Wednesday 3. March 2021

Rückblick auf KBW-Veranstaltung "Ruhe in Frieden"

28. November 2012

In Kürze eine Zusammenfassung des Vortrages von Fr. Dobretsberger, Bestattungsinstitut Linz...

Die Stellen, die gekennzeichnet sind, habe ich dem Internet entnommen. Der Rest sind Gedanken von Fr. Dobretsberger.

 

Ruhe in Frieden

„Den eigenen Tod stirbt man nur,
den Tod der Anderen muss man erleben“.
Fr. M. Dobretsberger

Wir erleben eine Biedermeierzeit der Trauer- und Begräbniskultur. Der Wandel in der Trauer- und Begräbniskultur geht in Richtung welche Werte einem wichtig sind.

Der Friedhof gibt das Maß der Zeit vor, daher gehen nicht alle gerne auf den Friedhof.

Zu Lebzeiten sollte man sich bereits Gedanken machen, wie das eigene Begräbnis aussehen könnte.


Symbolik der Begräbniskultur

 

Den Leichnam waschen: Ist als letzter Kontakt mit dem Verstorbenen zu sehen. Ich greife den Toten an und begreife das Unausweichliche. Ich sehe und spüre „Es ist etwas anders.“ Die Würde des Verstorbenen wird dadurch hervorgehoben.

 

Den Toten ansehen: dadurch wird es begreifbar.

 

Die Aufbahrung: Hier haben wir den Verstorebenen in der Mitte. Die Trauer kann beginnen.

 

Der Kranz: Der Lebenskreis beginnt schlicht, wird später üppig und dann wieder schlicht.

 

Kerzen aufstellen: eine Kerze ist hell, warm, tröstend. Soll helfen über den Verlust hinwegzukommen.

 

Erde hinterherwerfen: wir vergehen und werden zu Staub.

Einsegnung bei ausgetretenen Personen.

 

Engel am Grab: Ich möchte noch etwas für den Verstorbenen tun.

 

Blumen: Die letzte Blume, die wir geben soll sagen, ich akzeptiere, dass du gehst. Es tut weh, aber ich bin damit einverstanden: es passt so! Sie kann auch Versöhnung sein, wenn dies zu Lebzeiten nicht mehr ging.


Rituale:

 

Glockenläuten: früher läutete man das Totenglöckchen und eine Totenzusagerin ging von Haus zu haus und berichtete, dass jemand verstorben ist.

 

Leichenschmaus: Früher stand die Haustür offen, jeder der den Toten noch einmal sehen wollte, durfte hereinkommen und brachte Essen mit = wir leben und wir müssen uns stärken. Man redete nochmals über den Toten und hob ihn somit hervor. Lachen und Weinen war angesagt.

 

Trauerbekleidung: Schwarz symbolisiert die Trauer. Jemand ist in einem Ausnahmezustand. Man half ihm mehr als anderen, ließ ihnen mehr durchgehen, als andere, die nicht in Trauer waren. Man kümmerte sich intensiv um sie.


Wandel und Beständigkeit

 

Der Wandel in der Begräbniskultur. Verschiedene Arten sind heute möglich:

 

Das Erdgrab: beim Sarg versenken wird einem die Endgültigkeit des Todes bewusst. Hier können wir dann zu trauern beginnen.

 

Neue Ideen: Den Sarg zu bemalen, wenn ein Kind stirbt. Den Ver­storbenen zu Orte tragen, die ihm wichtig waren. Motorradkluft anziehen, wenn er ein begeisterter Motorradfahrer war. Weiße Luftballons bei Kindern stiegen lassen: die Seele darf nach oben steigen.

 

Urnenbestattung: in ein Familiengrab oder in eine Nische wird die Urne beigesetzt. Dies kann auch im eigenen Garten sein (als würdige Gedenkstätte hergerichtet).

 

Baumbestattung: In den Friedwäldern kann eine Bestattung vorgenommen werden.

 

Seebestattung: Die Urne löst sich innerhalb von 24 Stunden auf.

 

Grabbeigaben: Z. B. einen Stoffhund, wenn es ein Lieblingstier des Verstorbenen ist.

 

Diamantbestattung: Erinnerungsdiamanten bestehen aus der Asche Verstorbener und entsprechen in der Natur vorkommenden Edelsteinen. Sie entstehen in einem mehrmonatigen Prozess, bei dem die Asche des Verstorbenen unter hohem Druck und bei hoher Temperatur in einen Diamanten umgewandelt wird. (Wikipedia, Stand 20.11.2012)

 

Kränze werden durch Blumenarrangement (z. B. in Herzform) ersetzt.

 

Fingerabdruck des Verstorbenen fassen lassen. Der Sinn dahinter: wenn jemand geht, wollen Menschen noch etwas von ihm in der Hand halten: festhalten wollen.

 

Totenmasken anfertigen: Totenmasken sind Gips- oder Wachsabdrücke vom Gesicht eines Verstorbenen. Seit dem Altertum kennt man Totenmasken, die sich insbesondere während der Klassik großer Beliebtheit erfreuten, um sich an die Verstorbenen besser erinnern zu können. Totenmasken können am Grab Aufgestellt werden. (Wikipedia Stand 20.11.2012)

 

Der Klappsarg wurde zurückgenommen, da es nicht würdevoll war den Verstorbenen einfach hineinzuwerfen.

 

Anatomie: Der Verstorbene kommt in die Pathologie eines Krankenhauses und wird für wissenschaftliche Studien gebraucht. Eine Verabschiedung und Trauerfeier sind hier nicht möglich, da er vom Institut beerdigt wird.

 

Kondolenzbuch: Kondolenz (lat. con- ,mit, zusammen‘ und dolere ,leiden, trauern‘) ist die Bekundung der mitmenschlichen Anteilnahme, des Beileides oder des „Mit-Trauerns“ anlässlich des Todes eines Menschen gegenüber dessen Verwandten, Freunden oder anderen Nahestehenden. Sie kann mündlich (z. B. nach der Trauerfeier), persönlich („Kondolenzbesuch“), mittels einer Kondolenz- bzw. Beileidskarte, durch eine Gedenkanzeige in der Presse oder durch Eintrag in ein Kondolenzbuch bzw. Kondolenzliste erfolgen. Zur Beileidsbekundung werden oft auch Blumen, Gestecke, Kränze oder Kerzen verwendet. In der Netzkultur können auf virtuellen Friedhöfen ebenfalls Kondolenzen veröffentlicht werden. Die Beileidsbezeugung ist die Bekundung des Beileids während einer Trauerfeier. (Wikipedia Stand 20.11.2012)


Rituale während der Trauerzeit

Während der Trauerzeit gibt es verschiedene, von Gruppe zu Gruppe unterschiedliche Rituale und Vorschriften. Trauerrituale haben wie andere Rituale eine Übergangsfunktion, die dem Toten den Weg in die jenseitige Welt bereiten und der Nachwelt nach einer Verarbeitungszeit über Verlust und Trauer hinweghelfen sollen.
Rituale sollen heilen, helfen, sind dem Leben zugewandt, geben Führung und Halt in der Zeit der Trauer.

 

Den Tod sollten wir aus unserem Leben nicht ausklammern, sondern ihn als Begleiter begreifen. Deshalb macht es Sinn, seine eigene Beerdigung gut vorzubereiten.

Autorin des Textes: Silvia Luger-Linke

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