Samstag 16. Februar 2019

Eucharistie

SYMBOLE UND RITUALE BEI DER HEILIGEN MESSE

 

  • Festgewand:

Der Kirchenvater Hieronymus sagt: „Aus dem Alten Testament lernen wir, dass wir nicht mit den alltäglichen und beliebigen, durch die Verwendung im gewöhnlichen Leben beschmutzten Kleidern in das Allerheiligste eintreten, sondern mit reinem Gewissen und in reinen Gewändern des Herrn Geheimnisse in den Händen halten dürfen.“

Das Festgewand ist eine Hilfe sich vom Alltag zu lösen und ein Ausdruck des Feierns.

  • Vorbereitung:

Ich nehme mir genügend Zeit zum Feiern und überlege mir:

+ Wofür möchte ich heute danken?

+ Was möchte ich bei mir ver-wandeln lassen?

+ Was ist mein persönliches Anliegen, für das ich bitten will (Fürbitte)?

Spirituelles Fasten:

Vor besonderen Festen ist das Fasten durchaus sinnvoll, denn Jesus ist das Brot, das den wahren Hunger stillt.

  • Turmglocken:

Sie rufen uns zusammen. Sie sind die Einladung und der Ruf Gottes: „Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich will euch erquicken. Mt 11,28.

Ich habe Sehnsucht mit euch das Festmahl zu feiern. Lk 22,15“

  • Weihwasser:

Beim Eintreten in das Gotteshaus nehmen wir Weihwasser. Das Kreuzzeichen mit Weihwasser ist eine Tauferneuerung. Wir bekennen uns zu dem Gott des Lebens, der uns in der Taufe ewiges Leben geschenkt und in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen hat.

  • Ewiges Licht:

Das Ewige (rote) Licht im Altarraum sagt uns, dass Christus hier im Tabernakel in der Gestalt des Brotes sichtbar gegenwärtig ist. Das ist für Katholiken eine besondere Präsenz, denn Jesus ist vielfach gegenwärtig, z.B. „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“

  • Kniebeuge:

Wenn das Ewige Licht sichtbar ist, begrüßen wir Christus mit einer Kniebeuge. Nur vor Gott beugen wir unsere Knie, nicht vor Präsidenten oder Königen. Basilius sagt: „Dadurch, dass wir die Knie beugen und den Körper wieder aufrichten, zeigen wir, dass wir durch die Sünde gefallen und durch die Barmherzigkeit des Schöpfers wieder zum Himmel berufen sind.“

 

 

1 ERÖFFNUNG

  • Einzug in Bildern:

Mit dem Priester ziehen alle ein, die einen Dienst bei der Feier ausüben (MinistrantInnen, LektorInnen, KommunionhelferInnen, KantorInnen ...)

Bei Festgottesdiensten wird mit Kreuz, Weihrauch und Kerzen eingezogen.

  • Glocke:

Am Beginn des Einzugs wird von einem Ministranten eine kleine Glocke (bei der Sakristeitür) geläutet. Sie kündigt uns an: Christus zieht jetzt ein; er ist jetzt unter uns anwesend in der Gemeinschaft der Gläubigen, im Volk Gottes. „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. Mt 18,20“ Er ist auch anwesend im Priester, der Christus repräsentiert. Die Glocke sagt uns auch, dass jetzt die gemeinsame Feier beginnt. Die Gemeinde erhebt sich aus Ehrfurcht vor Christus zum Gruß, so wie man sich auch vor anderen Personen zum Gruß erhebt. Christus wird dadurch in unserer Mitte herzlich willkommen geheißen.

  • Eröffnungslied:

Unsere Gedanken werden in eine gemeinsame Richtung gelenkt.

  • Weihrauch: Bei besonders feierlichen Messen wird zu Beginn der Altar, die Osterkerze zu Ostern, die Krippe zu Weihnachten, die Ikonen als Zeichen der Verbindung mit der Ostkirche beräuchert. Weihrauch drückt die Gegenwart Gottes aus.
     
  • Altarkuss:

Der Altar ist ein Symbol für Christus, er ist gesalbt mit Chrisam, er heißt χρίστός = Gesalbter. Wenn der Priester den Altar küsst, küsst er damit Christus. Man küsst ja nicht eine Sache, sondern eine Person. Und das ist der persönlichste Gruß gegenüber einer Person.

Der Priester ist der Leiter der versammelten Gemeinde, in ihm handeln wir alle. Wenn wir als Versammelte das sehen, ist es wichtig, dass wir im Priester ganz personal der Person Jesu Christi begegnen, und Jesus so grüßen, das heißt, dass wir diesen Gruß = Kuss innerlich mit vollziehen. Ist es ein Freundschaftsgruß, oder ist es Routine, oder ist es ein Judaskuss?

  • Kreuzzeichen:

Von der Stirn zur Brust, von Schulter zu Schulter, ganz umspannt es dich, Leib und Seele. Es ist das Zeichen der Erlösung, durch das Kreuz heiligt Christus den Menschen ganz. Dieses Zeichen am Beginn der Messe oder eines Gebetes ordnet und sammelt uns (Gedanken, Sinne, ….) (Das Zeichen nach dem Gebet bedeutet: Dass alles in uns bleibe, was Gott uns geschenkt hat, dass er uns stärke in der Versuchung und stütze in der Gefahr.

Beim Segen: Auf dass Gottes Lebensfülle hereingenommen werde in die Seele, und alles darin befruchte und weihe, dein ganzes Wesen, Gestalt, Seele, Tun ... Alles wird darin gestärkt, bezeichnet, geweiht in der Kraft Christi, im Namen des dreieinigen Gottes. Das Kreuzzeichen ist immer auch eine Erinnerung und Erneuerung unserer Taufe.

Cyrill von Jerusalem schreibt: „Schämen wir uns also nicht den Gekreuzigten zu bekennen! Besiegeln wir vertrauensvoll mit den Fingern sie Stirne. Machen wir das Kreuzzeichen auf alles, auf das Brot, das wir essen, auf den Kelch den wir trinken. Machen wir es beim Kommen und Gehen, beim Niederlegen und Aufstehen. Groß ist der Schutz des Kreuzes!“

  • Der Herr ist (sei) mit euch:

Der Priester erinnert gleich beim Gruß an die Anwesenheit Jesu in seiner Kirche. Er lenkt nicht das Interesse auf sich, sondern weist sofort auf den Herrn. Kiriakä = Kirche = das dem Herrn zu eigene. Ihr seid die, die zu ihm gehören.

  • Ja, er ist in unserer Mitte: In einigen Kirchen in Südamerka antwortet die Gemeinde mit diesem Ruf. Die Präsenz Gottes wird bekennend bestätigt.

(Und mit deinem Geiste) = und auch mit dir! Der Herr ist anwesend in der Kraft des Geistes, mit demselben Geist, den du bei deiner Priesterweihe empfangen hast. Das drückt auch aus, dass der Priester eine geistliche Rolle zu spielen hat. D.h. mit deiner geistlichen Sendung, mit deinem Amt, mit dem Dienst, den du jetzt vollziehst. Der Herr möge dich voll erfüllen mit dem Heiligen Geist, wenn du jetzt Mund und Hand Jesu bist.

  • Einführende Worte zum Festgeheimnis:

Vom Priester oder von einem Laien gesprochen in Verbindung mit einer persönlichen Begrüßung.

  • Schuldbekenntnis - Besinnung:

Wir bekennen vor Gott, dem Haupte und vor den Gliedern, dass wir die Liebe schuldig geblieben sind.

„Gutes unterlassen“ Beim Weltgericht in der Bibel (Mt 25,31-46) werden keine bösen Taten, sondern nur Unterlassungen aufgezählt.

  • Herr erbarme dich:

Dies ist ein Bußruf, eine Bitte um Gottes Barmherzigkeit. Herr erbarme dich heißt so viel wie: Herr, drück mich wieder an deine Brust, an dein Herz. So wie eine Mutter ihr Kind an die Brust drückt und sagt: „Es ist wieder alles gut.“

Der Priester bittet beim Abschluss des Schuldbekenntnisses in der Vollmacht Jesu um Vergebung unserer Sünden = Wunder Gottes.

  • Kyrie eleison: Das Kyrie ist kein Bußruf, sondern ein Jubelruf. Das war die Begrüßung des Kaisers in Rom, der sich als Gott verehren ließ. Das Kyrie ist ein Loblied, ein Jubelruf auf den anwesenden Herrn, der mir die Schuld vergeben hat. Im Gotteslob gibt es mehrere Kyrie-Litaneien. Es sind Jubelrufe, wo die Großtaten Gottes verkündet werden und dann folgt: „Kyrie eleison“. Das Kyrie steigert sich zum Gloria, es ist der Auftakt zum Gloria.
  • Gloria: = Ehre sei Gott in der Höhe ... Lk 2,14. Das Gloria bezieht sich auf den Sieger über Sünde und Tod, auf den Auferstandenen.
     
  • Tagesgebet:

Hier wird zum ersten Mal der Vater angesprochen. Während der Eucharistiefeier wird nur der Vater angesprochen. „Lasset uns beten“ Der Priester lädt mit diesem Wort ein, uns zu bereiten für das Wort Gottes, das wir bald hören werden. Hier ist der Raum für die ganz persönlichen Anliegen. Daher folgt eine kurze Stille. Ich versuche mich dabei selber zu nehmen, um mich mit meinen Sorgen und Anliegen Gott hinzuhalten. Bei diesem Hinhalten kann ich alle einschließen: Mann, Frau, Kinder Kranke ... alle die da sind, und ich brauche nichts zu sagen, sondern kann sie einfach hinhalten.

Nachdem jeder seine ganz persönlichen Anliegen gesammelt hat, betet Christus im Priester dieses Gebet. Darum ist dieses Gebet ein priesterliches Gebet, weil Christus selber in diesem Gebet zum Vater spricht, und der Vater durch Christus zu uns spricht. Die persönlichen Anliegen werden von Jesus selbst dem Vater dargebracht. „Er lebt allzeit, um für uns zu bitten Hebr 7,25“. Das ist christliches Beten, dass wir zuerst den Vater preisen, indem wir seine Großtaten verkünden, und anschließend unsere Bitten vorbringen. Dann bitten wir „durch Jesus Christus“. Im Tagesgebet wird auch das Thema des Tages aufgegriffen.

