Mittwoch 19. Dezember 2018

Erntedank - Zeit des Dankens

In diesen Tagen feiert die Katholische Kirche das Erntedankfest. Es ist bereits ein sehr altes Fest, ja es gehört wohl zu den ältesten traditionellen religiösen Traditionen überhaupt.

Erntedankfeste finden sich in allen Religionen und Kulturen. In der Katholischen Kirche ist das Fest Ausdruck des Glaubens, dass alles Leben von Gott kommt und in Gott eingeht. Darum geht der Dank für das Leben und die „Früchte der Erde und der menschlichen Arbeit“ einher mit dem Gedanken des Teilens. Nicht der Reichtum einiger weniger führt zu Wohlstand und Friede, sondern die gerechte Verteilung der vorhandenen Gaben auf alle Menschen.
 
In den vergangenen Jahren ist dem Erntedankfest eine zweite Bedeutung zugewachsen. Angesichts der weltweiten Umweltkrise rückt nun auch der Gedanke und die Sorge um die Bewahrung und Erhaltung der Schöpfung in den Blickwinkel dieses Festes.
 
Erntedank hat auch viel mit Wahrnehmung zu tun; wahrnehmen, was war, was ist und was sein wird. Dies gilt nicht nur für die großen Zusammenhänge sondern noch viel mehr für die kleinen, unscheinbaren Handgriffe und Selbstverständlichkeiten in unserem Alltag. Vieles wird nicht oder wenig beachtet, weil es „einfach da“ ist. Das beginnt bei den vollen Regalen im Supermarkt (oft fällt etwas erst auf, wenn es eben nicht verfügbar ist) und führt bis zur wunderschön geschmückten Kirche, um nur einen kleinen Bogen zu spannen. Wenn es auch „selbstverständlich“ erscheint, dass unsere Kirche zu den Festzeiten – und gerade zu Erntedank - besonders schön geschmückt ist so möchten wir an dieser Stelle ganz bewusst ein DANKE sagen für die vielen kleinen Handgriffe, die nötig sind, dass „der Mund vor Staunen offen bleibt. Es sind unzählige Stunden, die Fr. Maria Demel hier in der und um die Kirche verbringt, um diese Kunstwerke an Säulen und Altäre zu zaubern. Wir laden ein, sich in diesen Tagen Zeit zu nehmen und mit offenen Augen den Kirchenschmuck in unserer Kirche zu betrachten und die vielen kleinen Details zu bestaunen.
 
Es ist nicht nur der Kirchenschmuck, es sind die vielen kleinen Handgriffe und „Selbstverständlichkeiten“, die dazu beitragen, dass unsere Kirche und unser Pfarrheim ein einladender, offener Ort sind. Allen, die dazu beitragen einen herzlichen Dank.
 
Wenn ich den Kirchenschmuck betrachte, dann fällt mit der „Sonnengesang“ des Hl. Franz von Assisi aus dem 13. Jahrhundert ein. Dort heißt es in der letzten Strophe: „Lobet und preiset den Herrn in Dankbarkeit, … dienet ihm mit großer Demut“ (GL 864). Demut verstehe ich hier nicht als ein bloßes Hinnehmen und Ertragen der Gegebenheiten sondern als ein Aufmerksam werden auf den Überfluss und den Raubbau, der mit Gottes Schöpfung betrieben wird. ErnteDANK soll (wieder) eine Zeit des Dankens in einer Zeit der Selbstverständlichkeit(en) sein, ein Fest einer weltweiten Solidarität und Fürsorge für Mensch, Tier und Natur.
 
Stefan Hirt, Pastoralassistent
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