Wednesday 16. October 2019
Pfarre Oberkappel

Aschermittwoch

„Bedenke Mensch, dass du Staub bist, und zum Staub zurückkehren wirst!“ 

Diese Formel, die bei der Spendung des Aschenkreuzes verwendet wird, hat eine tiefe Wahrheit in sich.

 

Gedanken zur Fastenzeit 2018

 

„Bedenke Mensch, dass du Staub bist, und zum Staub zurückkehren wirst!“

 

 

Diese Formel, die bei der Spendung des Aschenkreuzes verwendet wird, hat eine tiefe Wahrheit in sich, eine Wahrheit, der wir wohl am besten auf die Spur kommen, wenn wir versuchen ein paar andere Übersetzungsversuche dieser Formel zu unternehmen. Diese könnten lauten:

 

  • Bedenke, du zerbrechliches Wesen Mensch, dass du, obwohl du von der Erde genommen bist, den Schöpfergeist deines Gottes in dir tragen darfst, und von dir vielmehr zurückbleiben kann als Staub.
  • Bedenke, du zerbrechliches Wesen, dass Gott etwas mit deinem Leben vorhat, dass du eine Berufung hast, Talente und Begabungen, die du entfalten kannst.
  • Bedenke, du endliches Wesen Mensch, dass du glauben, hoffen und lieben kannst, dass du für andere da sein kannst, dass du ein Mitmensch sein kannst und sollst.

Und genau aus diesen neuen Übersetzungen bekommen wir Fastenzeitimpulse, wie wir als Christen unser Leben gestalten dürfen:

 

  • Bedenke Mensch, dass die Zeit begrenzt ist, in der du deine Lebensaufgabe erfüllen kannst, dass „jetzt die Zeit der Gnade, jetzt der Tag des Heiles ist,“ an dem du das entdecken kannst.
  • Bedenke, dass jetzt die Zeit ist mit der Umkehr zu beginnen, und uns der barmherzige Vater erwartet, weil er uns begegnen will, besonders auch im Sakrament der Beichte.
  • Bedenke, dass du nicht alles vor dir herschieben kannst, dass heute der erste Tag vom Rest deines Lebens ist.

 

Eine alte jüdische Geschichte sagt Folgendes: „Zwei Wahrheiten bewahre in deiner Tasche, und nimm jeweils die heraus, die du gerade nötig hast. Die eine sei: Um meinetwillen hat Gott die Welt erschaffen. Die andere sei: Ich bin nichts als Staub und Asche.“

 

Manchmal müssen wir die erste Wahrheit herausnehmen „um meinetwillen wurde die Welt erschaffen.“ Gerade wenn wir gedemütigt oder missachtet werden, sollen wir uns sagen lassen, dass Gott über unserem Leben steht. Heute am Aschermittwoch nehmen wir die Staubwahrheit heraus. Wir schauen uns an und sehen wie schnell Ruhm, Ehre, Ansehen und die Dinge dieser Welt zerfallen. Denn es sind die Palmzweige, einst Zeichen von Macht und Königswürde, die nun verbrannt in der Asche vor uns sind. Und wenn wir das Kreuz damit auf die Stirn bekommen, dann dürfen uns einige Fragen in den kommenden vierzig Tagen begleiten: Was bleibt von meinem Leben, wenn alles zerfällt? Was ist wertvoll, was hat Bestand, wofür lohnt es sich zu leben?

„Bedenke Mensch, dass du Staub bist, und zum Staub zurückkehren wirst.“ Dieser Satz, mit seiner tiefen Wahrheit, darf uns begleiten.

Amen.

 

 

Ausgewählte Predigten von Pfarrer Maximilian

Die Hl. Familie

Am heutigen Fest der Heiligen Familie haben wir ein Evangelium gehört, das alle Eltern, die mit heranwachsenden,...

Leben ist Begegnung

Am 4. Adventsonntag geht es im Evangelium um die Begegnung zwischen Maria und Elisabeth. Wie können wir Gott begegnen?

Weihnachten ist Bewegung!

Weihnachten bewegt die Konsumwelt, die Kinder in der Vorfreude, die Menschen, die eine religiöse Erfahrung machen...
Erinnerungen / Bilddokumentaion
Pfarre Oberkappel
4144 Oberkappel
Falkensteinerstraße 12
Telefon: 07284/206
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Kommunikationsbüro
Herrenstraße 19
Postfach 251
4021 Linz
https://www.dioezese-linz.at/
Darstellung: