Dienstag 22. Januar 2019
Pfarre Oberkappel

Die Hl. Familie

30. Dezember 2018

Kurzfassung:

Wie schön, dass selbst die Bibel die Heilige Familie nicht immer fehlerfrei und einträchtig schildert. Ihre Heiligkeit besteht offenbar in etwas anderem, als in Perfektion. Das lässt uns hoffen. So habe ich heute drei Interviewpartner eingeladen. Sie berichten uns von dem, wie es in ihren Familien zugeht, was in ihren Familien für sie heilig ist:

 

Hier ist Familie Buntig. Willkommen! Wer gehört zu ihrer Familie?

Herr Buntig: Das ist meine Lebensgefährtin, die ihren zwölfjährigen Sohn in die Familie mitgebracht hat, eine fast erwachsene Tochter aus meiner früheren Ehe, die leider gescheitert ist, und unsere gemeinsame, vierjährige Tochter. Und wir haben Achmed, einen minderjährigen Flüchtling aus Afghanistan bei uns aufgenommen. Er ist schon seit zwei Jahren bei uns und wir demnächst siebzehn.

Und was ist jetzt wichtig für in ihrer buntgemischten Familie?

Herr Buntig: Toleranz und Geduld. Die verschiedenen Bedürfnisse und Temperamente bekommt man nicht nur mit Strenge und Autorität in den Griff. Man muss sie annehmen. Wir müssen uns ein Leben lang kennen, und verstehen lernen, mit unseren Stärken und Schwächen. Vielen Dank für die Vorstellung ihrer bunten Familie.

 

Ich begrüße jetzt Frau Riese! Wer gehört zu ihrer Familie?

Mutter Riese: Ich bin eine alleinerziehende Mutter von Patrick. Er ist acht Jahre. Wir Eltern haben uns getrennt, als er zwei war. Mein Mann hat regelmäßig Kontakt zu Patrick, auch die Großeltern väterlicherseits kümmern sich um ihn, obwohl mein geschiedener Mann inzwischen zwei weiter Kinder hat. Meine Eltern und Patricks Goli gehören auch dazu. Sie sind immer für uns da. Zusammen unternehmen wir viel.

Und was ist wichtig in ihrem Familienleben?

Mutter Riese: Akzeptanz ist für mich ganz wichtig. Die Dinge sind, wie sie eben sind. Solange ich gegen die Wirklichkeit kämpfe kann ich nur verlieren. Wenn ich anerkenne, dass manches anders kommt als ich es mir erwartet habe, kann ich darauf reagiere und das Beste daraus machen. Das, was mir mein Herz und mein Gewissen sagt, muss ich tun. Ich freue mich jeden Tag über meinen Sohn. Danke!

 

Dann bitte ich noch Familie Heil, dass sie sich noch kurz bei uns vorstellt. Wer gehört zu euch?

Tobias Heil: Ich bin Tobias, ich bin zehn Jahre alt und ich habe noch eine sechsjährige Schwester. Sie heißt Sarah. Meine Eltern sind auch dabei. Sie sind etwas älter, 39 und 44 Jahre. Sie halten so fest zusammen, dass es sinnlos ist, beim einen, um etwas zu betteln, was der andere gerade verboten hat!

Und was ist in eurer Familie wichtig?

Tobias Heil: Wir feiern gern und haben oft Besuch. Wir Kinder lassen uns gerne Geschichten von früher erzählen. Zum Beispiel hatten unsere Eltern letzte Woche den dreizehnten Hochzeitstag. Eine Sandkastenliebe, wie sie immer erzählen… Dann bringt Papa Blumen mit und wir schauen Fotos an aus der Zeit, wie sie sich verlobt haben. Danke meinen Interviewpartnern für die Gespräche!

 

Ihr habt uns Einblick gegeben, was in euren Familien wichtig ist und weiterhilft: Toleranz, Geduld, Annahme, Freude, Rituale, Aufmerksamkeit, Feiern, Verlässlichkeit und sicher noch viel mehr. Im urchristlichen Sinn sind die Familien, die sich eben vorgestellt haben alle heilig, nicht oberflächlich, sondern an wichtigen Werten orientiert. Die Familie ist sicher eine anspruchsvolle Lebensform, die sich immer wieder einmal wandelt. Sie ist die grundlegende Lebensform. Sie ist von Gott selbst eingesetzt und es hat noch nie jemand etwas Besseres erfunden. Die Familie soll heilig sein und heilig bleiben.

 

Nach einer Predigtvorlage aus Groot Bramel, Regina, Predigten Plus, Lesejahr C, Freiburg 2018, 29-33.

 

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