Sonntag 24. September 2017
Pfarre Frauenstein

Schutzmantelmadonna Frauenstein

Die Geschichte eines 500-jährigen Kunstwerks

 

Kaiser Maximilian I. hat dieses kleine Kirchlein „Maria Stain“ in besonderer Weise geliebt. Anders ist es wohl nicht erklärbar, dass er nicht nur die Vermögensverhältnisse des Kirchleins in einer Urkunde von 1514 regelt, sondern auch das wunderbare Kunstwerk der Schutzmantelmadonna um 1515 der Kirche stiftet. Durch diese kaiserlichen Schenkungen ausgezeichnet, mag die Wallfahrt zu „Maria Stain“ einen enormen Aufschwung erlebt haben.

 

Die glückliche Errettung aus Seenot und ein kaiserliches Gelöbnis

 

Der Kaiser war mit seinen Getreuen 1489 in der Zuidersee (Holland) im Nebel in Seenot geraten. Eisschollen hatten das Schiff leck geschlagen. In dieser hoffnungslosen Situation machte der Kaiser das Gelöbnis bei Errettung ein Marienbildnis zu stiften. Mit der Ausführung dieses Versprechens wurde kein Geringerer als der bekannte Ulmer Bildhauer Gregor Erhart betraut.

 

Gregor Erhart und sein Werk

 

Die Schutzmantelmadonna von Frauenstein ist wohl das bedeutendste Werk Gregor Erharts. In diesem Kunstwerk hat der Bildhauer zu seiner höchsten Vollendung gefunden.

 

Die Schutzmantelmadonna ist erstklassig. Ihre Anmut, ihre Haltung, die natürlichen Feinheiten ihrer Gesichtszüge und die Eleganz ihres Kleides sprechen für sich. Erhart war einer der bedeutendsten Künstler der süddeutschen Spätgotik.

 

(C) Fotos: Markus Huemer

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