Monday 25. October 2021

Christliche Friedhofskultur

Das Leben über den Tod hinaus zu denken, stiftet Sinn. Es ist eine tiefe Sehnsucht in uns, dass wir nie vergessen werden oder verloren sind. Als Christen glauben wir, dass wir leben, auch wenn wir sterben. Der Friedhof ist Ausdruck dieses Glaubens und Zeichen dafür, dass wir unseren Lieben über den Tod hinaus einen gebührenden Platz geben.

In ein paar Wochen feiern wir das Fest Allerheiligen und Allerseelen. An diesen Tagen stellen wir all jene in den Mittelpunkt, die uns durch den Tod vorausgegangen sind. Diese bleiben durch die Liebe ein Teil von uns. Als Christen glauben wir, dass wir leben, auch wenn wir sterben. Mit einer würdigen Verabschiedung und dem christlichen Begräbnis bringen wir unsere Liebe zu den Verstorbenen zum Ausdruck. In unserer Pfarrgemeinde befindet sich der Friedhof neben der Pfarrkirche, im Zentrum unseres Ortes. Ein schönes Symbol, das uns zeigt, dass wir unseren Lieben über den Tod hinaus einen gebührenden Platz geben.

Das Leben über den Tod hinaus zu denken, stiftet Sinn. Es ist eine tiefe Sehnsucht in uns, dass wir nie vergessen werden oder verloren sind.

Manche Menschen planen deshalb schon bei Lebzeiten ihr Begräbnis oder schreiben fest, wie ihre Grabstätte aussehen soll.

Die Kirche trägt mit ihrer Friedhofskultur maßgeblich dazu bei, den Wert und die Würde jedes Menschen über den Tod hinaus zu bewahren.

Was ist das Besondere an unseren pfarrlichen Friedhöfen.

  • Niemand soll vergessen sein.

Menschen tragen ein Leben lang einen Namen, der für ihre Identität steht. Im Buch Jesaja steht: So spricht der Herr, der dich geschaffen und der dich geformt hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich ausgelöst, ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir.

Der Name eines Menschen wird für alle sichtbar am Grabstein eingraviert. Wenn wir vor dem Grab stehen, denken oder beten wir genau für diese einmalige Person.

  • Der Friedhof symbolisiert die Dazugehörigkeit.

Der Friedhof ist eingezäunt durch eine Mauer. Man gehört über den Tod hinaus zur Pfarre und zur Gemeinde, in der man sein Leben verbracht hat, dazu. Zu den Menschen mit denen man gelacht und getanzt, geweint und die man geliebt hat. Wir beten deshalb für die Verstorbenen und gedenken ihrer.

  • Der Gottesacker ist eine öffentliche Gedenkstätte.

Manchmal ist uns nicht bewusst, wie viele Menschen an uns denken, wie viele Menschen uns kennen. Wir pflegen enge und weitere Beziehungen. Es soll jeder und jede das Recht haben, unser Grab aufzusuchen. Der Pfarrfriedhof ist ein öffentlicher Ort, wo jeder hinkommen darf, um zu beten und den Verstorbenen zu gedenken.

  • Er ist ein Blumengarten der besonderen Art.

Eine Besonderheit unserer christlichen Friedhofskultur ist, dass er sich immer wieder in einen Blumengarten verwandelt. Die blühenden Gräber sind einerseits Ausdruck der Liebe, die bleibt, andererseits sind sie ein Hinweis auf die Auferstehung. Wir werden leben, auch wenn wir sterben, verkünden wir bei jedem Begräbnis. Die Blumen weisen auf diese Vorfreude hin.

  • Er ist ein Lichtermeer und ein Feierplatz.

Am Fest Allerheiligen und Allerseelen treffen sich die Gläubigen zum Gebet am Friedhof. Dieses Gebet soll unsere Hoffnung stärken, dass alle, die uns vorausgegangen sind, geborgen sind in Gottes Hand und dass wir uns einmal wieder sehen. Die vielen Lichter sprechen ebenfalls von dieser Hoffnung, die uns durch Jesus Christus geschenkt ist.

