Sonntag 18. November 2018
Pfarre Pfarrkirchen im Mühlkreis

Baubeschreibung der Kapelle

Von außen ist die Loretokapelle nicht sofort erkennbar, weil sie in die alte Friedhofskapelle eingefügt ist.

Aus der Art des Mauerwerkes zu schließen, sind die Grundmauern des Baus zu derselben Zeit errichtet worden wie die Grundmauern der Sakristei. Man sagt, sie könnte eine Grabkapelle der Oberhaimer oder eine ehemalige Taufkapelle gewesen sein. Gegen eine Taufkapelle spricht aber die Zeit der Gründung Pfarrkirchens, zu der selbstständige Kapellen dieser Art kaum mehr gebaut wurden. Es gibt keinerlei Nachricht, ob zuvor schon eine Kapelle vorhanden gewesen war. Dieser Bau mit den Maßen 11,8 x 17,3 x 10,4 m ist noch in seiner alten Form vorhanden, die leider unter Verputz und Täfelung nicht mehr erkennbar ist. Im großen Raum zwischen Kapelle und Dachboden ist noch die Gliederung der Zeit vor dem Einbau der Loretokapelle zu sehen. Darin befindet sich an der Decke der Friedhofskapelle noch ein leider schon beschädigter Renaissance-Stuckrahmen.

 

Die Kapelle ist 9,73 m lang und 4,60 m breit. Der Plan zeigt deutlich den Einbau in die größere Kapelle, wodurch ein Umgang für Prozessionen entstanden ist.


Der Bau ist im Querschnitt deutlich dreifach gegliedert: Um die zentrale Kapelle blieb beim Einbau an der Süd- und Ostseite ein Gang, der mit einem Gewölbe überdeckt wurde. Um ihn bis zum Eingang weiterzuführen, baute man an der Nordseite einen Vorraum mit den gleichen Maßen an die Außenmauer der Kapelle an. Dieser Gang wurde 1998 mit der barocken schmiedeeisernen Tür versehen, die früher die Taufkapelle abgeschlossen hatte.

Die von Kuen und anderen zitierten Stellen aus den Kirchenrechnungen des letzten Jahrzehnts des 17. Jahrhunderts können nicht eindeutig dem Bau der Kapelle zugeordnet werden. Weil außer dem Stuckkranz keine Verzierungen und keine Malspuren in der alten Kapelle zu finden sind, sind zwei Möglichkeiten denkbar:
Die Kapelle könnte schon lange verwahrlost gewesen sein, oder man hat eine eben begonnene Renovierung wieder abgebrochen, um eine Loretokapelle zu errichten.


Im Auftrag vom 31. August 1693 an den Erbauer der Kapelle, den Künstler Jacob Auer, heißt es, er solle die Kapelle möglichst nach dem Vorbild des Lauretanums in Lambach errichten. Vom selben Meister stammt die Loreto-Kapelle in Thyrnau nahe bei Passau. Der Zeitpunkt der Errichtung hängt gewiss auch mit dem 400-Jahre-Jubiläum der Übertragung 1694 zusammen.

In diesem Jahr wurde die Kapelle fertiggestellt.

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