Sunday 11. April 2021
Pfarre Oepping

Corona? Pandemie und/oder Ideologie

 

Als der angeklagte Jesus vor Pilatus stand

und über sein Königtum Rechenschaft geben sollte

und von der Wahrheit sprach,

da hakte Pilatus ein mit der Frage:


„Was ist Wahrheit?“

 

Und Pilatus wandte sich von Jesus ab,

ohne auf eine Antwort zu warten.

Für Pilatus gab es keinen Wahrheitsanspruch auf Gott hin.

 

Es ist in diesen Zeiten schwer,

die Wahrheit zu erkennen.

Ich maße mir nicht an, es zu tun.

Vieles aber ist ungereimt

und bringt die Situation kaum glaubwürdig

auf einen Nenner. 

 

Und dabei bin ich immer überzeugt:

Die volle Wahrheit werden wir nur in Jesus oder in Gott finden.

Oder besser gesagt: Es kommt die Zeit der Wahrheit auf uns zu.

 

Für uns wird Wahrheit immer Stückwerk sein...
und wir tun uns heute sehr schwer damit,

dass wir keinen Menschen finden,

der uns wirklich die volle Wahrheit sagen kann.



„Lass über uns dein Angesicht leuchten!“

so beten wir um den Segen Gottes.

Etwas vom Angesicht Gottes soll uns zugewandt sein...

 

Auch wenn Gott im Verborgenen lebt,

so führt er uns nicht hinters Licht.

Er sagt uns, wer ER ist,

was ER ist und was ER will.

 

Möge auch wir immer nach Wahrhaftigkeit streben!

 

* * *

Ältere Einträge: siehe unten...

 

 

Ältere Einträge aus der Corona-Zeit (März bis Mai)

 

* * *

[Verweise auf Korona-Kritik von div. Fachleuten: mussten auf Anordnung gelöscht werden (19.10.2020)]

 

* * *

 

 

Ich bin gewachsen…

und habe gelernt geduldig zu sein

und mir eigene Gedanken zu machen.

 

Ich bin gewachsen…

im Gebet und in der Erfahrung…

… und dein Wort, mein Herr und mein Gott,

hat mich gestärkt und satt gemacht.

 

Ich bin gewachsen…,

durch die Gemeinschaft mit dem Herrn.

Eine Speise habe ich empfangen,

die unscheinbar meine Seele genährt hat.

 

Ich bin gewachsen…

auf den Wegen, die der Herr uns zeigt,

durch die Speise, die ER uns gibt

und durch den Fingerzeig, mit dem ER uns führt…

 

frei nach Predigt-Gedanken (2012/13)

 

Das Phänomen „Corona“...

beobachte ich an mir selbst, genau so im Stift, in der Gemeinde und in der „ganzen“ Welt.

Das Phänomen „Corona“ besteht darin, dass der Mensch aufs neue seine Endlichkeit entdeckt hat und das Bewusstsein, dass er trotz Sport, moderner Technik und Medizin sein Leben nicht in der Hand hat.

Er entdeckt nach Zeiten des Wohlstandes neu seine Sterblichkeit – nicht so, wie in Kindestagen, als er naiv Indianer gespielt hat und auch nicht so wie im Fernseh-Krimi, wo doch alles nur gespielt ist.

Nein... der Fall „Corona“ betrifft auf einmal nicht mehr nur „die anderen“. Corona hat in dieser Frage an unsere eigene Tür geklopft!

Vinzenz 2020

 

Ich muss in diesen Zeiten immer wieder auch an das Wort Jesu denken, das er Simon Petrus und den anderen Jüngern gesagt hat, als deren Glauben wohl vor der größten Prüfung stand. Jesus sagte:

Simon, Simon, der Satan hat verlangt, dass er euch wie Weizen sieben darf. Ich aber habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht erlischt. Und wenn du dich wieder bekehrt hast, dann stärke deine Brüder.“

 

Covid-19 kommt mir schon auch vor, wie das Sieb Satans, das viele verführt, ihre Hoffnung zu verlieren und den Glauben fallen zu lassen. Da wird das kleine Pflänzchen, das vielleicht erst zu wachsen begonnen hat, mit den Füßen zertreten. Bedenklich ist, dass im Land die Missgunst zum Mitmenschen wächst (in Österreich gab es mehr Anzeigen als Ansteckungen (!) und vermutlich mehr Tote durch Sorgen und Vereinsamung als wirklich durch diesen Virus selbst!)