 

  • Das Kreuz – unser Erlösungszeichen

Bei einem christlichen Begräbnis wird das Kreuz, das Erlösungszeichen am Grab aufgerichtet. Es weist darauf hin, dass die Liebe stärker ist als der Tod. Die christliche Hoffnung entspringt aus dem Tod und der Auferstehung Jesu Christi. Sie ist für uns die Kraftquelle aus der wir, nach dem Verlust eines lieben Menschen, schöpfen können.

  • NEU! Sternenkindergedenkstätte

Viele Frauen und Familien tragen das Schicksal mit sich, ein ungeborenes Kind durch den Tod verloren zu haben. Ein Ereignis, das tief im Herzen schmerzt und das man nie vergessen kann. Oft gibt es dafür noch kein Begräbnis, weil es in den ersten Schwangerschaftswochen gegangen ist oder weil es noch nicht bestattungspflichtig war.

Es ist gut, wenn es einen Ort gibt, an dem man dieser Sternenkinder gedenken und um sie trauern kann. Dazu gibt es auf unserem Friedhof eine Gedenkstätte. Diese kann von trauernden Eltern, Geschwistern, Großeltern genützt werden, um ihrer Lieben zu gedenken.

 

Wir danken allen, die die Gräber ihrer Angehörigen pflegen und zum Blühen bringen.

Erhalten wir uns unsere schöne und traditionelle Friedhofskultur in unserer Pfarre.

 

 

Pauline Fröschl

Pastoralassistentin

 

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Friedhofsordnung – Einige Hinweise

Ein Friedhof braucht auch eine Verwaltung und eine Ordnung. Die Friedhofsverwaltung obliegt dem Fachausschuss für Finanzen der Pfarrgemeinde und ihrem Mandatsträger Andreas Haslinger.

Die Friedhofsordnung ist ein mehrseitiges Dokument, welches von der Diözese Linz erstellt und vom Bischof unterzeichnet wurde. (Stand: 4. Mai 2010)

Diese diözesane Friedhofsordnung liegt im Pfarrbüro zur Ansicht auf und man kann sie auch im Internet auf unserer Pfarrhomepage nachlesen.

Ein paar Ordnungspunkte möchten wir hier anführen:

1) Grabstätten dürfen nur mit Zustimmung der Friedhofsverwaltung neu errichtet oder geändert werden. Die Steinmetze sind verpflichtet, Pläne vor Errichtung einer Grabanlage zur Genehmigung vorzulegen. Erst nach Genehmigung des Planes kann mit der Ausführung begonnen werden. Kann eine Genehmigung aufgrund der Friedhofsordnung nicht erteilt werden, muss eine Planänderung erfolgen.

2) Bei jeder Grabstätte ist mindestens 50 % der Grabfläche mit natürlicher Bepflanzung zu gestalten. Die Friedhofsverwaltung kann daher Grabstätten, die zu mehr als der Hälfte der Grabfläche mit Steinen oder Platten abgedeckt wird, keine Bewilligung erteilen.

Wir bitten um Verständnis, dass auf diese zwei Themen in Zukunft besonders geachtet wird und diese auch umgesetzt werden.

 

Die Friedhofsordnung der Diözese Linz in vollem Umfang steht Ihnen hier als Download zur Verfügung.

Berichte von der Dekanatsvisitation 2019

Gebetstreffen der Gebetskreise

8. Mai 2019 mit Bischof Manfred

Segensreiche Begegnung
Mit rund 70 BesucherInnen aus verschiedenen Pfarren des Dekanats Perg und einer sehr jungen, musikalischen Lobpreisgruppe aus Rechberg, fand ein Gebets- und Lobpreistreffen mit Bischof Manfred in Schwertberg statt.

Frauenmesse in Schwertberg

mit Bischofsvikar Willi Vieböck

Ca. 35 Schwertbergerinnen und Schwertberger feierten am 9. Mai 2019 die Donnerstags Frauenmesse mit Bischofsvikar Willhelm Viebock.

Taizé Gebet

im Rahmen der Dekanatsvisitation

Am Dienstag den 7.5. fand im Rahmen der Visitationswoche ein zusätzliches Taizé Gebet statt. Zu Gast war Generalvikar Dr. Severin Lederhilger.

 

Pfarre Mitterkirchen
4343 Mitterkirchen
Mitterkirchen 8
Telefon: 07269/8203
Telefax: 07269/8203-4
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

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