede von Mensch zu Mensch weitergegeben werden muss, so wie das Licht von Kerze zu Kerze weitergegeben wird.

Das Friedenslicht aus Betlehem ist im Rahmen der großen ORF-Spendenaktion „Licht ins Dunkel“ entstanden, bei der Geld für Kinder und Menschen in Not gesammelt wird. Auch das ist mit Weihnachten verbunden: Die Hirten haben dem Kind in Betlehem Geschenke gebracht, damit es nicht hungern und frieren muss.

 

In manchen Orthodoxen Kirchen wird Weihnachten erst zu Epiphanie gefeiert, wie es bei der Darstellung des Brauchtums am Jahresbeginn schon erwähnt wurde.

 

 

Informationen zu den weiteren christlichen Festen finden Sie hier.

 

 

Das Team der Stadtpfarre Traun und der Pfarrgemeinderat wünscht Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest!

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