 

2 WORTGOTTESDIENST

 

  • Ambo:

Der Ambo ist der Tisch des Wortes. In manchen Kirchen liegt dort eine aufgeschlagene Bibel, die zum Volk gewendet ist. Das Wort Gottes hat einen besonderen Platz. Manchmal sind auch die vier Evangelisten im Ambo künstlerisch dargestellt.

  • Evangelienbuch:

Es wird oft in eine kostbare Hülle gegeben, um uns zu helfen, an die Gegenwart Gottes und seine Wirkkraft im Wort zu glauben. Bei feierlichen Messen wird es auf den Altar gelegt sonst auf das Ambo. Der Lektor und der Priester öffnen das Buch. Dieses Buch hat zum Inhalt die ganze Offenbarung.

„Niemand war würdig das Buch mit den sieben Siegeln zu öffnen. Es herrschte große Trauer. Auf einmal rief ein Engel: Das Lamm, das geschlachtet wurde, ist würdig, die Siegel zu lösen und das Buch zu öffnen. Es ging ein großer Jubel durch den Himmel und ein großer Lobpreis auf den Vater. Vgl. Offb 5,1-14

  • LektorInnen:

Wenn sie das Buch öffnen, drücken sie in einem liturgischen Zeichen aus, dass sie als Getaufte, die sie zum geschlachteten Lamm gehören, sie sind sein Leib – die Würde haben, die 7 Siegel zu öffnen und das Heilsgeheimnis Gottes, das von ewigen Zeiten in ihm verborgen war, zu verkünden.

Die Lektoren meditieren diese Worte vor dem Vortragen und beten darum, dass sein Wort so an die Gläubigen herankommt, dass ein geistliches Ereignis daraus wird. Denn dazu hat er es in die Welt gesandt:

„Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht dorthin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie zum Keimen und Sprossen bringt, wie er dem Sämann Samen gibt und Brot zum Essen, so ist es auch mit dem Wort, das meinen Mund verlässt: Es kehrt nicht zu mir zurück, sondern bewirkt, was ich will, und erreicht das, wozu ich es ausgesandt habe.“ Jes 55,10.11

  • Evangelienprozession: In vielen Gemeinden beginnt der Wortgottesdienst mit einer feierlichen Evangelienprozession. Der LektorIn trägt das Buch erhoben, damit es alle sehen können, begleitet von 2 MinistrantInnen mit Kerzen zum Ambo.
  • Der Wortgottesdienst beginnt mit der Lesung. Vom 2 Vat. Konzil her sind drei Lesungen vorgesehen. Christus, das lebendig gewordene Wort, wird uns offenbart. In vielen Gemeinden ist es üblich, dass entweder die Lesung aus dem AT oder aus dem NT genommen wird.

Der Lektor beendet die Lesung mit dem Ruf: „Wort des lebendigen Gottes“. Alle antworten: „Dank sei Gott dem Herrn“.

Die Lesung aus dem Alten Testament ist Christuszeugnis: Was das Gesetz und die Propheten über ihn sagen.

Die Lesung aus dem Neuen Testament als zweite Lesung drückt aus, was die Apostel mit eigenen Augen gesehen und mit ihren Händen betasten haben. Vom Wort des Lebens geben sie Zeugnis.

Das Evangelium ist die dritte Lesung, hier spricht Jesus selber zu uns.

  • Antwortgesang (nach der ersten Lesung)

Gott ergreift in der Liturgie immer zuerst die Initiative; er spricht zu uns und wir antworten ihm durch ein Lied oder einen Kehrvers. Es soll dabei wenn möglich ein Kerngedanke der Lesung vertieft werden. Ein Psalm z.B. will etwas Wesentliches der Lesung betend vertiefen.

  • Halleluja (vor dem Evangelium):

Halleluja heißt Lobt Jahwe, preist Gott. Jesus Christus das Halleluja zu singen ist ein Glaubenszeugnis. Hier wird bekannt, dass er der Sohn des lebendigen Gottes ist, der zu uns spricht. Jetzt steht die Gemeinde auf, denn er ist nicht im Dunkel der Geschichte verschwunden, sondern er ist der Auferstandene und Gegenwärtige für uns. Ihm singen wir das Halleluja entgegen.

  • Bußgebet:

Vor jeder Gegenwartsweise Jesu ein Bußgebet als Reinigung. Vor dem Evangelium spricht der Priester (meist mit Blick zum Altar): „Herr. Reinige mein Herz und meine Lippen, damit ich dein Evangelium würdig verkünde.“ (vgl. Händewaschung bei der Gabenbereitung)

Wenn ein Diakon anwesend ist, wird er zuerst gesegnet und gesandt, anschließend erfolgt eine feierliche Prozession mit dem Evangelienbuch zum Ambo.

