Monday 16. September 2019
Pfarre Eidenberg

Chronik der Pfarre Eidenberg

Kirche zu Ehren des Göttlichen Heilandes seit 1512.

Die Expositurkirche zu Ehren des Göttlichen Heilandes in der Wies ist nachweislich bereits 1512 eine Seelsorgestation des Stiftes Wilhering, die der Pfarre Gramastetten zugeteilt war. Die Expositur Eidenberg gehörte weiterhin zur Großpfarre Gramastetten, bildet aber seit eh her eine eigene Einheit.

 

 

 

Allgemeines

Mit der Urkunde vom 31. Oktober 1941 wurden der Expositur Eidenberg Ortschaften und Ortsteile aus der Pfarre Gramastetten zugewiesen.
Am 1. November 1941 wurden der Expositur Eidenberg pfarrliche Rechte (außer Beerdigungen) eingeräumt.

 

Mit 13. Oktober 1964 wurde der Expositur Eidenberg auch das Begräbnisrecht verliehen.

 

Am 26. 11. 1941 wurde der Besitz des Stiftes Wilhering in Eidenberg dem Reichgau Oberdonau eingewiesen. Aus diesem Grunde musste der damalige Expositus P. Wolfgang Reingruber einen Miet- und Pachtvertrag zur Nutzung des Wohnungs- und Wirtschaftsgebäudes samt Grundstücken abschließen.

 

Mit der Erhebung zur selbständigen Seelsorgestelle wurde auch der erste Pfarrkirchenrat bestellt. Es waren dies die Herren Josef Füreder aus Asberg 12, Franz Rechberger aus Eidenberg 52, Franz Mayr aus Eidenberg 44, Peter Kaiser aus Edt 15 und Karl Schütz aus Kammerschlag 6.

 

P. Wolfgang Reingruber leitete die Pfarrexpositur von 1937 bis 1959.

Ihm folgte der Forstmeister des Stiftes Wilhering, Dipl. Ing. P. Stefan Ploberger von1959 bis 1961.

 

In der Zeit von 1961 bis 1965 leitete Prof. P. Bernhard Ganglberger die Pfarrexpositur. Unter ihm wurde unter großen Schwierigkeiten der Friedhof von Eidenberg erbaut. Er wurde nach der Fertigstellung des Friedhofes und dem Erwerb des Rechtes, eigene Begräbnisse halten zu dürfen, zum Ehrenbürger für seine Verdienste ernannt.

 

Ab November 1965 bekam Eidenberg wieder einen ständigen Seelsorger in P. Eugen Eckerstorfer.

 

1968 übernahm Prof. P. Alberich Mitterlehner die Pfarrexpositur für ein Jahr.

Ihm folgte 1969 P. Alois Püchler, der am 6. 1. 1978 aus gesundheitlichen Gründen resignierte.

 

Ihm folgte der Forstmeister des Siftes Wilhering Dipl. Ing. P. Severin Lummerstorfer. Unter ihm wurde 1979 die Kirche und in den folgenden Jahren der Pfarrhof mit der großzügigen Hilfe der Pfarrbevölkerung renoviert und eine Wochentagskapelle errichtet.

 

Im Herbst 1984 übernahm P. Fidelis Keplinger die Pfarrexpositur bis zum Herbst 1987.

 

Ab Herbst 1987 bis Sommer 1988 wurde die Expositur v. P. Wolfgang Haudum betreut.

 

Ab Herbst 1988 leitete die Pfarrexpositur der gebürtige Eidenberger P. Laurenz Burgstaller. Er legte großen Wert auf die Pfarrseelsorge und Seelsorgsmitarbeit der Pfarrbevölkerung. Unter seiner Leitung wurden die ersten Kommunionspender und –spenderinnen eingeführt, Gottesdienstgestaltungen der Pfarrmitglieder gefördert und ein Volksaltar errichtet.

P. Laurenz‘ Verdienst war es, dass in Eidenberg die erste Firmung durch Bischof Maximilian Aichern gespendet wurde u.v.m. Er war ein großer Förderer der Kath. Aktion, vor allem der Männerbewegung, Frauenbewegung, Jugend und Jungschar.

 

Weiters wurde unter seiner Leitung eine Aussenrenovierung des Kirchturmes und die Adaptierung der ehemaligen Desslwohnung zu Jungschar- und Veranstaltungsräumen durchgeführt.

