Thursday 11. August 2022

Ansprache für das Erntedankfest 2010

Seht her, nun mache ich etwas Neues!

Liebe Jugend, geschätzte Frauen und Männer, liebe Kinder,
liebe festlich gestimmte Gemeinde!

 

„Seht her, nun mache ich etwas Neues!“ Dieses Wort vom Propheten Jesaja wird uns heute leiten. Mehr noch, dieses kraftvolle Wort ist nicht nur das Thema des heurigen Erntedankfestes, sondern es spannt den Bogen bis Pfingsten 2011.

 

Denn heute ist der Auftakt für unsere Glaubensimpulse in Pabneukirchen. Und zu Pfingsten, am Fest der Vielfalt, soll das Neue, in unserer Gemeinde, in unserer Pfarre, in den einzelnen Familien und Vereinen sichtbar und spürbar sein.

 

„Seht her, nun mache ich etwas Neues!“Ist das nicht auch ein Gedanke, der uns am heutigen Erntedankfest bewegen kann?

 

Die Ernte ist jedes Jahr neu. Jeder Baum bringt jedes Jahr neue Früchte hervor. Das alte Getreide stirbt sogar und Neues reift in den Ähren heran. Die Blumen, die in unseren Gärten wachsen, sind frisch. Jedes Jahr werden wir neu beschenkt, von dem was auf unseren Feldern und Gärten wächst und gedeiht.

 

 Wir werden beschenkt, aber die Trauben fallen uns dennoch nicht in den Mund. Wir müssen uns auch anstrengen. Der Schweiß, die Anstrengung für eine sinnvolle Aufgabe tut dem Menschen gut. Selig der Mensch, der durch seine Arbeit auch wirklich Sinn erfahren kann. Selig der Mensch, der durch sein Tun durch seiner Hände Arbeit, durch sein geistiges Schaffen, durch seine Kreativität Neues hervorbringt.

 

Das Neue, das uns die Natur schenkt und genauso das Neue, das durch unser Mühen und durch unsre Anstrengung zur Welt kommt, ist immer auch.

 

 

Seht her, nun mache ich etwas Neues!

 

Liebe Jugend, geschätzte Frauen und Männer, liebe Kinder,
liebe festlich gestimmte Gemeinde!

 

„Seht her, nun mache ich etwas Neues!“ Dieses Wort vom Propheten Jesaja wird uns heute leiten. Mehr noch, dieses kraftvolle Wort ist nicht nur das Thema des heurigen Erntedankfestes, sondern es spannt den Bogen bis Pfingsten 2011.

 

Denn heute ist der Auftakt für unsere Glaubensimpulse in Pabneukirchen. Und zu Pfingsten, am Fest der Vielfalt, soll das Neue, in unserer Gemeinde, in unserer Pfarre, in den einzelnen Familien und Vereinen sichtbar und spürbar sein.

 

„Seht her, nun mache ich etwas Neues!“Ist das nicht auch ein Gedanke, der uns am heutigen Erntedankfest bewegen kann?

 

Die Ernte ist jedes Jahr neu. Jeder Baum bringt jedes Jahr neue Früchte hervor. Das alte Getreide stirbt sogar und Neues reift in den Ähren heran. Die Blumen, die in unseren Gärten wachsen, sind frisch. Jedes Jahr werden wir neu beschenkt, von dem was auf unseren Feldern und Gärten wächst und gedeiht.

 

Wir werden beschenkt, aber die Trauben fallen uns dennoch nicht in den Mund. Wir müssen uns auch anstrengen. Der Schweiß, die Anstrengung für eine sinnvolle Aufgabe tut dem Menschen gut. Selig der Mensch, der durch seine Arbeit auch wirklich Sinn erfahren kann. Selig der Mensch, der durch sein Tun durch seiner Hände Arbeit, durch sein geistiges Schaffen, durch seine Kreativität  Neues hervorbringt.

 

Das Neue, das uns die Natur schenkt und genauso das Neue, das durch unser Mühen und durch unsre Anstrengung zur Welt kommt, ist immer auch Geschenk. Es ist nie allein unsere Leistung. Andere Menschen haben Teil an unseren neuen Ideen, denn sie haben z.B. bestimmte Voraussetzungen dafür geschaffen. Der ganze Kosmos ist letztlich damit beteiligt.

 

Wenn neue Pflanzen, neue Früchte, neue Blumen, neue Ideen das Licht der Welt erblicken, dann ist es letztlich immer ein Geschenk.

 

Wer sich beschenkt weiß, der wird sich auf den Weg machen um Dank zu sagen. Ein aufrichtiger Dank von Mensch zu Mensch ist manchmal mehr wert als 100,- Euro. Die Dankbarkeit ist die Aufmerksamkeit des Herzens.

 

Wenn ich vorhin das Wort des Propheten Jesaja zitierte: „Seht her, nun mache ich etwas Neues!“ Dann sind wir neu eingeladen:

 

Ersten: zu schauen, wahrzunehmen, was mir jeder Tag an Neuem schenkt. Sind wir nicht oft blind und taub, obwohl wir Augen und Ohren haben? Wir brauchen nur einmal einem Kind zuschauen, wenn es spielt. Oder einmal einen Apfel genau anschauen, an ihm riechen und dann hineinbeißen. Mit einem Wort: „wahrnehmen!“

 

Zweitens: wenn ich aufmerksam wahrnehme, dann werde ich ins Staunen kommen. Drittens: das Staunen ist der Anfang des Glaubens, denn das Staunen geht über uns hinaus. Und im Staunen wird Dankbarkeit mich überfallen.