  • Kerzen:

Als Zeichen, dass das Wort Gottes mich erleuchten will, werden meist von zwei MinistrantInnen Kerzen getragen.

  • Weihrauch:

Weihrauch ist ein Symbol der besondern Anwesenheit Gottes. Gott wird angebetet durch dieses Symbol im Zeichen des Wortes.

An Festtagen wird das Evangelienbuch beräuchert.

  • Evangelium: (=Frohbotschaft)

Wir hören das zweite Mal das Wort: Der Herr ist mit euch! Der Herr ist anwesend in seinem Wort. Nach dem Evangelium wird das Buch geküsst. Es ist ein Ausdruck der Ehrfurcht und Liebe zu Jesus, der jetzt in seinem Wort da ist. Der Priester beendet das Evangelium mit dem Ruf: „Frohe Botschaft unseres Herrn Jesus Christus!“ Alle Antworten: „Lob sei dir Christus“

  • Predigt (=Homilie) Meist ist es eine Auslegung der Schrifttexte oder eine Erschließung von Glaubensinhalten oder ein Glaubens-Lebenszeugnis. Es soll eine frohe Botschaft sein.
  • Glaubensbekenntnis (=Credo)

An Sonn- und Feiertagen gehört es zur Tauffeier (wie das Kreuzzeichen). Es ist ein Taufgedächtnis. Der gemeinsame Glaube derer, die in Einheit diese Eucharistie feiern, wird bekannt. Das Glaubensbekenntnis ist wieder Ant-Wort auf das Wort (Frohe Botschaft), das wir gehört haben. Es ist die mündige Antwort der Kirche (=Braut Christi) auf die Liebe des Bräutigams. Credo heißt übersetzt cor-dare = das Herz geben. Somit ist die Herzenshingabe jedes Gläubigen im Glaubensbekenntnis die echte Antwort auf das Evangelium, weil das Evangelium die Hingabe des Herzens Gottes ist, der sich in seinem Sohn an uns verschenkt.

  • Fürbitten:

Nach dem Hören des Wortes Gottes ist die Gemeinde fähig geworden mit den Augen Gottes in die Welt hinauszuschauen, um dann Stück für Stück von dieser Welt Gott hinzuhalten. So wie wir uns beim Tagesgebet selber hingehalten haben, so halten wir ihm jetzt diese Welt hin. Gott kennt die Welt, daher kommt es nicht darauf an, dass ich eine Fürbitte perfekt formuliere, damit Gott weiß, was er zu tun hat. Fürbitten sind eigentlich keine persönlichen Bitten (dafür ist beim Tagesgebet, Gabengebet oder bei der Kommunion der Platz). Für Bitten sind Bitten für andere. Hier geht es um ein apostolisches Beten.

In den großen Fürbitten am Karfreitag ist die Thematik zusammengefasst.

  1. Bitte: Anliegen der Kirche auf der ganzen Welt. Zuerst schauen wir auf die, die mit uns Glaubende sind. Man kann einzelne Punkte herausnehmen. (Schicksale, Situationen…..)
  2. Bitte Heillose Welt der Völker .z.B. kriegführende Staaten…..
  3. Bitte Leid von Einzelnen, Gruppen, Familien z.B. Drogensüchtige, Gefangene…..
  4. Bitte: Hier schauen wir auf unsere Gemeinde/Pfarre = Ortskirche

 

3. EUCHARISTIE

 

„Jesus nahm Brot, dankte, brach es, und gab es seinen Jüngern.“ Mk 14,17-25

  • Er nahm Brot und Wein, das ist die Gabenbereitung
  • Er dankte (Lobpreis), das ist das Hochgebet
  • Er brach das Brot, das ist das Lamm Gottes
  • Er gab es seinen Jüngern, das ist die Kommunion

Das Danken, der Lobpreis hat dabei den Hauptakzent. Eucharistie heißt Danksagung. Es ist aber mehr als Dank. Die Eucharistie ist die ganze Heilsfülle. Das Konzil sagt: Die sieben Sakramente sind wie eine Pyramide. Alle Sakramente, alle Erfahrungen mit dem Herrn bereiten diese Spitze vor.

  • Gebete:

Die Gebete und Riten der Eucharistie sind wie Kommentare, die betend erklären, was sich jetzt ereignet, auch an mir.

  1. Priestergebete: Christus selbst betet im Priester zum Vater. Es sind Sammelgebete, denen das persönliche Gebet des Gottesvolkes vorausgeht. (Tagesgebet, Gabengebet, Schlussgebet)
  2. Begleitgebete: Sie begleiten einen Ritus, um besser erklären zu können, was ein Symbol bedeutet. (Während der Gabenbereitung, beim Brotbrechen…..)
  3. Rüstgebete: Gebete ab dem „Vater unser“ bis zur Kommunion. Wir werden zugerüstet für die Einheit mit Christus.
  • Gabenbereitung:

Brot und Wein werden zum Altar gebracht, als unsere Gaben, die wir darbringen. Dazu werden Gebete aus der jüdischen Paschaliturgie gesprochen, wahrscheinlich hat auch Jesus selbst sie gebetet: „Gepriesen bist du, Herr, unser Gott, Schöpfer….“ „und der menschlichen Arbeit“: von Papst Paul VI hier eingefügt. Diese Gaben sind Ausdruck für das Geschenk von Gott (Frucht der Erde, die er gegeben hat) und für das menschliche Tun. Wenn die Gaben auf den Altar kommen, lege ich mich selbst in die Opferschale hinein, damit ich auch verwandelt werde. Jetzt muss sich jeder selbst darbringen. Wir feiern Messe, um verwandelt zu werden. Bei der Gabenbereitung kannst du alle Menschen, für die du da bist, darbringen: Deine Familie, deine Kinder, deine Freuden und Sorgen, deine Sünden….Christus wird das verwandeln.

  • Brot:

Das Brot wird durch menschliche Arbeit aus dem Getreide, der Frucht der Erde gewonnen. Es ist Gottesgabe, die dem Menschen als Aufgabe gestellt ist. Das Brot als Gottesgabe(vgl. Manna in der Wüste) wird hochgeachtet. Im häuslichen Brauchtum wird der Brotlaib noch heute vielerorts bekreuzigt und gesegnet. Brot und Wein sind uralte Opfergaben, d.h. Ausdruck der Hingabe konkreter menschlicher Existenz (Gen14,18). Die Urkirche sieht in dem Brot, das aus vielen über die Hügel verstreuten Körnern zum einheitlichen Ganzen wurde, ein Bild der Kirche, die von den Enden der Erde zur Einheit zusammengeführt wird. (Didache 9,4) Heute wird zur Eucharistie ungesäuertes Weizenbrot verwendet, genannt Hostien (Hostia = Opfertier).

  • Wein:

Wein ist ein Zeichen der Festfreude. Er will die Freude der Hochzeit zu Kana stiften. Im Psalm 104,14.15 lesen wir: „Du lässt Gras wachsen für das Vieh, auch Pflanzen für den Menschen, die er anbaut, damit er Brot gewinnt von der Erde und Wein, der das Herz des Menschen erfreut, damit sein Gesicht von Öl erglänzt und Brot das Menschenherz stärkt.“

  • Mischung von Wasser und Wein:

In den Mittelmeerländern wird meist der Wein mit Wasser gemischt, das ist die natürliche Erklärung für diesen Ritus. Dieser Brauch erfährt schon bald eine symbolische Deutung. Cyprian schreibt über die Eucharistie im Anschluss an Stellen wie Jes 40,14, wo die Völker Wassertropfen genannt werden: „Wenn einer nur Wein darbringt, beginnt Christi Blut da zu sein ohne uns, wenn es aber nur Wasser ist, beginnt das Volk da zu sein ohne Christus.“ Somit stellt der Wein Christus dar, als das Meer der Lieb, und der Tropfen Wasser die Menschheit(die Völker. Wir werden hineingenommen in Gott, vergöttlicht. So wie Wasser mit dem Wein sich verbindet zum heiligen Zeichen =Blut Christi, so sollen wir in der Kommunion verschmelzen mit der Gottheit Christi. So wie Wasser und Wein sich vermischen, so hat sich in Jesus göttliches und menschliches vermischt. Lass auch uns daran teilhaben an dieser Vermischung, so wie du Mensch geworden bist, so lass uns durch dich vergöttlicht werden.

  • Sammlung:

Früher wurde bei der Gabenbereitung nicht nur Wein und Brot zum Altar gebracht, sondern auch Naturalien wie Früchte, Gemüse, Fleisch…., für den Unterhalt des Priesters und für die Armen. Diese nahm der Priester entgegen, daher musste er sich nachher waschen. Heute wird nur mehr für die Armen und für die Aufgaben der Kirche gesammelt. Das Teilen ist ein Zeichen der Solidarität mit den Menschen in Not. In manchen Gemeinden findet einmal jährlich der Scheinwerfersonntag statt, da werden weniger Münzen sondern vorwiegend Geld-Scheine gesammelt.

  • Händewaschung:

Da der Priester sich nicht mehr wegen der Gaben die Hände wäscht, ist dies heute ein Bußritus. Der Priester spricht dazu: „Herr wasch ab meine Schuld, von meinen Sünden mache mich rein.“ Ps 51,4 Durch das Abwaschen der Sünden wird er gereinigt für den Dienst am Altar. Dies ist wiederum eine Erinnerung an die Taufe.

  • Weihrauch:

Bei der Gabenbereitung gilt der Weihrauch den Opfergaben, dem Altar, der umschritten wird, dem Priester und der Gemeinde, dem Volk Gottes, das sich als Gabe darbringt. Unser Gebet steige zu Gott empor und seine Gnade herab.

  • Gabengebet:

Gottes Schöpfergaben an den Menschen werden des Menschen Gabe und Hingabezeichen an Gott. Sie werden von Gott dem Menschen als Heilsgaben wiedergeschenkt, das heißt verwandelt in Leib und Blut des Herrn, wodurch wir mehr und mehr in ihn umgewandelt werden.