 

Am 10. Oktober 2010 wurde ein eindrucksvolles Abschieds- und Dankfest für P. Laurenz gefeiert, da er aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand trat.
Am 28. Oktober 2010 verstarb P. Laurenz Burgstaller im 89. Lebensjahr

 

Ab 10. Oktober 2010 werden wir von den Seelsorgern der Pfarre Gramastetten (Mag. P. Paulus Nimmervoll und Kaplan Dr. Reinhold Dessl) mitbetreut.

 

Am 16.10.2011 wird Dr. P. Reinhold Dessl Pfarrer von Gramastetten und Eidenberg und am 8.6.2012 wird er vom Konventkapitel zum Administrator des Stiftes Wilhering für 1 Jahr gewählt.

 

Am 28.10.2012 Sendungsfeier des Seelsorgeteams durch Bischofsvikar Willi Vieböck
Seit der Einsetzung wird die Pfarre Eidenberg von einem Seelsorgeteam, das seine Aufgaben gemeinsam mit den Priestern P. Reinhold Dessl und P. Paulus Nimmvervoll wahrnimmt, geleitet.
Zum Seelsorgeteam gehören für den Seelsorgebereich Diakonie: Elisabeth Mair, Maria Koglgruber und Kamilla Märzinger. Für den Seelsorgebereich Liturgie: Ferdinand Aichinger, für Verkündiung: Johanna Eckerstorfer und für den Seelsorgebereich Gemeinschaft: Franz Grünbacher.

 

bis 1900

1146

Gründung des Klosters Wilhering durch Ulrich und Cholo von Wilhering. Ulrich, der noch in diesem Jahr in den Kreuzzug zieht, vermacht testamentarisch einen Teil seines Besitzes dem Kloster, darunter „Ibenberg“ (Eidenberg) und „Grebelik“ (das ist der ursprüngliche Name der Geng). Grebelik kommt aus dem Keltischen und bedeutet „Felsen).


1512

Erste Erwähnung der Seelsorgestation Eidenberg des Stiftes Wilhering, die der Pfarre Gramastetten zugeteilt war.


1539

Erstmals Erwähnung von Protestanten in der Pfarre Gramastetten

 

1569

Letzte Fronleichnamsprozession in Gramastetten, nächste erst wieder nach 1626

 

1.1.1626

Beginn der Pfarrmatriken in unseren Pfarren (Wilheringer Pfarren)

 

1663

Errichtung einer Taverne im Münichhof Eidenberg (Münichhof ist Landwirtschaft im Moarhof, die dem Stift Wilhering gehört)

 

7.2.1741

Abt Johann Baptist Hinterhölzl ersucht das Bischöfliche Ordinariat Passau um die Genehmigung zum Bau einer Kapelle in Eidenberg
ca. 1741 Beginn des Baues des "Neuen Schlosses" - jetzigen Moarhofgebäudes unter dem Verwalter und späteren Abt P. Alan Aichinger

 

22.11.1749

Weihe der "Schlosskapelle", jetzige Kirche, durch den zuständigen Passauer Weihbischof Johannes Christopherus Ludovikus, Graf von Kuenburg

 

22.11.1753

In Wilhering wird der große Förderer und Wohltäter von Eidenberg P. Alan Aichinger zum Abt gewählt. Geboren 1705 in Freistadt, gest. 23.12.1780

 

um 1760

Abt Alan stellt eine "Kostordnung" für die Moarhofleute am Münichhof und für die hier ihre Robot ableistenden Untertanen aus Eidenberg und Lichtenberg auf.

 

um 1780

Errichtung einer Schule in Eidenberg durch das Stift Wilhering

 

um 1785

Neueinteilung der Pfarren. Großer Gebietsverlust der Pfarre Gramastetten. Allein aus der Gemeinde Geng werden drei Ortschaften abgetrennt: Obergeng kommt zu Hellmonsödt, Berndorf zu Oberneukirchen und Schiefegg zu Zwettl.

 

um 1809

Weihnachten: Einquartierung eines heimkehrenden französischen Regiments in Eidenberg. Der Verwalter P. Rainer Spitalmüller muss für die Verpflegung der Offiziere täglich 300 Gulden aufwenden. Die Mannschaft und die Pferde werden bei den Bauern einquartiert.

