Monday 21. October 2019

Die neue Aufbahrungshalle

Im Frühjahr 2004 wurde die längst notwendig gewordene neue Aufbahrungshalle eingeweiht. Den Baugrund dafür hat die Pfarre gleich neben dem Friedhof unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Das Gebäude besticht schon von außen durch seine interessante Architektur.

Foto: Eingang zum Friedhof

 

 

Aber auch der Innenraum wurde gemeinsam mit dem Künstler Michael Zitzler als würdiger Feierraum gestaltet. Durch Sitzgelegenheiten besteht nun auch die Möglichkeit zum meditativen Verweilen im Falle einer Aufbahrung. Auf der bewusst niedrig und in Kreuzform gestalteten Totenbank scheint der aufgebahrte Sarg zu schweben – ein Kontrast zur Schwere des Todes.

Foto: Aufbahrungshalle und Friedhof

 


Die farbliche Gestaltung der Glasfenster (vom Erdig-Schweren hinauf zum Himmlisch-Hellen) symbolisiert die Hoffnung auf die Auferstehung. Dass man den Blick gleichzeitig hinaus auf den Friedhof richten kann, nimmt die Bestimmung der letzten Ruhestätte vorweg.
Eine während des Kirchenumbaus unter dem Hochaltar gefundene Reliquienkapsel wurde in der neuen Aufbahrungshalle nun würdig bestattet.

Foto: Aufbahrung

 

 


DENKMÄLER FÜR OPFER DER KRIEGE UND BERGLEUTE

Durch viele intensive Gespräche zwischen Pfarre, Gemeinde und Kameradschaftsbund entstand kein „Krieger“denkmal, sondern ein Mahn-mal, das auf unpathetische Weise der Gefallenen gedenkt.

Foto: Eingang in die Aufbahrungshalle

 

Dass an ein und demselben Denkmal derer gedacht wird, die in diesem unseligen Krieg umgekommen sind, und derer, die aus christlichem Gewissen heraus im Widerstand gegen den Nationalsozialismus ihr Leben lassen mussten, darf für unsere kleine Landgemeinde als Sensation reklamiert werden und ist wohl auch oberösterreichweit einmalig.

Foto: Mahnmal

 

Wir haben ein Denkmal, das nicht im Blick auf die Vergangenheit verherrlicht, wo es nichts zu verherrlichen gibt, sondern wirklich ein Denk-mal für die Zukunft, zu dem auch Volksschüler kommen können, um aus der Zeitgeschichte für diese unsere gemeinsame Zukunft in unserer Demokratie lernen zu können.

Foto: Buch mit den Nahmen der Verstorbenen

 

Wenn von unserer Geschichte die Rede ist, darf auch die für unseren Ort einst so wichtige Bergmannstradition nicht vergessen sein. So fügt es sich gut, dass wir neben der Aufbahrungshalle auch dem Bergmannsstand Würdigung erweisen und der verstorbenen Kumpel gedenken. So ist ein zeitgemäßes Denkmal entstanden, das trotz seiner schlichten Formensprache sehr ausdrucksstark aussagt, was den Bergleuten wichtig ist.

Foto: Bergknappen-Mahnmal

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