  • Hochgebet:

Der Name Hochgebet sagt schon, dass es sich um etwas „Hohes“ handelt, nicht verstandesmäßig hoch, sondern es geht um eine Höhe des Herzens, um Hochherzigkeit. Dazu werden wir eingeladen, wenn wir den Ruf „Erhebet die Herzen“ hören, worauf wir antworten: „Wir haben sie beim Herrn“. Erst wenn das wahr ist, kann der Priester weiterfahren, dann ist die große Danksagung. Diese Zurufe sind wichtig, wenn mein Herz nicht Gott gehört, kann es auch nicht verwandelt werden. Zuvor aber hören wir zum dritten Mal „Der Herr ist mit Euch“ Christus wird anwesend in den Gestalten Brot und Wein.

  • Präfation: (=Rede vor Gott; Lobpreis und Dank vor Gott Vater)

Heilswirklichkeiten werden betend verkündet in Form von Lob, Dank, Bitte. Der Herr ist anwesend mit allen Heilswirklichkeiten (Menschwerdung, Leben, Leid, Auferstehung, Geistsendung) und mit derselben Gesinnung. Wir feiern das Geheimnis der Erlösung. Wir sind dabei.

  • Heiliglied: (Sanktus)

Es ist ein Loblied mit den Chören der Engel. Wir brauchen nicht herumzustottern, sondern wir dürfen in die himmlische Liturgie einstimmen. Engel riefen einander zu: „Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heere. Von seiner Herrlichkeit ist die ganze Erde erfüllt.“ Jes 6,3

Die Gottesanrede „heilig“ oder der „Heilige“ meint den persönlichen, nahen und menschlichen Gott, aber auch den unnahbaren, unfassbaren, mächtigen und alle Begriffe übersteigenden Gott!

Der Himmel kommt auf die Erde in der Eucharistie.

  • Die Herabrufung des Hl. Geistes = Epiklese:

Der Priester breitet die Hände aus und zeichnet ein Segenskreuz über die Gaben und über uns, dazu betet er:

„Darum bitten wir dich jetzt: Sende deinen Heiligen Geist auf diese Gaben herab und heilige sie, damit sie uns werden Leib und Blut deines Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus.“ Die Herabrufung des Hl. Geistes ist der zentrale Ritus beim Hochgebet. Nicht der Priester wandelt die Gaben Brot und Wein zu Leib und Blut Christi, das wäre Zauberei, sondern der Heilige Geist wandelt durch den Priester. Vor dem Konzil wurden die Wandlungsworte lateinisch leise gesprochen: „hoc est enim corpus meum….“ Daraus hat sich der Zauberspruch „hokuspokus“ entwickelt. Auch wir müssen verwandelt werden, zu Kirche, zum Leib Christi. Um diesen zentralen Ritus zu betonen, erklingt der große Gong bei der Epiklese in meiner Gemeinde.

  • Gebet der Hingabe (=Wandlungsworte):

Es ist eigentlich kein Einsetzungsbericht, denn einen Bericht liest man vor. In der Eucharistie geht es um Vollzug. Das geschieht jetzt. Christus ist real gegenwärtig im Gedächtnis, im Lobpreis in den Gestalten Brot und Wein. Wandlung nennt man auch Gebet der Hingabe, weil Jesus sagt: „Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird.“

  • Erheben der Hostie und des Kelches:

Die ist ein Zeichen der Hingabe und des Opfers. Es begleitet den Lobpreis und Dank für das Brot und den Wein, in dem sie als Dank an Gott zurückgegeben werden. Ebenso sucht man die Begegnung mit Christus, dem man sich schauend hingeben möchte. „Sie werden auf den blicken, den sie durchbohrt haben.“ Joh 19,37

  • Kniebeuge des Priesters: Der Herr ist anwesend und wir beten ihn an. Zeichen der Anbetung und Verehrung.
  • Weihrauch: (bei Feste)

Der Leib des Herrn und das kostbare Blut werden durch Weihrauch geehrt. Die Sterndeuter an der Krippe sind uns dabei ein Vorbild. „Sie fielen nieder und beteten ihn an…..und brachten ihm Weihrauch dar. Mt 2,11 Die Offenbrung des Johannes berichtet; „Ein Engel kam und stellte sich an den Altar mit einem goldenen Rauchfass; es wurde ihm viel Weihrauch gegeben, damit er es mit den Gebeten aller Heiligen darbringe auf dem goldenen Altar, der vor dem Thron Gottes steht, und es stieg empor vor Gott der Weihrauch mit den Gebeten der Heiligen.“ Offb 8,3.4

  • Geheimnis des Glaubens:
  1. Tod, o Herr verkünden wir…“ Das ist eine Kurzfassung unseres Glaubensbekenntnisses. Immer, wenn mir im Leben Sterben oder der Tod begegnet, müsste ich das beten können. Hier in der Eucharistie beginnt unsere Sendung zur Verkündigung des Glaubens.
  • Darum feiern wir:

Jesus hat uns aufgetragen: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ Wir feiern aus dem Glaubensgehorsam heraus (ob wir gerade Lust haben oder nicht).