 

12.7.1836

Das Stift Wilhering verkauft aus dem Besitz in Eidenberg 138 Joch an die Bauern (35 Kaufverträge). Das Geld wird zum Stiftsneubau (Straßenfront) verwendet.

 

19.9.1850

Protestschreiben der "Ausschüsse und Gemeindeglieder" von Eidenberg und Geng an das Stift Wilhering gegen die geplante Pfarrerhebung von Eidenberg

 

14.2.1876

wird in Eidenberg 20 (Stadler im Graben) der spätere Abt von Wilhering, P. Bernhard Burgstaller geboren. (Ist der Onkel von unserem Pfarrer P. Laurenz Burgstaller) Abtwahl

 

29.11.1938

Verhaftung am 11.11.1940, am 1.11.1941 im Nazi-Gefängnis Anrath bei Krefeld gestorben. * siehe am Ende der Chronik - eigener Bericht

 

1.6.1886

Eine Vertretung der Gemeinde Eidenberg wird beim Abt von Wilhering vorstellig wegen des Zu- und Erweiterungsbaues der Volksschule im Moarhof. Es wird vereinbart, dass das Stift den Bau ausführen lässt. Die Gemeinde verpflichtet sich, den Transport der Steinstufen von Oberneukirchen, den Ziegeltransport vom Edtmayr und den Kalktransport von Walding zu übernehmen.

 

1888

Nach Vollendung des Zubaues wird die Volksschule zweiklassig geführt. Seit dem Neubau der Volksschule und der Eröffnung im Jahre 1987 ist der Kindergarten in der im Jahre 1886 errichteten Schule untergebracht.

ab 1901

12.9.1903

Visitation durch Diözesanbischof Franz Maria Doppelbauer

 

1904

Weihe der neuen Orgel in Eidenberg

 

7.10.1923

Glockenweihe in Eidenberg und Abschluss der Kirchenrenovierung

 

5.6.1935

Visitation durch Diözesanbischof Johannes Maria Gföllner

 

29.11.1938

Abtwahl des Eidenbergers P. Bernhard Burgstaller

 

31.10.1941

Errichtung einer Kooperatorexpositur in Eidenberg mit allen pfarrlichen Rechten, außer Begräbnissen

 

26.11.1941

Beschlagnahme des Stiftsbesitzes durch die Gauleitung Oberdonau

 

1948

Gründung der kath. Männerbewegung Eidenberg. Erster Obamnn wird Franz Rechberger

 

17.4.1950

Glockenweihe in Eidenberg

 

1955

Gründung der Kath. Frauenbewegung. Erste Leiterin war Frau Maria Reisinger. Ihr folgten Margarete Köppl, Franziska Dumfart, Theresia Knollmayr, Margarete Schütz, Liselotte Koll, Brigitte Dumfart.Ab 25.11.2008 besteht ein Leitungsteam (Ansprechperson: Christine Kaiser).

 

13.5.1959

Mit P. Wolfgang Reingruber stirbt der letzte Seelsorger in Eidenberg, der mit "Herr Verwalter" angesprochen wird.

 

12.11.1961

Turmkreuzsteckung in Eidenberg als Abschluss der Kirchendach- und Turmrenovierung

 

13.10.1964

wurde der Expositur Eidenberg auch das Begräbnisrecht verliehen

 

1968

Gründung der Kath. Jungschar

 

31.5.1970

Glockenweihe in Eidenberg. Die ersten Glocken hatten keinen guten Klang und eine war zersprungen.

 

4.11.1973

Visitation durch Weihbischof Dr. Alois Wagner

 

März 1987

Erste Pfarrgemeinderatswahl in der Expositur Eidenberg. Friedrich Koll wurde zum PGR-Obmann gewählt.

 

11.10.1986

Visitation durch Diözesanbischof Maximilian Aichern

 

20.11.1989

erfolgte durch Bischof Maximilian Aichern die Ernennung von Ferdinand Aichinger zum ersten Kommunionhelfer in Eidenberg. Weiters ernannte der Bischof im Jahre 1993 Franz Pargfrieder und 1995 Maria Ratzenböck und Maria Wakolm zu Kommunionhelfern.

 

März 1992

Pfarrgemeinderatswahl - Johann Wakolm wurde zum PGR-Obmann gewählt und löste Fritz Koll ab, der nicht mehr kandidierte, da er Bürgermeister wurde.