 

Mögen wir aus dieser Krise gestärkt herausgehen – als aufrechte Christen, die in der Prüfung an ihrem Gott nicht irre geworden sind.

V.E. 2020

 

 

Wie mit Corona leben?

 

1. Sich nicht verrückt machen lassen!

Man muss sich klar sein, dass Politik und Medien „Ängste“ bewusst und unbewusst geschürt haben. Natürlich war dies ihrerseits von einer guten Absicht geleitet – ganz abgesehen davon, ob sie in allem Recht hatten. Auch wenn die Absicht gut ist, kann der Weg bedenklich sein...

 

2. Als Christ denken und leben

Auch wenn gemeinsame Gebete und Gottesdienste nicht immer möglich waren (oder sind...) soll uns das nicht zum Abfall vom Glauben verführen. Christen ist das Gebet immer möglich und immer aufgetragen! Auch müssen wir lernen mit den Ängsten anderer Verständnis zu haben – denken wir an die Apostel, die erst durch die Kraft des Heiligen Geistes wirklich mutig wurden. Zu sagen ist: Es ist wirklich das Gebet, das einen Menschen ernsthaft (ohne zu verdrängen) durch die Krise trägt. ER ist unser Heiland!

 

3. Die Schwierigkeit besteht im Spagat zwischen Verdrängung oder blindem Vertrauen und sklavischer Angst

 

Es geht um die Frage: Wie ist die „Wirklichkeit“ von Corona einzuschätzen? Ein paar Beispiele:

 

 

 

Dieser Virologe nennt nüchtern Tatsache wie etwa: „Vergleichbar mit anderen Viren. Gefährlicher als Grippe!“. Entscheidungen für Maßnahmen will und kann er keine treffen. Das ist Sache der Politik.

Auch dieser Virologen kennt die Tatsachen. Ihm sind die Vorsichtsmaßnahmen zu wenig scharf. Schon vor „Corona“ mied er Kontakte und schüttelte niemanden die Hände. In seinem Fach ist er Experte und weiß wirklich viel um die Gefahren von Viren, die da übertragen werden könnten...

Auch dieser Virologe beruft sich auf Tatsachen und findet die verlangten Maßnahmen zu streng. Andere Viren sind ebenso gefährlich und bringen Kranken den Tod. Folgen von Corona ergeben sich nicht nur aus dem Virus selbst, sondern auch in Folge von Isolation, Arbeitslosigkeit, Einsamkeit, Streit und Angst.

 

Dieser Mann ist Politiker und kein Virologe. Er versteht von Viren nicht mehr als der Durchschnittsbürger. Und doch muss er zum Wohl aller Entscheidungen treffen – natürlich unter Berücksichtigung von Tatsachen und seiner Wähler.

 

Auch Politiker sind in ihrem Charakter unterschiedlich. Da hält der eine die Maßnahmen für überzogen und dem anderen sind sie immer noch zu wenig streng... und das sogar in derselben Partei!

 

Das sind Erich und Hedi. Sie wissen nicht auf wen sie hören sollen.

 

Auf Virologen, die unterschiedlicher Meinung sind... oder auf Politiker, die in Abwägung aller Folgen und Möglichkeiten mehr oder weniger richtige oder fragwürdige Entscheidungen getroffen haben...

 

Zu Zeiten der Angst, waren Maßnahmen zu lax. Im Übermut fanden sie alles umsonst und viel zu streng.

 

Auch dieser Mann ist kein Virologe, sondern ein Pfarrer. Obwohl es unter Geistlichen unterschiedliche Auffassungen gibt, ist er von einer Tatsache überzeugt:

 

Gott wird mir auf meinem Weg beistehen und mit mir einem guten Weg gehen.