  • Gebete nach der Wandlung:

„Wir feiern das Gedächtnis seines Sohnes“. Das ganze Heilshandeln Jesu wird gegenwärtig. „Wir verkünden sein heilbringendes Leiden.“ Seine Gesinnung mit der er für uns gelitten hat, ist anwesend. „Wir verkünden seine Auferstehung“ Der Herr ist anwesend als Auferstandener mit der Gesinnung des Sieges über Sünde und Tod. „Wir feiern seine Himmelfahrt.“ Mit dieser Gesinnung, in der er alle Macht im Himmel und auf Erden vom Vater übergeben bekommt. „Wir erwarten seine Wiederkunft“ Auch der Herr, der wiederkommen wird, ist anwesend, weil er wiederkommt in meiner Todesstunde und am Ende der Zeiten.

  • Gedenken für die Kirche, alle DienerInnen der Kirche, Verstorbene und Anwesende:

+ Wir bitten für sie.

+ Wir erinnern uns daran, wer aller mit uns Gemeinschaft hat in dieser Eucharistiefeier. D.h., Eucharistie kann man nicht alleine feiern, sondern nur in Gemeinschaft der Kirche. Wir haben dabei auch tiefste Gemeinschaft mit der Weltkirche, mit den Verfolgten und mit den Verstorbenen.

  • Sterbeglocke läuten: Bei Todesfällen kann hier die Sterbeglocke geläutet werden: Alle beten gemeinsam: Herr gib ihm/ihr die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihm/ihr, lass sie /ihn ruhen in Frieden. Amen
  • Anzünden der Osterkerze: Hier kann auch für jene gebetet werden, für die Anliegen, für die eine Messintention gegeben wurde. Dazu zündet ein MinistrantIn die Osterkerze an.
  • „Durch ihn und mit ihm und in ihm…= Doxologie

Lobpreis an den Vater durch Jesus Christus in der Einheit des Hl. Geistes.

  • Amen:

Vom hebräischen Wort `mn = fest sein, d.h. es steht fest und es gilt. Es wird auch mit „so ist es“ oder „so sei es“ übersetzt.

  • Vater unser:

Es ist das Tischgebet. Durch die Anrede an den Vater und durch das Wort „geheiligt werde dein Name“ klingt noch der Lobpreis des Hochgebetes nach. Die Bitte „wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“ leitet bereits auf das Friedensgebet über. In diesem Gebet drücken wir die Bereitschaft zur Versöhnung aus. Mit dem „Vater unser“ beginnt die Kommunionfeier.

  • Friedensgebet: (Litanei des Friedens)

Wir werden zugerüstet für die Begegnung mit Christus in der Kommunion. Der Friede ist die Voraussetzung für die Einheit mit Christus. „Gib Frieden in unseren Tagen“ ein Wort von Papst Leo den Großen. In der Völkerwanderungszeit war Unruhe und Hass unter den Völkern verstärkt aufgekommen. Es ist eine Bitte um den Völkerfrieden, den wir heute auch brauchen. „Komm uns zu Hilfe mit deinem Erbarmen“. Nur in diesem Erbarmen kann uns Frieden geschenkt werden. „Bewahre uns vor Verwirrung und Sünde“ damit wir durch Orientierungslosigkeit unser Ziel nicht verlieren. Es ist eine Bitte um den inneren Frieden, damit wir voll Zuversicht das Kommen unseres Erlösers Jesus Christus erwarten.

„Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Ausdruck für den ökumensichen Frieden. Diesen Satz haben die Evangelischen Schwestern und Brüder immer dem „Vater unser“ angefügt. „Schau nicht auf unsere Sünden, sondern auf den Glauben deiner Kirche“

  • Friedensgruß:

„Der Friede des Herrn ist allezeit mit euch“ Das ist der Friede, den uns die Welt nicht geben kann. Joh 14,27 Dieser Friede ist kein Scheinfriede und kein Waffenstillstand, sondern das Heil für den Menschen. Die Gemeinde antwortet: „und mit deinem Geiste“ = und auch mit dir, mit dem Geist des Friedens und der Versöhnung. Wir geben einander ein Zeichen des Friedens, von Person zu Person, von Herz zu Herz. So sind wir bereitet für den König des Friedens, mit dem wir eins werden und der uns noch tiefer in die Einheit führt. Wenn wir einander den Friedensgruß geben, ist es wichtig, dass wir uns auch in die Augen sehen und auch in die Augen sehen können.

  • Brotbrechen:

Das Brechen des Brotes ist den ersten Christen so wesentlich erschienen, dass es den Namen des Ganzen beinhaltete. Der früheste Name für Eucharistie ist das „Brotbrechen“. Es ist ein Symbol für die Einheit in der Vielfalt. Paulus sagt dazu: „Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib, denn wir alle haben teil an dem einen Brot 1Kor 19,16.17 Paulus sieht im Brot, das gebrochen wird, ein Zeichen für die Zusammengehörigkeit in Christus.

Das Brechen ist auch ein Zeichen des Teilens.