 

5.6.1995

Weihe des Volksaltares durch den Abt des Stiftes Wilhering Gottfried Hemmelmayr

 

16.3.1997

Pfarrgemeinderatswahl - Johann Knollmayr wurde zum neuen PGR-Obmann gewählt und löste Johann Wakolm (1992 -1997) als Obmann ab.

 

21.6.1997

Visitation und erste Firmung in Eidenberg durch Diözesanbischof Maximilian Aichern.
Am Samstag wurde mit dem Bischof folgendes Programm durchgeführt:
08.30 Ankunft des Bischofs mit Friedhofsbesuch
10.00 Firmung mit Festgottesdienst
14.30 Kleinkinderandacht
15.30 Krankenbesuche
17.30 Begegnung mit dem erweiterten Pfarrgemeinderat
19.30 Abendmesse zelebriert von Bischof Maximilian Aichern

 

21.6.1998

Firmung durch Bischofsvikar Kanonikus Wilhelm Vieböck

 

7.6.1998

Feier 50 Jahre Kath. Männerbewegung Eidenberg. Erster Obmann war Franz Rechberger. Ihm folgten in der Leitung der KMB Franz Mayr, Rupert Pargfrieder, Johann Wakolm (1981 bis 1991), Ferdinand Aichinger (1991 bis 2009) und seit 22.3.2009 Franz Grünbacher.

 

4.6.1999

50-jähriges Priesterjubiläum von unserem Pfarrer P. Laurenz Burgstaller

 

18.6.2000

Firmung durch Abt Gottfried Hemmelmayr

 

2000

Beginn der Adaptierung der ehemaligen Desslwohnung zu Jungschar- und Veranstaltungsräumen

 

12.8.2001

Eröffnung und Segnung der renovierten Veranstaltungsräume im Pfarrhof mit Pfarrfest und Frühschoppen

 

17.3.2002

Pfarrgemeinderatswahl - Rudolf Pargfrieder wurde zum neuen PGR-Obmann gewählt und löste Johann Knollmayr (1997 - 2002) als Obmann ab, der aus Altersgründen sich nicht mehr der Wahl stellte.

 

2.6.2002

Firmung durch Abt Gottfried Hemmelmayr

 

20.6.2004

Firmung durch Abt Gottfried Hemmelmayr

 

29.6.2004

55-jähriges Priesterjubiliäum v. unserem Pfarrer P. Laurenz Burgstaller

 

25.9.2005

50-Jahr Jubiläum der Katholischen Frauenbewegung Eidenberg

 

11.6.2006

Firmung durch Abt Gottfried Hemmelmayr

 

14.1.2007

Ehrenringverleihung an unseren Pfarrer P. Laurenz Burgstaller anläßlich seines 85. Geburtstages (10.1.1922)

 

18.3.2007

Pfarrgemeinderatswahl - Herbert Hierschläger wurde zum neuen PGR-Obmann gewählt und löste Rudolf Pargfrieder (2002-2007) als Obmann ab.

 

15.6.2008

Firmung durch Abt Gottfried Hemmelmayr

 

1.3.2009

Goldene Verdienstnadel für Mesner Peter Haider zum 80. Geburtstag

 

6.6.2010

Firmung durch Abt Gottfried Hemmelmayr

 

10.10.2010

Abschiedsfeier von P. Laurenz Burgstaller (aus gesundheitlichen Gründen)

 

11.10.2010

Betreuung durch die beiden Seelsorger von Gramastetten Pfarrer Mag.P. Paulus Nimmervoll und Kaplan Dr. Reinhold Dessl.

 

28.10.2010

P. Laurenz Burgstaller im 89. Lebensjahr verstorben

 

3.4.2011

Helga Pargfrieder und Ferdinand Aichinger werden zu Wortgottesdienstleitern bestellt.

 

16.10.2011

Installation von Dr. P. Reinhold Dessl als Pfarrer von Eidenberg

 

12.-14.11.2011

Pfarrvisitation durch Diözesanbischof Dr. Ludwig Schwarz.

 

18.3.2012

Pfarrgemeinderatswahl - Rudolf Pargfrieder wurde zum zweiten mal ( erste Periode von 2002-2007) zum neuen PGR-Obmann gewählt und löste  Herbert Hierschläger (2007-2012) als Obmann ab.

