Samstag 15. Dezember 2018
Pfarre Gampern

Geschichte der Pfarrkirche Gampern

Altar

Gampern und seine Umgebung wurde von Salzburg-St. Peter, dem Stifte Mondsee und Mattsee missioniert und war bis 1900 Mattseer Pfarre. Johann Apfelhalter wird 1383 als erster Pfarrer Gamperns erwähnt.

  • 1480 - 1486 Erbauung der zweischiffigen, gotischen Hallenkirche mit Stern- u. Netzrippengewölbe.
  • 1486 - 1507 entstand der mächtige Flügelaltar. Stifter: "Wilhelm von Nothafft", Domprobst von Passau. Das Proträt von ihm ist am Predellenbild rechts, knieend, zu sehen.
  • 1515 - 1518 - 1529 wurde der gotische Wehrturm bis zur Dachgleiche erbaut.
  • 1890 erfolgte der Ausbau bis 63 m Höhe.
  • 1531 Errichtung der Vorhalle, das Eingangstor trägt die Jahreszahl der 400-Jahrfeier der Kirche. Über dem Altar befinden sich Fresken, Symbole der vier Evangelisten und des Patrones der Pfarrkirche, "ST.REMIGIUS" und Wappenbilder.

Der Schnitzer des Altares ist unbekannt, wird aber in "Leonhart Astl" vermutet. Große Ähnlichkeit mit Hallstatt.

 

Die Malereien stammen mit großer Wahrscheinlichkeit von "Michael Wohlgemut" (1434-1519) und seiner Schule in Nürnberg. Sein Porträt ist am zweiten Passionsbild rechts oben mit Stab und Pinsel zu erkennen (Pfarrchronik von 1882). Wohlgemut gründete um 1470 eine Malerwerkstatt zu Nürnberg, die zu beachtlichem Ansehen gelangte. Albrecht Dürer war Wolgemuts Schüler gewesen.

 

Besondere Merkmale der Wolgemutschen Malerei:

Er war Handwerker und Künstler, genial begabt, goldene, tellerförmige Heiligenscheine mit Verzierungen bei Christus sind für ihn kennzeichnend, schmale Schulter, runde Gesichter, scharfe Charakteristik, klare und kräftige Farben kennzeichnen seine Bilder... Grelle Übergänge von edler und zarter Schönheit wechseln zu übertriebener Häßlichkeit. Wolgemuts Signierung ist am Rocksaum unten mit: "Womiael" an der Rückseite mit "WM" zu erkennen. Die Passion wurde in die Atterseegegend mit dem Hintergrund Schloß Kammer gemalt (Donauschule).

 

Die Rückseite des Altares stellt das "Jüngste Gericht" dar, im Volksmund "Gamperner Hölle" genannt.

 

Teile der Malerei wurden auf Holzschnitte gemalt, der Entwurf könnte auf Dürer zurückgehen.

 

Kommen Sie, um zu sehen und sich zu freuen, was Menschen vor mehr als 500 Jahren geschaffen haben!
 

Namenstage
Sel. Carlo Steeb, Hl. Christiana von Georgien, Hl. Wunibald, Sel. Johannes der Barfüßer (Johannes Discalceatus), Hl. Maria Crucifixa di Rosa, Sel. Marinus von La Cava, Hl. Virginia Centurione Bracelli
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