Tuesday 23. July 2019
Pfarre Linz-Heiliger Geist

Die Ehe

 

Heiraten...

...das bedeutet, dass Mann und Frau für ein Leben lang beieinander bleiben wollen. Sie lieben sich, haben gelernt, sich zu vertrauen und sie entscheiden sich für ein gemeinsames Leben. Sie sind auf ihrem Weg so weit, dass sie sagen können:"Ja, wir trauen uns..." Bei der Hochzeit bekennt sich das Paar öffentlich zueinander. Alle sollen es wissen und die Menschen, die dem Paar etwas bedeuten, sollen die Entscheidung mitfeiern. 

Menschen, die an Gott glauben, wissen um die Chancen und Bereicherungen, die ein Leben im Vertrauen auf Gott schenkt. Sie erfahren ihr Leben als sinnvoll. Sie wissen sich auch dort von Gott angenommen, wenn Sie leidvoll an Grenzen stoßen. Dieses Wissen und diese Erfahrung machen Mut, Ja zu einer Partnerin / Ja zu einem Partner zu sagen. Diese Paare wenden die christliche Glaubenshaltung, dass das Leben im Vertrauen auf die bedingungslose Zusage Gottes an die Menschen gelingt, ganz konkret auf einen wichtigen Lebensbereich an: das Leben als Paar.

Wenn ein Paar sich daher öffentlich so in der Kirche zueinander bekennt, dann redet die katholische Kirche von einem heilmachenden Zeichen, von einem Sakrament: dem Sakrament der Ehe. In diesem Ehesakrament wird für die Kirche sichtbar, wie Gott sich zu uns Menschen verhält: Er will uns, umwirbt uns, liebt uns - so wie die Partner sich umwerben und lieben. 

Die Entscheidung zu einer kirchlichen Trauung erfordert einen freien und reifen Entschluss. Dieser muss von den Eheleuten selbst getroffen werden. Es ist eine Entscheidung, an der besonders die katholische Kirche in sehr konsequenter Weise festhält, auch wenn das heutzutage nur schwer zu vermitteln ist. Für heiratswillige Menschen kann es daher auch ein Ausdruck von Ehrlichkeit sich selbst und anderen gegenüber sein, sich zunächst nicht kirchlich trauen zu lassen und die Entscheidung darüber noch weiter reifen zu lassen.

Wenn Sie an kirchlicher Trauung interessiert sind, vereinbaren Sie im Pfarramt einen Gesprächstermin. Wenn Sie nicht beide katholisch und ledig sind, sollten Sie sich vorher schon einmal bei den speziellen Fragen informieren.

 

Die Hochzeit ist etwas Besonderes. Deshalb wünscht man sich häufig auch eine besondere Kirche, in der man sich das Jawort gibt. Bedenken Sie dennoch bitte, daß es für Ihre eigene Pfarrgemeinde wichtig ist, nicht nur für die "normalen" Gottesdienste die Kirche zu öffnen, sondern auch für die schönen Gelegenheiten. - Und wenn Sie schon länger in Ihrer Pfarrgemeinde leben, dort vielleicht getauft wurden, zur Erstkommunion gegangen sind oder die Firmung gespendet bekommen haben, wäre es vielleicht doch auch schön, daheim zu heiraten.

 

Für die kirchliche Hochzeit ist folgendes zu tun:

Erneuerte Taufscheine besorgen
Der Taufschein wird nur von dem Pfarramt ausgestellt, bei dem Sie getauft wurden. Wenn Sie in einem Krankenhaus getauft worden sind, müssen Sie feststellen, in welcher Pfarre das Krankenhaus lag. Es geht hierbei um die Feststellung des Ledigenstandes und ihrer Kirchenmitgliedschaft.

 

Hochzeit anmelden
Rufen Sie zu den Bürozeiten im Pfarramt an, oder kommen Sie persönlich vorbei. Wir möchten gerne folgendes von Ihnen wissen: Namen, Geburtstag und -ort, Staatsangehörigkeit, Konfession, Beruf, Adresse, Name und Konfession der Eltern. 5 Monate Vorlauf sind für die Terminabsprache nicht zuviel! Sie können das Formular unter Service/Downloads/Formulare herunterladen.

 

Benötigte Dokumenete:
Erneuerte Taufscheine, Geburtsurkunden, 
falls vorhanden: Heiratsurkunde, Taufscheine und Geburtsurkunden der Kinder, die legitimiert werden.

 

Bei kirchlicher Vorehe zusätzlich:
- Trauungsschein 
- Sterbeurkunde, wenn ein Partner verstorben ist 
- Scheidungsurteil, rechtskräftig 
- Ungültigkeitserklärung einer Vorehe 
- Annullierungsdekret, wenn vorhanden


Bei nicht kirchlich geschlossener Vorehe zusätzlich:
- Heiratsurkunde 
- Sterbeurkunde, wenn ein Partner verstorben ist 
- Scheidungsurteil, rechtskräftig

Termine abmachen
Beim ersten Kontaktgespräch wird auch der Hochzeitstermin festgelegt 
Machen Sie sich ruhig jetzt schon Gedanken, wie Ihre Hochzeit gestaltet sein soll. Wir freuen uns, wenn Sie schon ein paar Ideen haben.


Gespräch mit dem Pfarrer 
In diesem Gespräch geht es um verschiedene Dinge. 
Zum einen muss geklärt werden, ob überhaupt alle Voraussetzungen für eine kirchliche Eheschließung erfüllt sind. 
Dann geht es um Information: Was versteht die katholische Kirche unter einer Ehe? Welches sind die Kernpunkte? Schließlich wird der Gottesdienstablauf aufgestellt. Um diesen zu vervollständigen, ist vielleicht ein weiteres Gespräch nötig.

 

Konfessionsverschiedene Ehen in denen ein Partner einer anderen christlichen Konfession angehört, unterliegen besonderen Bestimmungen. Gleiches gilt, wenn der Partner einer anderen Religion angehört. Hierbei ist grundsätzlich eine Entscheidung zu fällen, ob die Trauung in der evangelischen oder in der katholischen Kirche stattfinden soll - gegebenenfalls unter Zuziehung eines Seelsorgers der jeweils anderen Konfession. Alle Einzelheiten können Sie bei der Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Pfarrbüro bzw. im Gespräch mit dem Seelsorger klären.

 

Ehevorbereitungskurse
Für Paare, die heiraten wollen, bietet die Kirche verschiedene Seminare an: www.beziehungleben.at

 

Eine gute Möglichkeit der persönlichen Vorbereitung auf die Eheschließung kann auch die Beichte sein. Im Beichtgespräch mit einem Priester hat man die Gelegenheit, über seinen Lebensabschnitt vor der Ehe nachzudenken. Die persönliche Reflexion im Gespräch, das daraus erwachsende Bekenntnis vor Gott und die Lossprechung von Schuld kann zu einer befreienden Erfahrung führen.

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