 

28.10.2012

Amtseinführungs- und Sendungsfeier des neuen Seelsorgeteams - Gerade das II. Vatikanische Konzil, dessen 50. Jahrestag seiner Einberufung wir im Oktober 2012 begangen haben, hat den Dienst der Laien in Verkündigung und Seelsorge in besonderer Weise hervorgehoben. Das betonte Bischofsvikar Willi Vieböck, der die Sendungs- und Amtseinführungsfeier des Seelsorgeteams der Pfarre Eidenberg leitete. Weiters ermutigte und wies er darauf hin, dass alle durch die Taufe zum allgemeinen Priestertum und somit zur Verkündigung und den Dienst am Nächsten berufen sind. In den nächsten 5 Jahren wird das sechsköpfige Seelsorgeteam gemeinsam mit dem Administrator des Stiftes Wilhering und Pfarrer Dr. Pater Reinhold Dessl und dem Pfarrgemeinderatsvorstand die Pfarre leiten. Folgende Personen gehören dem Seelsorgeteam an: Elisabeth Mair, Maria Koglgruber, Kamilla Märzinger, für den Bereich Diakonie Johanna Eckerstorfer für den Bereich Verkündigung Franz Grünbacher für den Bereich Koinonia – Gemeinschaft Ferdinand Aichinger für den Bereich Liturgie 

 

25.4.2013:

Dr. P. Reinhold Dessl wird vom Konventkapitel zum 74. Abt des Stiftes Wilhering gewählt.

 

2.6.2013

„Anderen selbstlos zu dienen macht uns groß“ mit diesen Worten begrüßte Abt P. Reinhold Dessl unseren Mesner Peter Haider, vulgo Grumetmaier, beim Festgottesdienst in der Pfarrkirche Eidenberg am
2. Juni 2013. 70 Jahre Mesnerdienst zu leisten, ist wohl einzigartig in der Geschichte.

Er diente während dieser Zeit 13 Priestern des Stiftes Wilhering, wovon einige dankenswerter Weise an der Jubiläumsfeier teilnahmen. In diesen 70 Jahren hat es in Wilhering übrigens 6 Äbte gegeben, 5 Bischöfe in der Diözese Linz und 7 Päpste, die die Weltkirche geleitet haben.

 

 

23.6.2013:

Abtweihe von Dr. Reinhold Dessl in Wilhering mit Bischof Dr. Ludwig Schwarz und Generalabt des Zisterzienserordens aus Rom Mauro-Giuseppe Lepori. Abt Reinhold bleibt weiterhin auch Pfarrer in Gramastetten, Eidenberg, Geng und Neußerling.

 

10.6.2014

Pfingstdienstag Beginn der Kirchenrenovierung – Altarraumgestaltung, Chorerweiterung und neuer Windfang.

 

11.1.2015

Die Pfarre Eidenberg feierte am Sonntag, 11. Jänner das seltene Fest der Altarweihe. Kirchenrenovierung und Neugestaltung des Altarraumes sind abgeschlossen.. Als Konzelebranten waren der Abt des Stiftes Wilhering, Prälat Dr. Reinhold Dessl, der emeritierte Pfarrer des Pfarrverbandes Gramastetten-Eidenberg, Konsistorialrat Mag. Paulus Nimmervoll, sowie die beiden Diakone des Pfarrverbandes und die Wortgottesdienstleiter anwesend.

Vor den Lesungen segnete der Bischof den neuen Ambo.

In seiner Predigt stellte Bischof Schwarz eine Parallele zwischen dem Fest der Taufe Jesu und der Erneuerung der Kirche her. Durch die Taufe erneuern wir unser Sein als Kinder Gottes. Zur Altarweihe besprengte der Bischof den neuen Volksaltar mit Weihwasser und nahm die Salbung vor, um danach Weihrauch an den Ecken und in der Mitte der Platte des Opfertisches zu verbrennen, in Erinnerung an die Wundmale Christi. In die Reliquienkammer im Sockel des Volksaltares hatte der Bischof zu Beginn der Altar-Konsekration alte Reliquien der Märtyrerin Innocentia und des heiligen Erzbischofs Simplicianus aus dem Stift Wilhering, sowie die Profess-Urkunde des aus Eidenberg stammenden Wilheringer Märtyrer-Abtes Bernhard Burgstaller beigesetzt, worauf der Steinmetz die Kammer versiegelte. Der Altar symbolisiert ja Märtyrergrab und Opfertisch zugleich und erinnert so an das Kreuzesopfer Christi, der bei der Eucharistiefeier gegenwärtig wird.

