Thursday 22. April 2021
Pfarre Oberkappel

Allerheiligen, Allerseelen

Gedanken von Kurt Krenn
Gräber am Friedhof Oberkappel

Kommt Ihnen der sogenannte Ich-Wille bekannt vor ? Ich will, dass der Staat mir Sicherheit gibt. Ich will, dass ich mehr Geld verdiene. Ich will, dass ich in der Gesellschaft angesehen bin... Kurt Krenn lenkte in seinen Worten zum Festtag die Denkweise um...

Wann höre ich noch auf mein Gewissen, was Gott von mir persönlich will?

 

"Allerheiligen ist ein Feiertag im Besonderen ein Festtag der katholischen Kirche, die aller Heiligen gedenkt. Der Allerseelentag ist ein Gebetstag für alle Verstorbenen, besonders für jene, mit denen wir in Liebe und Dankbarkeit über den Tod hinaus verbunden bleiben wollen. Beide Tage sollten Tage der Stille, des würdigen Umgangs miteinander und unseres bewussten Vorausschauens auf unsere eigene Todesstunde sein. 

 
Nichts erscheint gläubigen Menschen schrecklicher als mit Gott unversöhnt zu sterben.
 
Wer um eine gute Sterbestunde betet, der wird jene Bereitschaft gegenüber dem unerforschlichen Willen Gottes finden, die die Todesangst vertreibt und uns verklärt Christus entgegengehen lässt.

 

Unser Sterben ist Gnade, wenn wir im Augenblick des Todes, im Stand der Gnade wachend und mit Gott in allem versöhnt, gerufen werden. Jeder Augenblick unseres Lebens muss so sein, dass wir aus jedem Augenblick ins ewige Leben eingehen können.

 

Wer die heilige Wachsamkeit für die Todesstunde nicht richtig versteht, für den ist der Blick auf den Tod der Anlass zur Angst, zur Ruhelosigkeit, zur Verwirrung und zur Verzeiflung. Der gläubige Mensch, der auf den Tod vorbereitet ist, wird jeden von Gott geschenkten Tag ernst und gelassen nützen, jeder gelebte Tag muss gut genug sein, der Anfang und Übergang zu ewigen Leben mit Gott zu sein.

 

Die Welt ist voller Versuchungen. Wer steht, der sehe zu, dass er nicht falle. Jesus preist jene Getreuen selig, die der Herr bei seinem Kommen wachend findet. Wir wollen nicht zu den ungetreuen Knechten gehören, die gewaltätig sind und Böses tun, weil sie meinen, dass der Herr noch lange nicht kommt.

 

 

Wenn wir jeden Tag Gottes Willen erfüllen, haben wir in der Todesstunde nichts zu befürchten.

 

Wenn wir vor Gott etwas zu bereuen haben, lasst uns heute schon umkehren. Der Weg der Liebe ist immer offen. Auch noch in letzter Stunde erhört uns Gott. Neben Christus wurde ein wahrhaft schuldiger Mensch gekreuzigt. Er sagt zu Jesus: "Denk an mich, wenn Du in dein Reich kommst!" Worauf Jesus antwortet: "Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein." (vgl. Lk 23,42 f)"

 

 

 

Bei diesem Text handelt es sich um einen Auszug aus den Christianus-Texten von Bischof DDr. Kurt Krenn aus der Kronen-Zeitung, die kürzlich in Buchform erschienen sind. Zehn Jahre hat Bischof DDr. Kurt Krenn unter dem Pseudonym "Christianus" die Kolumne "50 Zeilen mit Gott" geschrieben. Er wollte mit diesen Beiträgen auch kirchenferne Leser ansprechen.

 

Quellenangabe:

Födermayr, Rudolf (Hrsg.) (2015): Kurt Krenn: Christianus - 50 Zeilen mit Gott. Kleinhain: Verlag St. Josef.

Bestellungen:

"50 Zeilen mit Gott" von Kurt Krenn,  331 Seiten, EURO 14,90 Christlicher Medienversand

4020 Linz, Waltherstr.21

Tel: +43 (0)732 788117

Mail: hurnaus@aon.at

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