ER wird mir helfen, wo ich vorsichtig sein muss und doch gelassen sein darf in einem Leben in Freude und Zuversicht – trotz der mehr oder weniger richtigen oder fragwürdige Entscheidungen, die getroffen worden sind...

 

 

Wie ist „Wirklichkeit“ einzuschätzen?

Ich kann nur sagen: Nur mit Gottes Hilfe werden wir sie richtig einschätzen können!. Ich muss in dieser Frage an den Pharao im Buch Exodus denken. Als Mose zum Pharao kam, da glaubte jener seinen Worten nicht... – trotz der Zeichen, die Mose im Auftrag Gottes getan hatte. Für den Pharao gab es andere Erklärungen (wie z.B. Täuschung oder Zufall).

 

Als dann die ersten Plagen ins Land kamen, da gab er zuerst Mose recht. Als dem Pharao aber die Folgen bewusst wurden, die aufgrund der Plagen kommen würden, da wollte er diese zusammen mit dem Verlust seiner hebräischen Sklaven nicht tragen. So verhärtete er sein Herz und er ließ Mose doch nicht ziehen.

 

Dann kam am Ende die schlimmste Plage, die den Tod seines Sohnes mit sich brachte. Da reute den Pharao seine Haltung und er ließ Mose ziehen.

 

Als er wiederum die Bedeutung und die Folgen seiner Entscheidung sah und ihm klar wurde, dass er wegen Mose oder dessen Gott (an den er ja nicht glaubte) seinen Sohn verloren hatte, da stieg blinder Hass in ihm auf und er wollte wiederum die Folgen (eines inzwischen vielfachen Verlustes) nicht tragen. Sein Herz war sehr hart geworden und er befahl seinen Soldaten die Kriegswagen anzuspannen...

 

Im Blick auf das Ende dieser biblischen Geschichte (Ex 1–15) möchte ich sagen oder vielmehr bitten:

 

  • Die Bitternis wuchs aus dem Unglauben!

     

  • Seien wir also nicht wie der Pharao, der infolge der „Krise“, immerzu sein Herz verhärtete ... und so am Ende in den Fluten samt seinem Heer unterging...

     

  • Blicken wir in unserer Haltung vielmehr wie wirkliche Kinder Gottes auf den Herrn, wie Mose es getan hat. Das Wort „Mose“ bedeutet „Sohn“. Seien wir also wie wahre Söhne – Kinder Gottes, die zum Aufbruch bereit sind, und die die Folgen ihres Tuns (oder der ganzen Gesellschaft) (mit-)tragen. Gehen wir mit Gott dem Herrn den notwendigen Weg durch die Wüste in das Land oder in die Zeit, in die der Herr uns führen möchte.

V.E. 2020

 

[Eingeschätzt wird die Gefährlichkeit von Covid-19 etwa so: doppelt so ansteckend wie Grippe. Umstritten ist, ob sie wirklich gefährlicher ist. Die Infektionssterblichkeit (IFR) wird zwischen 0,2 bis 1,5% geschätzt – d.h. wenn sich ca. 125 anstecken, wird einer sterben – unter 65 Jahren sinkt sie unter 0,01 – weniger als einer von 1000). Mit zu berücksichtigen ist die Mortalität einer Gesellschaft – in Österreich liegt sie bei 1% = 88.600 pro Jahr!

Recherche: 15.5.2020]

 

* * *

 

Palmsonntag

Traurige Palm-Segnung am Vorabend zum Palmsonntag am 4. 4. 2020 in der „Coroan-Krise“

 

Hier ein paar Bilder:

Wie im Pfarr-Email angekündigt, nutzten einige die Möglichkeit und brachten ihre Palmbuschen im Laufe des Samstags in die Kirche, die am Abend gesegnet wurden (Auf Grund der Corona-Verordnungen musste die Öffentlichkeit ausgeschlossen bleiben – so wie auch an den kommenden Tagen…).

 

 

 

 

*

 

Ein Vers aus dem Evangelium zum Palmsonntag:

Die Leute aber, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!
Als er in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Aufregung, und man fragte: Wer ist das? Die Leute sagten: Das ist der Prophet Jesus von Nazaret in Galiläa.

(Mt 21,9-11)

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