Monday 20. September 2021

Eine Sommergeschichte

Biblische Gedanken und gute Wünsche.

Von offenen Türen und Herzen - ein Impuls zum unten stehenden Bibeltext
Vor ein paar Jahren war ich im Sommer einmal in Italien zu Fuß ca. 200 km unterwegs nach Assisi. Diese 10 Tage Pilgerweg haben mich tief beeindruckt. Besonders berührend war eine Etappe über die Berge. Ziemlich erschöpft habe ich um die Mittagszeit eine alte Kirche in einem relativ verlassenen Dorf erreicht. Dort hat ein kleiner Bub gespielt. Der hat mich zu seiner Mama ins Haus geführt. Als ich sie um Wasser fragte, meinte sie, ich solle doch zum Mittagessen bleiben. Eigentlich wollte ich weitergehen, aber sie hat mir erklärt, dass die Unterkunft in der nächsten Stadt schon voll ist und ich doch in ihrem Pilgerzimmer übernachten kann. Auch meinen Einwand, dass ich ja noch in die Sonntagsmesse gehen will und mir die Strecke am nächsten Tag sonst zu lange würde, hat sie nicht gelten lassen. Zufällig war an diesem Tag noch eine Messe in der alten Kirche und am nächsten Tag hat sie mich mit dem Auto ein Stück mitgenommen So habe ich diesen Nachmittag gemütlich an diesem romantischen Ort verbracht, mit dem kleinen Damiano Uno gespielt und mich über die familiäre Aufnahme gefreut. Am nächsten Morgen hat mich Damiano ganz aufgeregt mit den Worten „Pecore, Pecore“ geweckt. Aufgrund meines schlechten Italienisch habe ich zuerst nicht kapiert, was er meint, als ich aber dann die riesige Schafherde gesehen habe, habe ich Manches verstanden. Für mich waren Alexia und Federico samt dem 6jährigen Damiano ein Geschenk des guten Hirten und haben mir gezeigt, wie das ist, wenn die Tür und mehr noch das Herz offen steht. Ich wünsche auch Ihnen solche Erfahrungen ... nicht nur im sommer 2021. P. Franz

Johannes 10,1-10
In jener Zeit sprach Jesus: Amen, amen, das sage ich euch: Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht, sondern anderswo einsteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber. Wer aber durch die Tür hineingeht, ist der Hirt der Schafe. Ihm öffnet der Türhüter, und die Schafe hören auf seine Stimme; er ruft die Schafe, die ihm gehören, einzeln beim Namen und führt sie hinaus. Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat, geht er ihnen voraus, und die Schafe folgen ihm; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber werden sie nicht folgen, sondern sie werden vor ihm fliehen, weil sie die Stimme des Fremden nicht kennen. Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus; aber sie verstanden nicht den Sinn dessen, was er ihnen gesagt hatte. Weiter sagte Jesus zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch: Ich bin die Tür zu den Schafen. Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber; aber die Schafe haben nicht auf sie gehört. Ich bin die Tür; wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden; er wird ein- und ausgehen und Weide finden. Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Foto: Kanzel der Pfarrkirche Buchkirchen

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