  • Lamm Gottes:

Als Begleitgebet zum Brechen des Brotes weist es auf das Opferlamm hin. „Er wurde misshandelt und niedergedrückt, aber er tat seinen Mund nicht auf. Wie ein Lamm, das man zum Schlachten führ, und wie ein Schaf angesichts seiner Scherer, so tat auch er seinen Mund nicht auf.“ Jes 53,7

Das Brechen deutet auch auf das Opfer Christi hin, auf das Gebrochen werden. Christus ist für uns am Kreuz zerbrochen worden und hat uns durch die Auferstehung das Leben geschenkt.

  • Eintauchen eines kleinen Teilchens Brot in den Kelch (Blut Christi):

Wenn ein Opfer(tier) geschlachtet wird, so trachtet man dabei, dass das Blut vom Leib getrennt wird. Die ist ein Zeichen des Todes. Wenn nun Leib und Blut wieder zusammen kommen, so ist das ein Zeichen für das Leben und für die Auferstehung. Wir feiern ja Tod und Auferstehung Jesu. In Rom brachte ein Diakon in der Urkirche einen Teil von der Hostie des Papstes in die jeweilige Gemeinde, und gab ihn in den Kelch, als Zeichen der Einheit mit der Leitung der Kirche.

Der Priester spricht beim Eintauchen des Brotes: „Das Sakrament des Leibes und Blutes Christi schenke uns ewiges Leben.“

  • Nun kommen zwei heilige Vorbeter:

+ Johannes der Täufer kommt an den Altar und richtet seinen Blick auf Jesus. So wie er die Fischer aus Bethsaida, Johannes und Andreas, ansprach, um sie zu Jesus zu führen, so führt er jetzt auch uns zum Gekreuzigten und Auferstandenen. „Seht das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünde der Welt.“ Joh 1,29-36 Auch uns lädt Johannes ein zur Nachfolge Jesu.

+ Der Hauptmann von Karpharnaum kommt an den Altar und betet vor: „Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.“ Als der Hauptmann das sprach, war Jesus voll Freude und sagte: Einen solchen Glauben habe ich in Israel noch bei niemand gefunden.“ Mt 8,5-13 Daraufhin wirkte Jesus das Wunder in der Ferne.

  • Selig, die zum Hochzeitsmahl des Lammes geladen sind. Wir sind von Gott persönlich eingeladen und dürfen darüber glücklich (selig) sein.
  • Kommunion:

Jesus liebt uns so sehr, dass er sich uns zur Speise gibt. Das Essen/Mahl ist ein Zeichen der innigsten und tiefsten Verbundenheit und Gemeinschaft. Jesus sagt: „Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag. Denn mein Fleisch ist wirklich eine Speise, und mein Blut ist wirklich ein Trank. Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich bleibe in ihm.“ Joh 6,54-56 Ich empfange den Leib Christi. Lebensübernahme nennt man das. Ich lasse Jesus in mein Leben, sein Leben in meines. Das bewirkt einen neuen Menschen. Ich werde bei der Kommunion zum Tabernakel (=Zelt) für Jesus, zur Wohnung Gottes wie Maria. Achtung: Wir gehen nicht zur Kommunion, weil wir würdig sind, sondern weil wir Jesus brauchen um die Liebe leben zu können. Er ist Nahrung für unser spirituelles Leben.

  • Kommuniongesang:

Wenn ich in der Kommunion Jesus begegnet bin, habe ich das Bedürfnis Jesus zu danken oder vor Staunen zu schweigen.

  • Schlussgebet:

Es ist eine Zusammenfassung und Danksagung an den Vater. „Wir haben empfangen“, „du hast uns beschenkt“ An manchen Fiertagen leuchtet in ihnen noch einmal die gesamte Herrlichkeit des Festgeheimnisses auf.

 

4 SENDUNG IN DIE WELT

  • Danklied:

Ausdruck der Freude. (entweder hier oder am Schluss)

  • Verlautbarungen:
  • Segen:

Am Beginn der Messe hören wir das Wort: „Der Herr ist mit euch“, und jetzt am Schluss hören wir es wieder. Der Herr ist mit euch im Leben, im Alltag, und geht mit euch den Weg. „Ist Gott für(mit) uns, wer ist dann gegen uns?“ Röm 8, 31-39 Wir werden zum Segen für andere in die Welt gesandt. Beim Segen steht die Gemeinde, es drückt die Bereitschaft zur Sendung aus.

  • Sendung:

„Gehet hin in Frieden“ Wir werden gesandt den Frieden zu leben und zu bringen. Als Jesus die Jünger aussandte, sagte er zu ihnen: „Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus!“ Lk 10,5 Jetzt beginnt unser eucharistisches Leben. Die Eucharistie geht weiter. Wir werden zu Zeugen für die anderen, damit auch sie verwandelt werden in Christus.

Pfarre Katsdorf
4223 Katsdorf
Friedhofweg 1
Telefon: 07235/88094
Katholische Kirche in Oberösterreich
Diözese Linz

Kommunikationsbüro
Herrenstraße 19
Postfach 251
4021 Linz
https://www.dioezese-linz.at/
Darstellung: