Thursday 26. November 2020

Gedanken zum Sonntag

 

Der Ort der Gottesbegegnung

 

(Predigt von Pfarrer Franz Starlinger zu Christkönigsonntag)

 

Letzte Worte haben Gewicht und Bedeutung. Da geht es nicht um

Belanglosigkeiten, sondern es geht vielmehr darum, noch einmal auf den Punkt zu bringen, was einem wichtig war und ist, was man noch einmal betonen und herausstreichen möchte.

Es ist mehr oder weniger das Testament eines Menschen. Im Evangelium hören wir die letzten Worte, die letzte Rede Jesu. Unmittelbar danach folgt bei Matthäus die Passion Jesu, sein Leidens- und Kreuzweg.

Was war Jesus wichtig? Was leuchtet in seiner Botschaft immer wieder wie ein Blitzlicht auf?

Es ist seine Hinwendung zu den Zu-kurz-gekommenen, den Benachteiligten, jenen, die von der Ader des Lebens mehr oder weniger abgeschnitten sind.

Das zieht sich wie ein roter Faden durch. All diese Menschen lagen ihm am Herzen.

Und wenn er nun geht und nicht mehr für sie sorgen kann, vertraut er sie unserer Sorge an.

All die Hungrigen und Durstigen, die Fremden und Nackten, die Kranken und die Gefangenen.

Es geht darum, das Leben anderer zu verbessern, ihnen in ihrer Not beizustehen, sie darin nicht allein zu lassen. Jede/r ist selbst schon des Öfteren in eine Notlage gekommen. Wie wohltuend ist es in einer solchen Situation erleben zu dürfen, ich bin nicht alleingelassen. Da ist jemand da, der Verständnis hat, ein offenes Ohr, einen hilfreichen Rat.

Vorhaltungen und Schuldzuweisungen sind meist wenig hilfreich. Vielmehr hilft aufmerksames und verständnisvolles Dasein und Mitgefühl.

Es gibt sie „die Hungernden und Durstigen“, auch in unserer unmittelbaren Umgebung. Die vielen, die hungern nach einem Wort der Wertschätzung, der Anerkennung, des Dankes. Die vielen, die nach Leben dürsten, die eines guten Lebens jahrelang schon beraubt werden, weil dort Krieg herrscht.

Aber auch bei uns dürsten vor allem junge Menschen nach diesem unbeschwerten Leben, das jetzt aufgrund Corona nicht möglich ist. Denn da heißt es soziale Kontakte weitestgehend einzuschränken – gerade sie aber bedeuten für junge Menschen wirkliches Leben. Ungeachtet aller modernen sozialen Medien, die reale Begegnungen niemals ersetzten können.

Es gibt sie die Fremden, die nach Heimat Suchenden. Und es sind nicht nur Flüchtlinge. Auch bei uns gibt es sie, die heimatlos sind, jene, die Anschluss suchen und nicht finden. Die darunter leiden. Sich zurückziehen oder aggressiv werden. Mit nicht absehbaren Folgen. Und womöglich auch anderen schließlich das Leben nicht gönnen, das sie nicht gefunden oder wie sie meinen, ihnen vorenthalten wurde.

Es gibt der Nöte so viele. Wo wir diesen Nöten gegenüber uns nicht verschließen, sondern sie wahrnehmen – und hinter jeder Not steht immer ein ganz konkreter Mensch – da begegnen wir immer auch Jesus Christus selbst. Gott finden wir nicht, indem wir uns in ein stilles Kämmerlein zurückziehen, sondern indem wir vor den konkreten Nöten der Menschen die Augen nicht verschließen. Der Ort der Gottesbegegnung findet dort statt, wo Menschen uns brauchen.

 

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