Samstag 18. November 2017
Stadtpfarre Urfahr

Orgelmusik in der Stadtpfarre Urfahr

von Armin Bumberger

 

 

Über fünf Jahrzehnte (!) wurde die Orgelmusik in der Urfahraner Stadtpfarre wesentlich geprägt von 

 

Frau Prof. Ebermann
Foto: Hubich Renate

 
Frau Prof. Hedwig Ebermann.

 

 

Sie war als studierte Kirchenmusikerin und als namhafte Künstlerin für das hohe Niveau der musikalischen Gestaltung tausender Gottesdienste verantwortlich.

 

Wenige erinnern sich an die Zeit vorkonziliarer Kirchenmusik. Damals wurden auch in unserer Kirche mehrere Messen gleichzeitig zelebriert. Z.B. eine Singmesse am Hauptaltar und eine stille Messe am Seitenaltar in der heutigen Taufkapelle.

 

Heute können wir uns diese liturgischen Abläufe fast nicht mehr vorstellen.

 

Viel klarer sind jetzt die liturgischen Eckpunkte für alle Mitfeiernden erkennbar. Und auch der Volksgesang nimmt einen hohen Stellenwert in der heutigen Liturgie ein.

 

Die Orgel führt dabei die gemeinsam gesungenen Lieder, ohne sie übertönen zu dürfen. Ausgewählte Lieder, Improvisationen und Orgelliteratur verbinden die Elemente der Liturgie und bilden einen würdevollen Rahmen einer Messfeier.

 

Unsere Kirche hat zwei Orgeln mit ganz unterschiedlichen Technologien:

  • die „klassische“ mechanische Pfeifenorgel auf der Orgelempore und

  • eine elektronische Orgel, die im Presbyterium das Klangspektrum wesentlich erweitert.
    Die hochqualitativen Lautsprecher wurden ganz bewusst sichtbar neben der alten Orgel montiert, um das elektronische Instrument nicht zu einem Imitat, sondern als ein seinen Dienst erfüllendes eigenständiges „Organon“ (griech. Werkzeug) zu machen.

Drei Organisten „bedienen“ derzeit maßgeblich das liturgische Orgelspiel das ganze Jahr über, die sich nachfolgend (alphabetisch) kurz vorstellen:

 

Abschied von Prof. Arnold Blöchl

(unserem langjährigen Organisten)

am Sonntag, 11.9.2016

Dr. Arnold Blöchl

an der elektronischen OrgelIch bin in Linz geboren und getauft worden. Schon mit 5 Jahren begann mein regelmäßiger Musikunterricht an der Musikschule Krummau a. d. Moldau, der nach dem 2. Weltkrieg in Linz fortgesetzt werden konnte. Weitere Stationen waren das Konservatorium und Privatunterricht bei Robert Schollum. Dieser bot mir bereits mit elf Jahren die Möglichkeit, regelmäßig im Alten Dom die Orgel zu spielen und die Kirchenchorproben zu begleiten.
Seit 1993 bin ich Pensionist, befasse mich intensiv mit Volksmusik und Blasmusik und musiziere fleißig, wobei mich die vielfältigen Möglichkeiten der digitalen Orgeln in der Stadtpfarrkirche Urfahr, im Wagner-Jauregg-Krankenhaus und in der Pfarre St. Markus inspirieren.

Armin Bumberger

Ich empfinde es als ein Geschenk, die langjährige Organistin Prof. Hedwig Ebermann von 1978 bis 1981 als meine Orgellehrerin gehabt zu haben. Auch nach meinen technischen Studienjahren in Graz durfte ich ab 1992 wieder als Organist die Hochämter begleiten. Auf diese Weise gewann ich doch viel Praxis und Erfahrungen im Begleiten von Sängern und Ensembles, die ich heute noch mit dem Kirchenchor und der Chorleiterin Kim EuKyong pflege. Ich freue mich aber auch, ohne liturgischen Dienst einfach eine Messe mitzufeiern und dem Spiel meiner Organistenkollegen zu lauschen.

Mag. Gerhard Geiblinger

Die musikalische Verbundenheit mit der Stadtpfarre Urfahr geht nun schon ins vierte Jahr, dies alles mit wachsender Begeisterung.
Von der Dirigentenklasse Dr. Leopold Mayer am Brucknerkonservatorium kommend, meinte Frau Prof. Ebermann: „Ja Orgelspielen musst du aber auch können“ Das war’s! Sie fing gleich damit an, es mir beizubringen.
Augustinus Franz Kropfreiter war eine weitere Station in St. Florian mit Improvisation beim Gottesdienst. Auf einer traumhaften Insel in Florida wurde ich als Organist engagiert. Chorleiter und Organist der St. Cornelius Church in Richmond, San Francisco, CA von 1980 bis 1987 war gleich darauf ein großes musikalisches Erlebnis für mich.
Nun wieder in OÖ wurde mir die Chorleitung/Orgelbegleitung des Augustinus Chores Asten, später dann ein Linzer Kammerensemble übertragen und gleichzeitig immer Orgeldienste in der Pfarre Christkönig (25 Jahre), der Minoriten Kirche und im Alten Dom.

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