Montag 11. Dezember 2017
Pfarre Oberkappel

Monatswort zum Februar 2017

Wir brauchen Augen des Heiles!

Liebe Pfarrbevölkerung, liebe Besucher unserer Homepage!

Am 2. Februar feiert die Kirche, leider schon etwas unbemerkt, das Fest der Darstellung des Herrn, das im Volksmund auch Mariä Lichtmess bezeichnet wird. Vierzig Tage nach der Geburt wird das Kind Jesu, nach jüdischem Brauch in den Tempel getragen, um es den Herrn zu weihen und Josef und Maria danken für die Geburt. Ich möchte ein wenig bei dem Wort Darstellung verweilen, das den Titel des heutigen Festes ausmacht. Darstellung Jesu, im Lateinischen heißt es praesentatio, bedeutet Jesus wird präsentiert, Jesus wird im Präsens, in der Gegenwart, gezeigt. Diese Präsentation wird von Josef und Maria vollzogen, die ihn in den Tempel gebracht haben. Für mich birgt dies eine schöne Aussage, nämlich, dass Jesus, dass Gott selber, von uns Menschen dargestellt, präsentiert, gezeigt werden kann. Ich selber, der Mensch, der ich bin, darf ein Darsteller, eine Darstellerin Gottes sein. Ich kann ein Darsteller Gottes sein, wenn ich Augen für das Heil habe. Dafür steht die Gestalt des greisen Simeon im Evanagelium dieses Festes. Er war sicherlich ein sensibler und geistlicher Mensch, der lange auf das Heil gewartet hat. Nun kann er am Ende seines Lebens sagen: ,,meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast.“ Die Augen des Simeon sind auf das Heil konzentriert. Er hat einen Blick dafür, was dem Leben wirklich Sinn und Orientierung gibt. Er kann sehen, was heil und heilig ist, was im Leben in Ordnung und stimmig ist, was ganz einfach gesagt passt und was uns auch Freude bereitet. Augen dafür zu haben und daraus zu leben, ist das Entscheidende. Wir erleben es heute oftmals umgekehrt. Man sieht das, was nicht passt, man begegnet einander mit Vorbehalten und Vorurteilen, man hat eine große Sensationslust für Negativschlagzeilen.

Ich wünsche uns Augen für das Heil, für das Heil in meinem Leben, und für das Heil des Nachbarn, auch wenn er nicht so geliebt ist. Wo Augen des Heils vorhanden sind, ist ein gemeinsamer Blick auf den vorhanden, von dem das Heil ausgeht, auf Jesus selbst.

 

Es grüßt euch herzlich

euer Pfarrer Maximilian

 

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