Donnerstag 15. November 2018
Pfarre Sierninghofen-Neuzeug

Grußwort Visitation

 

 

 

 

 

 

Liebe Bevölkerung des Dekanats Steyr!

 

 

Besuche wirken verbindend: Sie dienen dem gegenseitigen Kennenlernen, dem Austausch über Erfahrungen und Lebensumstände und nicht zuletzt der Beziehungspflege. Wörtlich übersetzt heißt Visitation nichts Anderes als Besuch. In diesem Sinne möchte ich daher auch diese Woche im Dekanat Steyr verstehen. Gemeinsam mit mir werden Generalvikar Severin Lederhilger und der Bischofsvikar für pastorale Aufgaben Willi Vieböck bei Ihnen zu Gast sein, um einen Einblick in die Fülle der kirchlichen Arbeit im ganzen Dekanat zu gewinnen.

 

 

Mit der neuen Form der Dekanatsvisitation wollen wir der pastoralen Situation entsprechen, in der zunehmend mehrere Pfarren von einem Seelsorger betreut werden und pfarrübergreifende Kooperationen und Knotenpunkte wegweisend sind.

Die Visitation erstreckt sich über eine ganze Woche. Dies ermöglicht einen besseren Einblick in den Alltag des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens im Dekanat und eröffnet mehr Raum für Begegnungen. Ich danke an dieser Stelle dem Vorbereitungsteam aus dem Dekanat für die gewissenhafte Organisation dieser Visitationswoche.

 

 

Bei den vergangenen Visitationen habe ich eine große Vielfalt des Glaubenslebens und eine lebendige Kirche wahrgenommen. Sie ist ein wesentlicher Teil der Gesellschaft und hat Bedeutung und Strahlkraft für viele Menschen – auch für solche, die sich vom Glauben entfremdet haben. Kirche ist an vielen Orten präsent: in den Pfarrgemeinden genauso wie etwa in Schulen, Seniorenheimen, Krankenhäusern und Betrieben, um nah bei den Menschen zu sein. Für die Kirche im ganzen Dekanat steht das Leben der Menschen mit seinen Freuden- und Jubelzeiten, aber auch mit seinen Traurigkeiten und Ängsten im Mittelpunkt. Diesem Leben wollen wir gemeinsam mit Ihnen im Dekanat Steyr nachspüren und es ernstnehmen. Nur durch unmittelbaren Kontakt ist es möglich, zu sehen und zu hören, wie sich die Situation der Menschen vor Ort darstellt. Was funktioniert gut, wo sind die Kraftquellen, wie wird der Glaube gelebt? Wo hapert es auch, was sind die Enttäuschungen und die Sorgen? Welche Erwartungen gibt es gegenseitig? Wie können wir uns den pastoralen und gesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft stellen? Wie können wir als Diözese gemeinsam gut unterwegs sein?

 

 

Kirche weit denken

 

 

Unsere Diözese befindet sich in einem intensiven Prozess, wie wir die Zukunft der Kirche in Oberösterreich in den nächsten Jahren gestalten wollen. Diesen Weg haben wir unter das Motto „Kirche weit denken“ gestellt. Hier kommt der Visitation im Dekanat Steyr eine besondere Bedeutung für die gesamte Diözese zu. Denn die Realitäten der Kirche vor Ort sollen sich in den Fragen, in den Analysen, in den Antworten, die gefunden werden müssen, wiederspiegeln. Deshalb werden wir insbesondere die personelle Situation der Pfarren hier im Dekanat und mögliche Zukunftsperspektiven in den Blick nehmen: Dies betrifft hauptamtlich Angestellte ebenso wie ehrenamtlich Engagierte. Auch wenn wir freilich nicht für alles sofort eine Lösung parat haben können, so sollen die offenen Punkte jedenfalls im Rahmen des Zukunftsweges benannt und bearbeitet werden.

 

 

Angesichts der unterschiedlichen Lebenssituationen und Bedürfnisse der jeweiligen Generationen sowie der sich rasch ändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen stehen wir vor großen Herausforderungen. In seinem Rundschreiben Evangelii Gaudium appelliert Papst Franziskus an uns als Christinnen und Christen, im Leben der Menschen nach Anknüpfungsmöglichkeiten für das Evangelium zu suchen, um so die Menschen mit Gott in Verbindung zu bringen. Dieses Anliegen soll auch durch die Visitation Widerhall finden: „Brechen wir auf, gehen wir hinaus, um allen das Leben Jesu Christi anzubieten!“

 

 

So grüße ich Sie alle in Vorfreude auf den Besuch bei Ihnen im Dekanat Steyr.

 

 

+ Manfred Scheuer

Bischof von Linz

Ansprechpersonen

KonsR Mag. Karl Gruber
KonsR Mag. Karl Gruber
Pfarrprovisor
 Marion Stubauer
Marion Stubauer
Pfarrsekretärin
Ing. Karl Platzer
Ing. Karl Platzer
1. Pfarrgemeinderatsobmann
 Elisabeth Huemer
Elisabeth Huemer
2. Pfarrgemeinderatsobfrau

 

Evangelium von heute
Lk - Lk 17,20-25 In jener Zeit als Jesus von den Pharisäern gefragt wurde, wann das Reich Gottes komme, antwortete er: Das Reich Gottes kommt nicht so, dass man es an äußeren Zeichen erkennen könnte. Man kann auch...
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