Donnerstag 22. Februar 2018

Fastenzeit

Fasten ist nicht mit Diät oder Schlankheitskuren zu verwechseln, sondern meint eine religiös begründete Einschränkung  bzw. Enthaltung der Nahrungsaufnahme und /oder anderer Dinge unseres täglichen Lebens mit dem Ziel, durch den Verzicht eine Steigerung der inneren Freiheit zu erfahren.

 

Die im Fasten neu gewonnene Freiheit gegenüber den eigenen Bedürfnissen soll uns offener machen für Gott (aber auch für unsere Mitmenschen). Die Fastenzeit ist also eine Einladung die eigene Existenz zu überdenken und sich auf das Wesentliche zu besinnen.

Während früher strenge Fastenregeln vor allem in Hinblick auf das Essen galten, stehen heute neben dem Verzicht auf Alkohol, Fleisch oder Süßigkeiten noch andere Fastenvorsätze im Trend wie Autofasten, Fasten beim Fernsehkonsum oder bei der Zeit die in sozialen Netzwerken und mit Computerspielen verbracht werden.

 

Die katholische Kirche konkretisiert das Fastengebot als Reduktion des Essverhaltens auf eine einmalige Sättigung am Tag, wobei außerhalb der täglich einmaligen, schlichten Mahlzeit kleine Stärkungen zur Erhaltung der Schaffenskraft erlaubt sind. Das Fastengebot gilt für erwachsene Personen vom vollendeten 18. Lebensjahr bis zu Beginn ihres 60. Lebensjahres; Kinder sollten nicht fasten, Jugendliche unter 18 Jahren nur in eingeschränkter Weise.

Vom Fastengebot ausgenommen sind kranken Menschen, Reisende, Teilnehmende an fremden Tischgesellschaften sowie körperlich schwer Arbeitende.

Das vorösterliche Fastenbrechen an den Sonntagen entspricht nicht bloß einer weit verbreiteten Tradition, sondern einem Gebot, das dem feierlichen Charakter der sonntägigen Eucharistie Rechnung trägt.

 

40 Tage hat Jesus der Überlieferung nach in der Wüste gefastet, davon leitet sich die Dauer der Fastenzeit ab. Zwischen dem Aschermittwoch und Ostersonntag liegen 46 Tage, weil die Sonntage keine Fasttage sind.

Als strenge Fasttage gelten heute noch der Aschermittwoch und der Karfreitag.

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