Mittwoch 23. Mai 2018
Pfarre Oberkappel

Faschingspredigt

Pfarrer Maximilian reimte am Faschingsdienstag die Predigt und verkündete sie von der Kanzel.

 

Gereimt von Pfarrer Maximilian

 

Liebe Brüder und Schwestern in Christus!

 

Am Faschingswochenende ist,

wie mir scheint, es angebracht,

dass sich die Predigt, auch mal reimt.

 

So grüß ich alle, die hierhergekommen,

die ganz Normalen und die sogenannten Frommen.

So höret meine Priesterworte, heute hier von oben,

die da sein solln, zum Nachdenken, zum Tadeln, aber auch zum Loben.

 

Was wir da heute reimen,

wird das Gesäte dann auch keimen?

Wird es Früchte bringen, in den Herzen drinnen?

 

So wollen wir nachdenken nun,

wie könnt es anders sein,

wir tun es dreifach nun,

hör bitte jetzt gut zu!

 

So ist das erste, das wir wollen bedenken,

das Evangelium, das Gott uns gibt,

das Leben stets neu aus zu lenken.

 

Vom Aussatz hat Jesus befreit,

zu schenken neue Menschlichkeit,

dem Mann, der ausgeschlossen war,

von der Gesellschaft, die hart war.

 

Dieses Beispiel sondergleichen,

darf uns alle heut erreichen,

die Menschlichkeit neu zu entdecken,

kann neue Lebensgeister wecken.

 

Doch weil wir heut unser Verhalten,

mit Vorlieb digital gestalten,

auf den Fortschritt blind vertrauen

und auf nackte Fakten bauen,

sind wir technisch jetzt so weit,

verzichten auf die Menschlichkeit.

 

Nun Jesus rät, statt sich zu grämen

Und für sich selber sich zu schämen,

den größten Feind, der so durchtrieben,

am besten – hemmungslos zu lieben.

 

Das geht, wenn man es nur probiert

Und immer wieder hart trainiert.

Es geht, wenn man sich Mühe gibt,

denn Gott hat mich zuerst geliebt.

 

Und das, was bleibt, an Fehl und Sünd,

da gibt’s nen Ort, du kennst ihn wohl.

Es ist ein Ort, der nicht beliebt,

doch kannst du loswerden,

was dir am Herzen liegt.

Der Ort heißt Beichtstuhl, wohlbekannt,

von mir stets neu beworben,

für manche allerhand.

 

Und trotzdem, ist der Ort, kein Marterinstrument.

Er will dir schenken Gottes Liebe,

die vor Sehnsucht nach Versöhnung brennt.

 

Dieses war der erste Streich,

doch der zweite folgt sogleich.

 

Im Pfarrheim waren beim Narrenkastl

stets sehr viele Leute,

ich freu mich, über die Munteren und Aufmerksamen, bei der Predigt heut.

 

Das Narrenkastl, sein Zweck, der ist uns klar,

es geht um Lachen, Freude,

und durch den Kakao ziehen lassen,

alle zwei Jahr.

Sich die eignen Schwächen gönnen,

und über sie auch lachen können,

dies überträgt sich weiter,

stimmt dann auch den Nachbarn heiter,

und – wir nehmen´s ganz genau –

gegendert muss es sein, auch des Nachbarn Frau.

 

Die Zeit der Narreitei, ist gut,

nimmt uns die Sorgen, schenkt uns Mut.

Gibt uns Gelassenheit und Freud,

schenkt uns ein fröhlicheres Leben heut.

Doch darf der Mensch nicht übersehen,

dass es nicht kann ohne Ernst und Werte gehen.

 

Das Verkleidung im Fasching, ist ganz gut,

doch darf sie nicht dahin führen, sich selbst,

was vorzumachen, was der Wahrheit nicht tut gut.

So schau auf uns und unseren Fimmel,

lieber Gott, wirf Hirn vom Himmel,

dass die Welt nicht blöd veraltet,

sondern sich ganz neu gestaltet,

nach dem Bild, das uns gegeben

Jesu Wort und auch sein Leben.

 

Dieses war der zweite Streich,

doch der dritte folgt sogleich.

 

Jetzt is er schon bald zwei Jahre doa,

da neiche Pforra, dems sehr woituat in Oberkappel,

des is für mi wirkli kloar.

 

Die Leit san meist sehr brav und doan guat mit,

beim Pfoarhofbau, beim Beten, bei viele Aktionen,

da braucht man net loang umanötn.

Doch tauchen so manche Fragen auf,

wie lebt da Pforra, wie bestimmt er seinen Lebenslauf.

 

Was kocht die neiche Köchin, es war so interessant,

wonàs uns do bei da Wochenordnung sagat,

des war ollerhand.

Wer zoit die neuche Köchin, des Stift, oda goa die Pfoaar,

des is a Froag, die auftaucht im Cafe, net nur bei zwoa.

 

Und viele gibt’s, die mochn sie do Sorgn,

über die neiche Stieag im Pforrhof,

als ein Fallobjekt des Priesters, für heute oder morgen.

 

Nach Jesu Denkn is des Hinfaoin weniger Problem,

doch gibt’s in jeda Pfoarr die Leit,

dies Hinfoin imma nur beim anderen sehn.

De die positive Haltung des Interesses, ganz verdrehn,

in des, was ma landläufig, Neugierd nennt, die doch sehr oft doazu führt,

den Mitmenschen negativ und vor allem unwoar

zu verdrehen.

 

So geb ich uns noch eines zu bedenken,

das wir das, was wir so leicht und unbedacht durch unser Reden lenken,

stets neu befragen auf die Eigenschaften,

der Wahrheit und der Notwendigkeit,

oder ob es hier nicht manchmal geht, um die eigene, von sich ablenkende Befindlichkeit.

 

Dieses war der dritte Streich, doch das Wichtigste folgt sogleich.

 

In kurzen Worten für euch alle, soll an Gott folgende Bitte hallen:

Schenke uns von deinem Geist,

der uns aus dem Elend reißt,

Geist der mehr sieht als Konsum, mehr als Forscherheldentum.

Geist zum Sturm- dagegen-Laufen,

will man uns für dumm verkaufen?

Geist, der froh macht und befreit

Zu himmlischer Lebendigkeit.

Solchen Geist in Jesu Namen

Wünsch ich euch von Herzen. Amen.

 

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