Donnerstag 21. März 2019
Pfarre Oberkappel

Faschingspredigt

03.03.2019

Pfarrer Maximilian reimte am Faschingssonntag die Predigt und verkündete sie von der Kanzel.

Liebe Brüder und Schwestern in Christus!

Da sitzt ihr hier, und wisst nicht wie schwer
das Machen einer Predigt wär.
Sonntag für Sonntag alle Wochen,
so hat man es Euch mal versprochen.

Jedoch davor sitzt man und fragt
was sagt man bloß dann am Sonntag.
Dass Groß und Klein, Mann, Frau und Kind
davon auch angesprochen sind.

Ist es vielleicht zu kompliziert,
was da Dein Kopf jetzt grad gebiert?
Dann macht man schnell es etwas leicht
und merkt: So'n Mist! jetzt ist's zu seicht.

Die einen wolln etwas für's Herz,
zu trösten manchen Seelenschmerz.
Die andern woll'n Theologie,
doch einig sind sie sich da nie.

Die einen lieben's traditionell
mit Himmel, Engeln und der Höll.
Die andern woll'n es mehr modern
zu hör'n von Christus unserm Herrn.

Der eine wünscht sich's kurz und knapp
der and're sagt: Mach nicht gleich schlapp!
Die Predigt ist so wie ein Seil:
Je länger, desto größ'res Heil.

Der eine sieht die Maus gern laufen,
der andre wünscht ihr den Scheiterhaufen.
Auch ist man selbst als Mensch dabei,
hat Lieblingsthemen im Regelfall gleich drei.

Die hat der eine auch sehr gern
der and're säh sie lieber fern.
Ihr merkt: Es ist echt nicht zum Lachen,
es allen Leuten Recht zu machen.

Heut wär' es leicht, könnt' Hoffnung keimen
Ihr wollt ja alle was mit Reimen.
Ich habe wieder es probiert,
dass es geistliche Speise zum Nachdenken wird.

 


So hat Jesus im Evangelium festgestellt,
kein Blinder ist dem Blinden als Sehhilfe bestellt.
Es geht darum die Balken im eigenen Auge zu sehen,
auch wenn des Nachbarn Splitter zur Ablenkung ganz gut anstehn.

Uns selber besser zu erkennen,
mit Stärken, Schwächen und Talenten;
das ist Zusage und Auftrag Gottes uns zugleich,
ein Weg, der uns näher bringt dem Himmelreich.

Wer an Gott glaubt,
der hat es heute oft auch schwer,
die sich um Gott nicht kümmern,
werden immer mehr.


Doch mag es sein, das war schon immer so,
denn auch in alter Zeit war'n viele Leute froh,
wenn sie von Gott nichts merkten und nichts spürten
und keine Forderungen Gottes sie berührten.


Manche treiben es sogar bis auf die Spitze
und erklären diskutierend voller Hitze:
Es wär ja ganz schön, spräche Gott zu unsern Ohren,
doch Gott hat wohl den Anschluss zur Realität verloren!

So spotten sie und erklären ganz offen:
was Gott angeht, da gibt's nichts zu hoffen.
Er schweigt und hat überhaupt nichts zu sagen,
die Religionen sind nur üble Plagen.

Ein Überbleibsel von grausigen Zeiten, und Verrückten
als noch Priester die Menschen unterdrückten,
als noch keiner vernünftig zu denken wagte
und den Menschen die Dummheit behagte.

So wird dem guten Gott
manch Finsteres in die Schuhe geschoben
Man will keinen Herrn und Gott
hier unten und dort droben.

Mit der Welt machen wir es
selber schon richtig
unser Profit und der Fortschritt,
das ist uns wichtig.

Und doch, es will keiner den letzten Draht zu Gott zerschneiden,
er denkt: wenn doch einer droben, wär' ich nicht zu beneiden,
wenn ich's mir mit der höchsten Macht gleich ganz verderbe.
Ich glaub zwar nichts, doch um des Höchsten Gunst ich werbe.

Und außerdem ist es doch auch ganz feierlich,
mal eins auf Religion zu machen,
so salbungsvolle Worte, Kunst und Musik,
ja das rührt an, sind schöne Sachen.

Ein wenig Religion ist doch ganz nett,
erhebt die Seele,
auch wenn ich sonst
in Gottes Reihen allzu gerne fehle.

Ostern und Pfingsten sind mir
wirklich ganz viel wert,
mal auf die Ski und in die Berge,
da sind Feiertage nicht verkehrt.

Ich seh mir auch so manche alte Kirche an
und spende durchaus auch, so dann und wann.
So denkt wohl mancher, sagt es jedoch nicht zu laut
damit er sich den Weg nach oben nicht verbaut.


Doch das ist scheinheilig
und sagen wir es ehrlich
Scheinheilig sein
ist vor Gott äußerst gefährlich!

Gott mag nicht den Schein,
Gott mag es ehrlich
und ehrlich vor Gott
ist gänzlich ungefährlich.

Der größte Wunsch,
den ich als Pfarrer in mir heg,
ist es, dass Gott
uns innerlich zu Herzen geht.

Nicht, weil ich muss,
weils der Pfarrer so will,
weil es sich so gehört,
sondern weil er immer mehr zum Freund meines Lebens wird.

 

Mit Jesus hat Gott alles fürs Recht getan,
die Sünder und Elenden nimmt er an.
Wer sich selbst für gerecht hält und unfehlbar tut,
ist innen oft faulig, verkleidet sich gut.

Die Sünder wissen, den Arzt brauchen wir,
die Gnade tut gut, Gottes Liebe ist hier.
Gottes Recht ist die Liebe, sie fließe hervor,
Gottes Gerechtigkeit öffnet das Himmelstor.

Der Sünder hat zwar schlechte Karten,
er kann keine Belohnung erwarten,
doch Gott sind alle Sünder recht.
Wer auf Jesus vertraut ist nie zu schlecht.


So lade ich euch von ganzem Herzen ein,
das zu sein, wozu er uns lädt heute ein,
ein guter Baum, der gute Früchte bringt,
und dem Wachstum des Glaubens und anziehendes Zeugnis entspringt.

Kein Abstand soll zu Gott bestehen,
er schenkt uns Nähe, erbaulich und schön,
er schenkt uns Nähe, nimm sie an,
sei kein Frosch, er liebt dich, blickt dich barmherzig an.

Doch müssen wir zugeben,
manchen Abstand haben wir gern.
Deshalb sitzt ihr gerne in den hinteren Bänken
und lasst euch dort von Gott beschenken.

So geh ich gern mit Weihwasser
nach hinten
und wunder´ mich erfreut,
wer sich dort lässt finden.

 

Denn in Oberkappel,
sitzt man gern auf
und unter der Empore
nicht weit entfernt vom Eingangstore.

Ein Glück, das muss ich zum Abschluss wirklich noch sagen:
man muss sich hier nicht alleine plagen.
Wer Mitarbeiter und gute Menschen in Oberkappel hinter sich spürt,
dem geht die Arbeit einigermaßen geschmiert.

So ist euer Pfarrer sehr gerne hier,
Um Menschen zu helfe, für sie dazu sein,
hin und wieder auch wichtige Werte einzumahnen,
und wenn es angemessen ist, mit euch zu trinken manches Schlägler Bier.

Unser Pfarrleben soll sein stets bunt,
sonst kämen wir bald auf den Hund.
Und wenn wir selber können lachen,
auch über uns nen Witz mal machen,

Dann freut sich Leib und Geist und Seele,
damit der Frohsinn uns nicht fehle.
Dass wir als Kirche nie erlahmen
dazu sagt bitte alle: Amen

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