Freitag 24. März 2017

Wolfgang, einer der volkstümlichsten Heiligen in Österreich und Deutschland, wurde 924 in Pfullingen im Schwabenland geboren. Seine Eltern waren angesehene Leute, aber nur mäßig begütert. Sie schafften es dennoch ihren 10-jährigen Sohn zur Schulbildung in die berühmte Klosterschule auf der Bodensee-Insel Reichenau zu schicken.

Später ging er nach Würzburg, um seine Studien dort fortzusetzen. Als im Jahre 956 Heinrich, ein Studienfreund Wolfgangs, zum Bischof von Trier bestimmt wurde, ließ er Wolfgang nach Trier kommen und vertraute ihm die Leitung der Domschule an. Als er bereits 40 Jahre alt war, entschied sich Wolfgang jedoch für ein neues Leben und bat 964 um seine Aufnahme in die Benediktinerabtei Einsiedeln, um dort ein asketisches Leben zu führen. Bischof Ulrich von Augsburg, der ins Kloster Einsiedel oft einkehrte, wurde auf den gelehrten Mönch aufmerksam und weihte Wolfgang 968 zum Priester.

Im Frühjahr 972 begab sich Wolfgang nach Ungarn, um dort die damals gefürchteten Magyaren zu missionieren. Sein missionarisches Wirken dauerte nur wenige Monate und war nicht von besonderem Erfolg gekrönt. Bischof Pilgrim von Passau rief Wolfgang zurück und schlug ihn als Nachfolger für den im September 972 verstorbenen Bischof Michael in Regensburg vor. Zu Weihnachten 972 wurde Wolfgang in Regensburg vom Erzbischof Friedrich von Salzburg zum Bischof von Regensburg geweiht. Bald nach seinem Amtsantritt begann Bischof Wolfgang mit der Reform des Klerus und des Benediktinerklosters Sankt Emmeram in Regensburg, wobei Wissenschaft und Unterricht wichtige Elemente dieser Reform waren. Er gründete neue Stifte und Kirchen und war dabei stets um die Armen und Kranken bemüht.

Den nächsten Wendepunkt im Leben des Bischofs brachte der Bürgerkrieg zwischen Heinrich II. dem Zänker, Herzog von Bayern, und seinem Cousin Kaiser Otto II. Nach der Eroberung der Stadt Regensburg 976 durch den Kaiser zog sich Wolfgang in das Benediktinerkloster Mondsee zurück, das damals dem Bistum Regensburg unterstand. Diese Episode seines Lebens dauerte gut ein Jahr und ist mit vielen Legenden ausgeschmückt. Zuerst soll Wolfgang als Einsiedler auf dem Falkenstein in Einsamkeit und Gebet verweilt haben. Sein quirliger Geist ließ ihm anscheinend keine Ruhe, weil er bald - nach dem berühmten Beilwurf - die erste Kirche am Ufer des Abersees zu Ehren Johannes des Täufers zu bauen begann. Diese Kirche sowie der gesamte Ort bekamen später den Namen „Sankt Wolfgang“.

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