Thursday 25. April 2019
Pfarre Oberkappel

Osterglocke - große Glocke?

Kurzfassung

 

Der erste Ton der Glocke ist ein einladender Ton. Ist die Osterbotschaft, die uns die Osterglocke verkündet, nicht genau eine solche Einladung: „Spiel mit, setze dich beim Spiel des Lebens ein!“  Es zahlt sich aus sich um den Glauben zu bemühen, auch wenn es nicht immer leicht ist.

Spiel mit, Jesus lebt in dir,

  • wenn du dich von ihm inspirieren lässt, wenn dich die Frische seiner Botschaft erreicht und durch dein Leben weht.
  • wenn du dich für andere einsetzt, wenn du anderen das Aufstehen aus dem Dunkel ihres Lebens ermöglicht, und wenn du das aus Leidenschaft tust.
  • wenn du einen österlichen Blick auf dein Leben und die Welt hast, wenn du das Kleine und Unscheinbare siehst, wenn du nicht blind wirst für die Not in deiner Umgebung, und du sehen willst, was jetzt getan werden soll.
  • wenn aus dem Abgestorbenen und Totgeglaubten in dir, manches neu beginnt zu leben und zu blühen.

Der zweite Ton der Glocke ist ein missionarischer Ton, einer, der uns beruft die Osterbotschaft auszurichten. „Maria von Magdala richtete aus, was ihr der Auferstandene gesagt hatte“. Durch das Ausrichten der Botschaft vom Leben, entsteht Leben und wir können zu einem Klima der Menschlichkeit beitragen. Bischof Manfred Scheuer berichtet, dass bei einer Pfingstwallfahrt Menschen mit Behinderung ihre Gaben brachten. Sie brachten Gaben der Menschlichkeit. Vielleicht wird uns gerade im Blick auf die gehandicapten Menschen klar, diese nicht von ihren Defiziten her zu sehen. Sie vermitteln Spuren der Auferstehung: „Lebensfreude und Lebensannahme, Hoffnung und Zuversicht.“ Dadurch wird die Osterbotschaft der Menschlichkeit ausgerichtet und das Leben wird neu, dadurch werden wir missionarische Menschen, wozu uns die Osterglocke auffordert.

 

Bei einer Glocke schwingen bis zu fünfzig Töne mit. Das sind nicht wenige, sondern viele. Und genau mit dieser Vielfalt hat Ostern, hat das christliche Leben zu tun. Wir sind mit verschiedenen, vielen Geschwindigkeiten unterwegs.  So sind auch die Osterevangelien voll mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Petrus braucht länger. Auch Maria von Magdala braucht länger bis sie den Auferstandenen erkennt. Die Emmausjünger brauchen den ganzen Weg und Thomas braucht bekanntlich noch länger. Die Ostergeschwindigkeiten dürfen unterschiedlich sein, wichtig ist nur, dass irgendeine Art von Bewegung da ist, sonst geht die Sache nicht weiter.

 

„Wir müssen uns an der Buntheit des Tiergartens Gottes freuen, und sie nicht als Bedrohung sehen.“

 

 

Voller Wortlaut

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