Mittwoch 29. März 2017

Der gotische Doppelflügelaltar in der Wallfahrtskirche wurde vom Südtiroler Meister Michael Pacher (*um 1435; †1498 in Salzburg) aus Bruneck zum Ausgang des Mittelalters geschaffen. Dieser begnadete Künstler hat in dreißig Jahren seines Schaffens Werke vollbracht, die nach Konzeption, Umfang und Qualität zu den höchsten Leistungen der spätgotischen sakralen Kunst zählen.


Er war ein gefragter Schnitzer, Maler und Handwerker, der sich souverän zwischen den Kunststilen und -arten bewegte. Die italienische Kunst der Renaissance und die farbenfrohe Malerei der Niederländer waren ihm bestens vertraut. Viele seiner zahlreichen Werke sind erhalten geblieben, vor allem in Südtirol, sowie verstreut in ganz Europa.
1471 hat Michael Pacher von Abt Benedikt Eck vom Kloster Mondsee den Auftrag bekommen, nach bestem Wissen und Können einen Altar für die Kirche in Sankt Wolfgang zu schaffen. Sankt Wolfgang gehörte damals zum Kloster Mondsee und zählte zu den meist besuchten Wallfahrtsorten in Europa.
Das Retabel (Altar-Aufsatz) wurde in mehrjähriger Arbeit vom Meister Pacher und seinen Gesellen
hergestellt. Es wurde per Schiff nach Braunau und von dort auf Wägen nach Sankt Wolfgang gebracht und 1481 in der Kirche aufgestellt.
Der Pacher-Altar steht noch heute an derselben Stelle und dient dem Gottesdienst und den Andachten von Gemeinde und Wallfahrern. Er ist der einzig vollständig erhalten gebliebene Altar von Michael Pacher. Das Altarwerk ist 12,10 Meter hoch und 6,60 Meter breit.

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