 

Die Dankbarkeit beginnt mit dem Wahrnehmen: mit dem Sehen, mit dem Hören, mit dem Riechen und Schmecken, mit dem Fühlen. Unsere fünf Sinne sind das Tor zur Welt.

 

Und diese fünf Sinne sind auch das Tor zu Gott. Was denn sonst? Durch unsere Sinne erfahre ich die Fülle, die mir zukommt . Wer schenkt sie mir letztlich? Traue ich mir sagen, Gott ist es? Hat er den Apfel gemacht? – Baum – Apfelkern?

 

 Heute bist du hierher gekommen, um mit uns allen Gott zu danken. Du sagst damit auch, ich bin ein/e von Gott Beschenkte/r.

 

„Seht her, nun mache ich etwas Neues!“Dieses Wort des Propheten Jesaja ist ein Wort aus Gottes Mund. Nicht der Mensch macht etwas Neues, sondern Gott. Gott ist der Handelnde. Gott schafft Neues.

 

Manchmal serviert er uns das Neue wie ein Kellner oder wie ein Paketzusteller. Er bringt uns das, worum wir den Kellner gebeten haben oder jenes, was wir bei diesem oder jenem Verlag per Post oder per Internet bestellt haben.

 

Wir sind glücklich, weil unser Gebet erhört wurde und danken Gott für seine Wohltat. Ist es aber andererseits nicht viel häufiger so, dass Gott uns etwas schenkt, mit dem wir vorerst wenig anfangen können?  Ja, wir erleben es sogar als störend, verletzend aufreibend. Im Rückblick merken wir erst, wie gut, wie heilsam es für mich – für eine Gruppe – für eine Organisation war, was Gott uns geschenkt/zugemutet hat.

 

Gott sagt: „Seht her, nun mache ich etwas Neues!“ Dieses Wort aus Gottes Mund leitet auch unseren Pfarrgemeinderat. Er war nicht nur verantwortlich für das neue Pfarrzentrum. Sondern der Pfarrgemeinderat will, dass durch die Pabneukirchner Glaubensimpulse neues Leben in unserer Pfarre, in unseren Familien, ja in jedem einzelnen hervorbricht.

 

Diese Glaubensimpulse sind eine Chance, dass ein neuer Geist uns erfaßt und bewegt. Nämlich ein Geist, der aufatmen lässt, ein Geist der berührt, der uns trägt, ein Geist, der dem Miteinander ein neue Qualität gibt.


Aber genauso wird uns dieser Heilige Geist auch aufregen über ungerechte Strukturen; er wird unseren Mund öffnen für Anliegen, die schon längst fällig sind.

 

Dieser Heilige Geist wird uns auf die Hinterbeine stellen und uns Mut machen, dass wir die Wahrheit die in uns schlummert, ehrlich aussprechen. Ein neues Pfingsten kann sich hier in Pabneukirchen ereignen.

 

Es kommt natürlich darauf an, ob du auch bereit bist, dich auf diesen Geist Jesu einzulassen.

„Seht her, nun mache ich etwas Neues!“Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht?

Merkst du schon etwas, seit die Folder in eurem Haus sind? Zeigt sich schon Neues? Ist dein Glaube oder deine Gottesbeziehung wieder zum Thema von dir geworden? Vielleicht merkst du, dass dein Leben derzeit gar nicht rund läuft und dass es an vielen Ecken und Kanten zwickt oder wehtut?

Gott schafft Neues. Neues kann immer nur entstehen, wenn wir Altes zurücklassen, alte Geschichten loslassen. Was können so alte Geschichten sein? Ein Nachbarschaftsstreit, eine tiefe Kränkung seit der Schulzeit, ein Zorn auf die  Eltern, … vielleicht gibt es bei dir eine Geschichte, die jetzt dran ist loszulassen.

 

„Seht her, nun mache ich etwas Neues!“


Wie oft fahren wir in eingefahrenen Gleisen. Jahrelang spulen wir das gleiche Programm ab und dann kommt einer, der etwas Neues macht und wir sagen: „Das haben wir immer so gemacht!“ Merkt ihr, wie schnell wir der Versuchung erliegen, das Neue im Keim zu ersticken?

 

Gott schafft ununterbrochen Neues. Er macht es aber nicht alleine, sondern er braucht unsere Hilfe, - unsere Beteiligung, denn er ist kein Diktator, sondern einer, der mit uns in Beziehung sein will, der mit uns arbeitet.

 

Gott will mit uns eine neue Qualität von Leben schon in dieser Welt erfahrbar machen. Er schenkt uns die Gnade, dass wir heute schon die Fülle des Lebens verkosten können.

 

„Ein Gnadenjahr des Herrn rufe ich aus“, so sagt es Jesus in seiner Heimat in Nazareth. Diese Zeit bis Pfingsten ist für Pabneukirchen, ist für euch Pabneukirchnerinnen und Pabneukirchner, ist für uns Pabneukirchner ein Gnadenjahr.

 

Liebe Schwestern und Brüder, ein Gnadenjahr des Herrn rufe ich aus!

 

Josef Rathmaier
Pfarrassistent

Pfarre Pabneukirchen
4363 Pabneukirchen
Markt 3
Telefon: 07265/5214
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

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