Thursday 7. July 2022
Pfarre Geboltskirchen

Pfarrkirche Geboltskirchen

Die Anfänge des Kirchenbaues gehen vermutlich zurück in das 12. Jahrhundert, in dem in einer Urkunde des Traditionsbuches des Stiftes Reichersberg von 1180 ein "Gunther de Gerbrulteskirch" erwähnt wird. 

Pfarrkirche Geboltskirchen
Pfarrkirche Geboltskirchen
Pfarrkirche Geboltskirchen

 

Diese Eintragung beweist, dass in Geboltskirchen damals schon eine Kirche stand. Die wahrscheinlich wie damals üblich, in Holz errichtete kleine Kirche wurde dann Ende des 13. Jahrhunderts in Stein ausgefertigt und damit vergrößert. Bis Anfang des 16. Jahrhunderts erfuhr sie im Wesentlichen drei Bauetappen. Der ursprüngliche Steinbau umfasste in seinem Grundriss das heutige Hauptschiff vom Turm bis zum Apsisbogen. Die damaligen Außenmauern waren niedriger und mit einer flachen Holzdecke versehen. Im Laufe des 14. Jahrhunderts wurde der Turm angefügt, der damls etwa um ein Drittel niedriger und mit einem Satteldach gedeckt war. Diesen ersten Steinbau ermöglichte offensichtlich das florierende Ablasswesen. Der Geboltskirchner Ablassbrief vom 18. November 1300 ist das älteste Dokument des Archivs der Diözese Linz. Großzügige Stiftungen wie etwa der "Bruderschaft zu unserer lieben Frau" um 1460 und ein weiterer Ablassbrief um 1497 leiteten die nächsten Erweiterungen ein.

 

Die Kirche wurde um den fünfseitigen Chor erweitert, das Langhaus gehoben und als Abschluss mit einem Gewölbe versehen. Das neue Gefüge wurde mit einem gemeinsamen neuen Dachstuhl gedeckt, welcher bis heute noch in seiner Substanz und Form erhalten ist. Der Turm musste im selben Zug erhöht werden und die Empore wurde eingebaut.


Vermutlich wurde damals auch die Turmspitze in die heutige achteckige Form gebracht. Noch vor der Fertigstellung der Empore beschloss man die Kirche erneut zu erweitern. Mit dem Anbau der Annakapelle, der Sakristei und des Eingangsbereiches wurde dieses Vorhaben verwirklicht und kurz nach 1500 vollendet. Das Fresko mit der Jahreszahl 1501 oder 1504, das Datum blieb bei der Restaurierung unklar, belegt den Abschluss. Das Segmentbogenportal und das große optische Eingangstor stammen noch aus dieser Zeit. Über die ursprüngliche Inneneinrichtung ist nichts bekannt.


Aus Kirchenrechnungen ist nachvollziehbar, dass eine mechanische Kirchenuhr schon um 1600 vorhanden war. Anfang des 18.Jh. wurde die Kircheneinrichtung barockisiert. Bonaventura Schwanthaler wurde 1703 mit der Rohfertigung von zwei Altären beauftragt, die von Christoph Weissenberger aus Haag gefasst wurden. Die Statue des Heiligen Nikolaus, links über der Kanzel, ist noch von einem dieser Altäre. Die heutige neugotische Ausstattung stammt ursprünglich von 1875.

 

Virtueller Rundgang durch die Kirche

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