Sonntag 9. Dezember 2018

Entstehungsgeschichte der Stadtpfarrkirche

Die Stadtpfarrkirche Schwanenstadt wurde 1900-1902 im neugotischen Stil erbaut und am 19.7.1902 geweiht. Architektur und Einrichtung sind ein Hauptwerk des kirchlichen Späthistorismus in Oberösterreich.

Gleichzeitig ist die Kirche eines der wichtigsten Werke des Linzer Architekten Matthäus Schlager (1870-1959). Unsere Pfarrkirche ist der einzige bedeutende Bau Schlagers in gotischen Formen und steht ganz am Beginn seines Wirkens. Anderseits ist diese Kirche der letzte größere Bau in diesem Stil in der Diözese Linz. Die Ausstattung lieferte Ludwig Linzinger in der Zeit von 1903-1910. Das Mittelalter wird in der Zeit der Entstehung der Kirche als Vorbild gesehen. Das zeigt sich z.B. in den Seitenaltären, die als Flügelaltar konzipiert sind.

Zur Baugeschichte der älteren Kirche in Schwanenstadt gibt es nur Vermutungen, da am 8. Oktober 1814 ein Brand auch den Pfarrhof vernichtete. Dabei verbrannten alle Archivalien. Johann Georg Huber bekam schließlich bei seiner Ernennung zum Pfarrer im Jahr 1895 den Auftrag zum Bau einer Kirche. Grundsteinlegung war am 16. September 1900. Pfarrer Huber setzte dabei seinen Wunsch nach einer im neugotischen Stil gestalteten dreischiffigen Hallenkirche durch. Erhalten blieben die uralten Strebepfeiler der Apsis.

 


Die alte Kirche wurde mit fortschreitendem Neubau Schritt für Schritt abgerissen. Dabei entdeckte man, dass einzelne Teile schon so baufällig waren, dass eine Katastrophe gedroht hätte. Der ursprünglich nur 47 m hohe Turm (Mauerdicke 2 m!) blieb im unteren Teil erhalten und wurde auf 77,8 m erhöht.


Wie es weiterging, verschweigt die Chronik, da Dechant Huber – schwer erkrankt – seine erst im Jahr 1907 nachgeschriebenen Berichte nicht mehr fertig stellen konnte. Aber es ging weiter, denn Bischof Doppelbauer weihte am 19. Juli 1902 die Kirche mit dem neuen Marienaltar. Nach und nach lieferte Ludwig Linzingers Werkstatt die Inneneinrichtung. Am 22. November 1906 konnte der Hochaltar, 1907 der Dreifaltigkeitsaltar geweiht werden. 1905 war die neue Orgel von Josef Mauracher geliefert worden.

Der „Dom an der Ager“, wie die Stadtpfarrkirche auch bezeichnet wird, steht wohl auch in der Tradition des neugotischen Linzer Doms, der verschiedentlich zu neugotischen Kirchenbauten angeregt hat.    

 

News aus der Diözese
Festmesse zum Patrozinium des Linzer Mariendoms am Fest Maria Empfängnis

Fest Maria Empfängnis im Linzer Mariendom: Festmesse zum Patrozinium und zum 50. Geburtstag der Rudigierorgel

Bischof Manfred Scheuer feierte mit den Gläubigen im Linzer Mariendom am 8. Dezember um 10 Uhreine Festmesse zum...

Lichtersterne

9. Dezember: Weltweite Lichterkette zum Gedenken an verstorbene Kinder

Mit einer weltweiten Kerzenlichterkette gedenken Menschen in aller Welt am Sonntag, 9. Dezember 2018 ihrer...

V. l.: Madeleine Osterberger, Estelle Höllhumer, Simone Ressl, Monika Kraml beim Punschstand an der KU Linz.

KU-Studierende organisierten Punschstand für guten Zweck

Einen Punschstand zugunsten der OÖ. Kinder-Krebs-Hilfe organisierten Studierende der Katholischen Privat-Universität...
Pfarre Schwanenstadt
4690 Schwanenstadt
Traunfallgasse 4
Telefon: 07673/2214-0
Telefax: 07673/2214-32
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Kommunikationsbüro
Herrenstraße 19
Postfach 251
4021 Linz
https://www.dioezese-linz.at/
Darstellung: