Freitag 22. März 2019
Pfarre Steyr-Ennsleite

Faschingspredigt von Pfarrleiterin Angelika Paulitsch

Pfarrleiterin Angelika Paulitsch bei der Fastenpredigt 2019Der Faschingssonntag bekam auch heuer wieder Raum beim Pfarrgottesdienst, bei dem zahlreiche Kinder und Erwachsene auch in Faschingsverkleidung dabei waren. Neben der lustigen Singgruppe und  dem "Treiben" der Clownin Kunigunde  war auch die Faschingspredigt unserer Pfarrleiterin einer der Höhepunkte dieser Feier.

Pfarrleiterin Angelika Paulitsch bei der Fastenpredigt 2019

 

 

 

 

Es gibt da eine ernste Sache,

um die ich mir Gedanken mache

In Linz stellt Weichen man und Uhren

Für neue, andere Strukturen

 

Die Schäfchen dürfen selbst entscheiden

Wo sie am liebsten möchten weiden.

Dazu noch eine Neuigkeit

Leiten geht jetzt auch ungeweiht.

 

Doch manche Leute scheints zu stören.

Es ist schon hie und da zu hören:

Ein Pfarrer nur für 20 Pfarren

Was ist denn nur in die gefahren?

 

Vielleicht war es der heilge Geist

Der zukunftsträchtig sich erweist.

Und ließe man ihn weiter wehen

Tät der die Kirch totel verdrehn.

 

Etwa die liebe Kirchensprache

S‘Ist eine komplizierte Sache

Es wirkt doch besser ein Gebet

Wenn man es tatsächlich versteht.

 

In unseren Kirchen ist es kalt

Und Sitzbänke, die lassen halt

Leiblichem Ausdruck keinen Raum

Bewegung, Tanz das wär ein Traum!

 

Das betrifft auch unsere Feste

Die sind im Kirchenjahr das Beste

Palmsonntag, Ostern, Prozession

Ein feierlicher Orgelton …

 

Wenn wir Zuhause feiern feste

Ist fröhliche Musik das Beste

Am Fußballplatz da schreit laut

Begeisterund fährt aus der Haut.

 

Im Gasthaus hört man Gläser klingen

Und manchmal Happy birthday Singen

Wers hört und draußen geht vorbei

Der denkt, da wär ich gern dabei.

 

Und in der Kirche klingt das so:

Halleluja – wie bin ich froh!

 

Jesus hat selber gern gelacht

Und allerhand Blödsinn gemacht

Zu Kana floss der beste Wein

Wird Jesus als einziger nüchtern sein?

 

Zachäus lud ihn in sein Haus

Und gab ihm gleich ein Festmahl aus

Denkt ihr, er wäre dort gesessen

Ohne zu plaudern und zu essen?

 

Als der Gelähmte kam durchs Dach

Auf seinem Bett mit einem Krach.

Fing keiner an, Gott ernst zu loben

Weil alles Gute kommt von oben.

 

Palmsonntag klang wie es sich frommt:

Hosanna unser König kommt !!!

Zu Pfingsten wirkten die Jünger offen

Als wie vom süßen Wein besoffen.

 

Bei uns: sei brav und auch schön still

Weil es der liebe Gott so will

Und unauffällig, ungesehn

Sagt: Findet ihr das wirklich schön?

 

Ich sehe da ein anderes Bild,

denke ich an: Von Gott erfüllt.

 

Voll Freude durch die Kirche rennen

Erlösung auch beim Namen nennen

Vor Gott auch jodeln, hüpfen, schrein

Der Freude laut Ausdruck verleihn

 

Dass es bis weit nach draußen dringt,

durch die Ennsleitner Straßen klingt

Man siehts bei Tag und hörts bei Nacht

Dass der Glaube glücklich macht.

 

Die Wissenschaft sagt es ist wahr

Und vielleicht denkt sich der Nachbar,

Die freun sich so, was kann da sein

Da geh ich selber mal hinein.

 

Auch Trauer muss man nicht verstecken,

darf heulen ohne anzuecken.

Was wär das für ein schöner Traum

Für unsern lieben Kirchenraum

 

Ein jeder spürt, dass Gott befreit!

Nur leider ists noch nicht so weit

Ich schweige still und bete fromm

Dass es möglichst bald so komm

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