Volksaltar und Ambo wurden von der aus Altenberg gebürtigen Linzer Künstlerin Maga. Katharina Anna Loidl (geb. 1978) entworfen und vom Steinmetzbetrieb Simader aus Rohrbach ausgeführt.

 

Leitgedanke für den Altar als Symbol für Christus war das Thema „Aus unserer Mitte“. Die zwei hufeisenförmigen Außenteile bilden dabei schemenhaft das Geviert des Eidenberger Meierhofes nach, wo sich viel vom öffentlichen Leben in Eidenberg abspielt. Zusammengehalten werden diese beiden Teile von einem Kreuz in der Mitte, so wie auch Christus die Mitte der Kirche und der feiernden Gemeinde ist. Der Querbalken des Kreuzes kann auch in Verbindung gebracht werden mit geöffneten Händen oder dem Individuum in der Spannung zur Gemeinschaft. Der schwarze Granit der Außenteile hebt die zentrale Bedeutung des Ortes hervor und zieht die Blicke auf sich; das eingefasste rotbraune Granitkreuz erinnert an den alten Volksaltar und stellt zugleich die Brücke zum Hochaltar her. Tradition und Innovation sind zentrale Pole.

Auch den Ambo durchzieht ein horizontaler rotbrauner Granitstreifen mit einer vertikalen Unterbrechung. Dies kann mit einem Kreuz oder der Schwingung einer Schallwelle in Verbindung gebracht werden.

 

 

 

 

 

 

Abt Dr. Bernhard Burgstaller
Petrus Burgstaller wurde am 14.2.1886 als Sohn der Bauerseheleute Thomas und Anna Burgstaller in Eidenberg 20 (Stadler im Graben) geboren.

Er kam nach dem Besuch der Volksschule in Eidenberg 1897 ans Stiftsgymnasium Wilhering.

1899 wechselte er ins Staatsgymnasium Linz, Spittelwiese, über, wo er 1905 maturierte.

Am 19.8.1905 wurde er als Novize in Wilhering eingekleidet und erhielt den Ordensnamen Bernhard. Sein Theologiestudium absolvierte er in St. Florian.

2.8.1910 Primiz in Gramastetten, 27.8.1910 Priesterweihe

Im Herbst 1910 schickte ihn Abt Theobald Grasböck an die Universität Wien. Das Studium der Altphilologie schloss er mit der Lehramtsprüfung ab und promovierte am 22.12.1915 zum Doktor der Philosophie.

Ab 1915 unterrichtete Dr. P. Bernhard am Stiftsgymnasium Wilhering Latein und Griechisch bis zur Auflösung des Gymnasiums durch die nationalsozialistischen Behörden am 9.9.1938.

In diesem schicksalsschweren Jahr starb (3.10.) Abt Gabriel Fazeny. Zum Nachfolger wählte der Konvent am 29.11.1938 Dr. P. Bernhard Burgstaller. Schweren Herzens nahm dieser die Wahl an. Er wäre lieber in die Mission gegangen.

Bald nach der Machtergreifung Hitlers bildete sich in Wien eine Widerstandsgruppe, der auch einige Patres aus Wilhering beitraten, wovon aber der Abt überhaupt nichts wusste. Die Widerstandsbewegung wurde entdeckt und am 26. und 27. Juli 1940 wurden einige Patres verhaftet.

In der Sorge um die Mitbrüder fuhr der Abt am 12.11.1940 nach Wien. Am Westbahnhof erwarteten ihn zwei Gestapobeamte und verhafteten ihn. Vier Tage darauf wurde das Stift beschlagnahmt.

Nach achtmonatiger Untersuchungshaft in Wien wurde Abt Dr. Bernhard nach Anrath bei Krefeld überstellt, wo er am 1.11.1941 an Unterernährung starb. Seine Leiche soll weniger als vierzig Kilo gewogen haben.

Zur Erinnerung an diesen großen Sohn unserer Gemeinde wurde an der Kirche in Eidenberg eine Gedenktafel angebracht, die Dr. Dr. P. Silvester Birngruber, der noch am Vortag des Todes mit dem Abt gesprochen hat, am Sonntag, dem 29. Mai 1988 nach einem Gedenkgottesdienst enthüllte.

 






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