Monday 28. September 2020

Erntedankfest mit Glockenweihe in der Pfarre Perg

 

Nachlese mit Bildern

 

 

Einzug
Erntekrone
Einzug der Goldhauben
Goldhaubengruppe
Festmesse
Festmesse
Festmesse
Segnung der Glocken
Segnung der Glocken
Segnung der Glocken
Glockenanschlag
Mag. Manfred Wakolbinger
Kalvarienbergkirche
Vorbereitungen zur Glockenmontage im Turmhelm
Pfarrer Hörmanseder, Herr Ing. Schreihofer, Herr Nußbaummüller (Fa. Krückl)
Aufzug zum Turm

 

Der neue Turmhelm der Kalvarienbergkirche
Aufzug zum Turm
Aufzug zum Turm
Aufzug zum Turm
Aufzug zum Turm
Die Glocke ist im Turm
Die Glocke ist im Turm

 

Deo gratias!

 

Die Pfarre Perg feierte am Sonntag, 13. September, ein großes Erntedankfest mit anschließender Glockenweihe. Der Gottesdienst fand am Begegnungsplatz vor der Stadtpfarrkirche statt. Im Mittelpunkt stand der Dank für die Ernte des vergangenen Jahres – in den Blick gerückt durch die Erntekrone und einen Leiterwagen der Kinder, beladen mit ihren „Gaben“. Der Bogen der Feier spannte sich vom Dank für die Schöpfung über das Lob des Schöpfers, das durch den Kirchenchor unter der Leitung von Elfi Gauster, verstärkt durch ein Bläser-Ensemble der Stadtkapelle Perg, zum Ausdruck gebracht wurde, bis zur Vollendung der Schöpfung.

 

Zwei Glocken, die in der Gießerei Perner in Passau angefertigt wurden, werden am 14. September der Kalvarienbergkirche ihrer Funktion übergeben. Eine Woche lang waren die Glocken in der Stadtpfarrkirche für die Bevölkerung zu besichtigen, ehe sie im Turm der Kalvarienbergkirche aufgezogen werden.

 

Bevor die Glocken im Auftrag des Bischofs Dr. Manfred Scheuer von Dechant Mag. Konrad Hörmanseder mit Weihwasser besprengt, mit Chrisam gesalbt und von KonsR Mag. Harald Ehrl vom Stift St. Florian beweihräuchert wurden, wies Herr Leopold Pötscher darauf hin, dass bis 1917 die Kalvarienbergkirche zwei Glocken besaß. Eine davon hängt im Turm der Stadtpfarrkirche, die sogenannte „Sterbeglocke“, die zweite ging verloren. Im Zuge der notwendigen Sanierung des Dachstuhls und Turmes der Kalvarienbergkirche wurde der Wunsch ausgesprochen, doch wieder zwei Glocken anzubringen. Die Obfrau des PGR führte in ihrer Rede aus, dass in einem kleinen Team nach dem Thema und einer Inschrift für die Glocken gesucht wurde. Glocken sind gleichsam „Zeitzeugen“ und sollen der jetzigen Generation, aber auch der Nachwelt vermitteln, welche Freuden, Sorgen und Ängste die Menschen beschäftigen. Das Ergebnis der Überlegungen war, eine Glocke der „Schöpfung“ zu widmen, die zweite der „Vollendung“.

 

Der Blick vom Kalvarienberg eröffnet dem Betrachter die Schönheit unserer Heimat, ein Teil der Schöpfung liegt ihm vor den Füßen. Die Inschrift lehnt sich an den Sonnengesang des Hl. Franziskus an: „Sei gepriesen, Herr, für die Mutter Erde, die uns ernährt und Früchte trägt.“

 

Die Kalvarienbergkirche liegt zwischen zwei Friedhöfen. Die Glocke mit der Aufschrift „Vollendung“ soll die Menschen – besonders bei Begräbnissen – erinnern, dass nach dem irdischen Leben das ewige Leben beginnt. „Sei gepriesen, Herr, für Tod und Leben. Du öffnest uns die Zukunft.“

 

Gott wird all das vollenden, was wir nicht geschafft haben. Somit schließt sich der Kreis: Aller Anfang liegt in Gottes Händen, und auch das Ende, das letztlich eine Neuschöpfung ist.

 

Der Künstler Mag. Manfred Wakolbinger erklärte die Gestaltung der Schriftbänder. Die Schöpfung entwickelt sich immer weiter, daher ist der Text der „Schöpfungsglocke“ spiralenförmig angeordnet. Alles beginnt hier unten auf der Erde und strebt nach oben zur Vollendung. Die Inschrift der „Vollendungsglocke“ ist geradlinig, aber ebenfalls von unten nach oben zu lesen. Alles zielt auf Vollkommenheit und Vollendung.

 

KonsR Mag. Harald Ehrl wies darauf hin, dass vom Glockenreferent der Diözese Mag. Siegfried Adlberger, der auch unter den Festgästen weilte, bewusst die Glocken auf die Töne a und c gegossen wurden, da sie – zusammen mit dem f der Sterbeglocke im Kirchturm einen harmonischen Dreiklang ergeben und auch musikalisch die Schöpfung – das Leben – die Vollendung – widerspiegeln. Ein Höhepunkt war sicher der, als Pfarrer Hörmanseder mit dem Klöppel die Glocken das erste Mal zum Klingen brachte.

 

Der Pfarrgemeinderat hatte am Vorplatz der Kirche für ein gemütliches Beisammenstehen mit Abstand eine Kaffee- und Kucheninsel, bedient von den Goldhaubenfrauen und eine Insel mit belegten Broten der Bauernschaft sowie eine Getränkequelle vorbereitet. Die Stadtkapelle Perg mit dem jungen Stabführer Matthias Kern sorgte für eine gute Stimmung.

 

Das Fest ist deshalb so gelungen, weil viele im Vorfeld, viele während des Festes und auch nach der Feier dafür gesorgt haben, dass sich jeder wohlfühlt, mit Leib und Seele.

 

Christa Schabetsberger, Obfrau des PGR Perg

 

 

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